Neugierige Blicke ziehen die Vorbereitungen für die Öffnung des Außenbereichs am „Bayerischen Hof“ auf sich. Kommende Woche wird es soweit sein.
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Neugierige Blicke ziehen die Vorbereitungen für die Öffnung des Außenbereichs am „Bayerischen Hof“ auf sich. Kommende Woche wird es soweit sein.

Bayerischer Hof in Starnberg

Griechische Taverna öffnet ihren Garten

  • Michael Baumgärtner
    vonMichael Baumgärtner
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Seit knapp einem halben Jahr herrscht traurige Leere im Bayerischen Hof in Starnberg. Ab nächster Woche werden dort wieder Gäste bedient. Zumindest im Außenbereich der „Griechischen Taverna“. Wirt Christos Lakopoulos hat von der Stadt die Genehmigung erhalten, seinen Garten zu öffnen.

Starnberg – „Wir sind total erleichtert und glücklich, dass wir nach fast sechs Monaten endlich wieder aufmachen dürfen“, sagt Elena Lakopoulos. Wenige Tag vor Weihnachten vergangenen Jahres hatte die griechische Familie, die seit bald einem Vierteljahrhundert in Starnberg die „Griechische Taverna“ betreibt, von heute auf morgen ihr Lokal dichtmachen müssen. Aber nicht etwa wegen der Corona-Pandemie, sondern weil der denkmalgeschützte Bayerische Hof, in dem sich auch der bei vielen Starnbergern äußerst beliebte „Grieche“ befindet, angeblich akut einsturzgefährdet sei. Es bestehe erhebliche Gefahr für Leib und Leben, begründete die Stadt Starnberg damals ihren radikalen Schritt. Nun aber hat die Stadt zugestimmt, dass die Familie Lakopoulos ihren Betrieb wieder öffnen darf – allerdings ausschließlich im dazugehörigen Garten. Das Gebäude selbst darf nicht betreten werden – weder von Gästen noch vom Personal. Das Hotel Bayerischer Hof und das dazugehörige Café Prinzregent hingegen bleiben weiterhin geschlossen.

Das Konzept der Familie Lakopoulos sieht vor, dass alles im Außenbereich stattfindet. Gekocht wird in einem Imbisswagen, außerdem hat die Stadt Starnberg dem Gastronom eine Marktbude zur Verfügung gestellt. Und auch einen Sanitärcontainer hat die Kommune beauftragt, wie Pressesprecherin Lena Choi erklärt. Der Toilettenwagen wird allerdings erst zwischen 14. und 20. Juni geliefert. Damit die „Griechische Taverna“ aber bereits nächste Woche – offizieller Eröffnungstermin ist der kommende Donnerstag, 10. Juni – wieder Gäste bewirten kann, stellt die Arbeiterwohlfahrt Starnberg dem Wirt als vorübergehende Zwischenlösung die Toiletten in ihren Räumen direkt nebenan zur Verfügung. „Als Dankeschön dafür wird mein Papa der Arbeiterwohlfahrt eine Spende überreichen“, sagt Elena Lakopoulos.

Sie und ihre Familie sind sehr zufrieden mit der Entwicklung. „Das ist eine gute Lösung für uns.“ Aufgrund der eingeschränkten Kochgelegenheiten können die Gastronomen natürlich nicht ihre komplette Speisekarte anbieten. „Aber es wird alle klassischen griechischen Gerichte geben“, verspricht Elena Lakopulos. Neben den typischen Vorspeisen und Salaten sind vor allem Grillgerichte wie Souvlaki oder Bifteki im Angebot, aber auch auf Gyros müssen die Gäste nicht verzichten. Zusätzlich soll es abwechselnd ein bestimmtes Tagesgericht geben wie zum Beispiel geschmorte Lammkeule, „die wir zu Hause vorbereiten können“. Der Garten, der täglich ab 11.30 Uhr durchgehend bis abends öffnet, hält für rund 80 Personen einen Sitzplatz bereit, „aber wir bieten auch Essen to go an“. Auch wer nur mal einen Kaffee, ein Bierchen oder ein Glas Wein zum Entspannen genießen will, ist willkommen. Um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen, haben die Lokalbetreiber auch den Bauzaun, der um das Gegäude aufgestellt wurde, mit Bambusrohren verschönert. „Es soll so eine Art griechische Sommerbar werden“, sagt Elena Lakopoulos. Dazu muss natürlich auch das Wetter mitspielen. „Wir haben aber auch geöffnet, wenn es leichten Nieselregen hat, da unser Garten teils überdacht ist und wir große Schirme haben.“

Die Wirtsfamilie plant, die Außengastronomie bis Anfang Oktober laufen zu lassen, „dann schauen wir, wie es weitergeht“, sagt Elena Lakopoulos.

Wie genau es mit dem Bayerischen Hof weitergeht, steht indes noch nicht fest. Zumindest ist sich der Stadtrat einig, dass „die Villa Bayerlein, der Bayerische Hof und das Rondell mindestens in ihrem äußeren Erscheinungsbild in jedem Fall erhalten werden sollen“, hieß es Ende April (wir berichteten).

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