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Links ist noch die Grube zu sehen, aus der das kontaminierte Erdreich entnommen wurde. Parallel dazu laufen derzeit die Abbrucharbeiten im Wasserpark, bevor Ende März der Rohbau starten soll.

Sanierung

Wasserpark Starnberg: Teure Altlasten aus den 30ern

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Starnberg - Die Sanierung des Wasserparks ist teurer geworden. „Da konnten wir nichts machen“, meinte die Erste Bürgermeisterin Eva John auf Anfrage unserer Zeitung.

750 000 Euro kostet die Sanierung kontaminierten Bodens auf dem Gelände. Im Februar 2014 sei zum ersten Mal festgestellt worden, dass Teile des Bodens auf dem Wasserpark-Gelände kontaminiert seien. „Damals sind wir noch davon ausgegangen, dass es sich nur um eine kleine Menge Heizöl handelt, die ins Erdreich gelangt ist“, berichtete sie.

Bei Sondierungsbohrungen sei allerdings schnell klar geworden, dass die Ursache für die Verseuchung des Bodens tiefer und länger zurück liegt, als gedacht. „In den 30er Jahren wurde eine teerhaltige Schwarzdecke aufgebracht, auf der unter anderem die Umkleidekabinen errichtet wurden“, erklärt Eva John. Als dann 1970 der Wasserpark errichtet wurde, habe man die Reste der Schwarzdecke als Unterbau verwendet. „Das war damals ganz normal“, so John.

Heute allerdings wird das als Gefährdung für das Grundwasser eingestuft. Deswegen musste der kontaminierte Boden abgetragen und entsorgt werden. Vorher wurde in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt ein Sanierungskonzept aufgestellt, das genau festlegte, was wie entsorgt werden soll.

Die Arbeiten seien mittlerweile weitestgehend abgeschlossen. „Das kann bei Bauarbeiten jederzeit passieren“, so John. Wenn so etwas festgestellt werde, bleibe nichts anderes übrig, als die entsprechenden Arbeiten in Auftrag zu geben. Zum Glück habe sich die Befürchtung, dass eventuell auch die Liegewiese von der Verunreinigung betroffen sein könnte, nicht bestätigt. Allerdings laufe das „Monitoring“, also die Untersuchung des Grundwassers durch Proben noch weiter.

Zu Verzögerungen am Bau sei es durch die Bodensanierungen nicht gekommen, berichtete John weiter. „Beim Wasserpark liegen wir gut bei Zeit und Geld“, verkündete sie. Derzeit laufe die Endphase der Abbrucharbeiten, der Rohbau solle Ende März starten. Die Wiedereröffnung der Schwimmhalle ist für Oktober 2017 geplant. Bislang seien keine Verzögerungen aufgetreten, so John.

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