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So soll der Kiosk im Bürgerpark (zwischen Bahnlinie und Seenschifffahrt) einmal aussehen. 

Stadtrat bestätigt Konzept

Gastronomie im Bürgerpark nimmt letzte politische Hürde

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Der Starnberger Stadtrat hat den Bebauungsplan für die Gastronomie im Bürgerpark beschlossen. Erlaubt sind 80 Sitzplätze auf der Terrasse und 32 im Gastraum.

Starnberg – Es war noch mal ein hartes Ringen am Montagabend im Starnberger Stadtrat – letzten Endes beschloss das Gremium aber mit 15:11 Stimmen den Bebauungsplan für die Gastronomie im Bürgerpark. Damit sollte einer Realisierung nichts mehr im Wege stehen.

Es bleibt bei einem flachen Gebäude mit sechs Metern Breite und 28 Metern Länge. Der Gastronomiebereich umfasst insgesamt 80 Quadratmeter Nutzfläche inklusive Küche, Lager, Kühlbereich und dem 42 Quadratmeter großen Gastraum. Nach Norden hin sind öffentliche Toiletten in dem Gebäude untergebracht. Auf der Terrasse sind 80 Sitzplätze erlaubt, im Inneren 32. Das sind in der Summe 49 weniger als ursprünglich geplant.

Die Reduzierung ging auf einen Antrag der Bürgerversammlung im vergangenen November zurück. Daraufhin hatte die Stadtverwaltung mit dem Pächter die neue Planung abgestimmt. Anfang Dezember gab bereits der Bauausschuss des Stadtrats grünes Licht, allerdings beantragten acht Stadträte eine Nachprüfung dieses Beschlusses: die komplette UWG-Fraktion (Patrick Janik, Professor Otto Gaßner, Angelika Wahmke, Winfried Wobbe), Martina Neubauer und Dr. Franz Sengl von den Grünen sowie Vizebürgermeister Dr. Klaus Rieskamp und Angelika Kammerl von den Parteifreien. Ihnen ist auch der abgespeckte Plan nach wie vor zu groß dimensioniert.

Es gebe genug Gastronomie am See, argumentierte Sengl und nannte das Seebad und das Undosa als Beispiele. „Ich befürchte, dass im Bürgerpark ein ähnliches Klima herrschen wird wie am Undosa“, sagte er. Gerd Weger (CSU) warnte vor dem Parkplatzsuchverkehr, der sich nicht davon abhalten lasse, dass die Gastronomie keine Gästestellplätze nachweisen muss. „Es ist eine Illusion zu glauben, dass alle zu Fuß kommen“, sagte er. Fraktionskollege Stefan Frey sprach sich für maximal 60 Sitzplätze im Außenbereich aus, Angelika Kammerl für 40 – für Bürgermeisterin Eva John „eine Willkür, die man keinem auf vernünftige Weise vermitteln kann“.

Kritik an den neuen Abspeck-Vorschlägen kam auch von BLS-Fraktionschef Michael Mignoli. Die Größe des Gebäudes sei seit zwei Jahren bekannt, der Vertrag mit dem Pächter längst unterschrieben – „es ist der falsche Weg und das falsche Zeichen, nach zwei Jahren etwas anderes zu wollen“, sagte er. „Ich würde mich da wohl an meinen Anwalt wenden.“ Es sei nun die Hausaufgabe der Verwaltung, dafür zu sorgen, dass im Bürgerpark eben kein zweites Undosa entsteht, forderte Mignoli und nannte Anwohnerparkausweise sowie rigoroses Abschleppen als Vorschläge.

Auch Eva John warnte davor, den Beschluss des Bauausschusses zu kippen. „Dann fangen wir wieder von vorne an und werden in absehbarer Zeit keine Gastronomie im Bürgerpark haben“, sagte sie. Am Ende bestätigte eine Mehrheit von WPS, BLS, BMS, FDP und Teilen der CSU das bisherige Konzept.  ps

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