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„Faire Woche“ in Starnberg: Von fairen Bohnen und „Mafia-freiem“ Olivenöl

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Von: Laura Forster

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Kaffeerösten mit fairen Bohnen: Kaffeeröster Ralf Gebhard (r.) beantwortet den interessierten Zuschauern (v.l.) Jesper Kammerlander, Judith Kammerlander und Petra Schrems am Stand des Weltladens auf dem Wochenmarkt alle wichtigen Fragen.
Kaffeerösten mit fairen Bohnen: Kaffeeröster Ralf Gebhard (r.) beantwortet den interessierten Zuschauern (v.l.) Jesper Kammerlander, Judith Kammerlander und Petra Schrems am Stand des Weltladens auf dem Wochenmarkt alle wichtigen Fragen. © andrea jaksch

Die „Faire Woche“ findet noch bis 30. September statt - auch in Starnberg. Der Weltladen organisiert mehrere Aktionen.

Starnberg – Wie aus einer rohen, fair produzierten Bohne in 18 Minuten frisch gerösteter Kaffee wird, hat Kaffeeröster Ralf Gebhard am Samstag auf dem Starnberger Wochenmarkt am Stand des Weltladen Starnberg gezeigt. Im Anschluss konnten Interessierte die Bohnen kaufen. „Das Angebot kam gut an“, sagt Kai-Niclas Michels vom Weltladen. „Die Leute waren richtig neugierig“; so Gebhard. Die Kaffeeröstung war eine von drei Veranstaltungen, mit denen sich der Weltladen an der „Fairen Woche“ beteiligt.

Unter dem Motto „Fair steht dir“ informiert die bundesweite „Faire Woche“ noch bis 30. September auch über die Folgen des Textilkonsums und die Vorteile von Kleidung aus fairem Handel, schreibt der Weltladen in einer Pressemitteilung. Und so widmet sich der Weltladen nach der mobilen Rösterei am Samstag, 24. September, dem Thema Textil. An dem Stand auf dem Kirchplatz werden von 8 bis 13 Uhr die Auswirkungen von „Fast Fashion“ gezeigt. Die Antwort darauf heißt „Slow Fashion“. So bietet der Weltladen neuwertige Secondhand-Kleidung an, um die gegenüber Neuware vermiedene Umweltverschmutzung aufzuzeigen. „Wer neue Kleidung kauft, sollte auf eine faire Produktion und den richtigen Umgang mit den Mitarbeitern achten“, sagt Michels. Am Stand des Weltladens wird auch erklärt, welches Siegel öko-faire Textilien kennzeichnet.

Außerdem bietet der Weltladen während der „Fairen Woche“ in seinem Geschäft in der Kaiser-Wilhelm-Straße 18 unter dem Motto „Legal und Lecker“ viele „fair+bio“-Produkte aus „Mafia-freiem“, fairen Handel aus Süditalien, Sizilien und Sardinien an – Olivenöl, Pasta, Feinkost und Spirituosen. Die Produkte stammen von Kooperativen aus Gebieten, die per Gerichtsentscheid der Mafia weggenommen wurden. Die zertifizierten Landwirtschaftsbetriebe zahlen keine Schutzgelder an die Mafia und erfüllen hohe Sozial- und Umweltstandards. „Der faire Handel stellt den Menschen in den Mittelpunkt und nicht den Profit“, sagt Inge Hebeisen vom Weltladen. Das gilt auch für das Schoko-Glück aus Ghana – „FairAfric“-Schokolade, die im Weltladen gekostet werden kann.  lf

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