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Auf Standortsuche in Starnberg ist Andreas Weidner. Aus seinem Food-Truck bieten er und seine Mitarbeiterin Sabine Stobbe schwäbische Küche an: Spätzle, Maultaschen und Co. 

Gastronomie

„Herr von Schwaben“ sucht eine neue Bleibe

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Herr von Schwaben ist obdachlos. Andreas Weidner hat mit seinem Food-Truck am Dienstag zum letzten Mal den Standort an der Petersbrunner Straße in Starnberg nutzen dürfen. Der Feldafinger sucht eine Alternative.

Starnberg – Schwäbische Spezialitäten gab es seit einem Dreivierteljahr immer dienstags im Starnberger Gewerbegebiet. Andreas Weidner aus Feldafing bediente von 11 bis 14 Uhr seine Kundschaft mit Käsespätzle, Maultaschen, Fleischküchle, Kartoffelsalat, Bratwurst und Linsen. Bis zu 80 Essen reichte er über den Tresen seines Food-Trucks, wie die modernen Imbiss-Buden genannt werden. Die Adresse Petersbrunner Straße 1 in Starnberg auf der Fläche vor der Firma Würth war Weidners lukrativster Standort neben dem Gewerbegebiet in Planegg-Steinkirchen, wo der Feldafinger immer freitags schwäbische Kost anpries. Donnerstags kutschiert Weidner seinen Food-Truck nach Weßling ins Argelsrieder Feld, montags und mittwochs ist „Herr von Schwaben“ in München unterwegs.

In Starnberg musste der 54-Jährige das Feld räumen – vorübergehend, wie er hofft. Auf seinen „Hilferuf“ via Facebook hat er um die 20 Antworten erhalten, die ihm alternative Standortvorschläge unterbreitet haben. Darunter waren auch Nachrichten von im Starnberger Gewerbegebiet ansässigen Unternehmen. Mit welchem Grundstücksbesitzer er handelseinig wird, wird sich in den nächsten Tagen entscheiden. Am liebsten möchte Weidner Starnberg auf seiner Tourenkarte behalten.

Aber unabhängig davon, wie die Standortsuche ausgeht: Auf „Herr von Schwaben“ müssen die Kreisstädter nicht verzichten. Wie schon im Vorjahr wird Weidner auch heuer am Street-Food-Festival in wenigen Wochen auf dem Starnberger Kirchplatz teilnehmen. Der Feldafinger ist in der Stadt kein Unbekannter. Der gelernte Koch und Hotelbetriebswirt hat in den 1990er Jahren fünf Jahre das damals beliebte Szene-Lokal Poeterie in der Angerweide betrieben.

Auf das Abenteuer Food-Truck hat sich Weidner im vergangenen Jahr eingelassen. Er ist Franchisenehmer des in Ulm ansässigen Unternehmens – momentan noch der einzige in Bayern. Die drei anderen „Herr von Schwaben“-Trucks sind, wie der Name verrät, in Schwaben unterwegs. „Im Gebiet entlang der A 7 zwischen Heidenheim und Memmingen“, weiß Weidner. Ihn hat das Konzept sofort überzeugt. Den Truck hat er selbst angeschafft und mit den Insignien des Franchisegebers ausstatten lassen. Die Speisekarte ist für alle Trucks gleich. „Allerdings können wir nach eigenem Gusto was ergänzen oder die Menükomponenten nach Wünschen der Kunden, austauschen.“ Renner sind die Käsespätzle, Fleischküchle und Maultaschen – in dieser Reihenfolge.

Fünf Jahre läuft der Franchisevertrag. Dann könnte eine Verlängerung anstehen oder Weidner macht sich als Food-Trucker selbstständig. „Alles ist möglich. Ich habe nicht bereut, diesen Weg eingeschlagen zu haben“, sagt der erfahrene Gastronom. Ein klassisches Lokal mit festem Standort, kommt für ihn allerdings nicht mehr in Frage. „Da kann man nie einschätzen, wie es laufen wird und ob die Leute auch zu einem kommen“, sagt Weidner, „ich fahre dahin, wo die Menschen sind.“

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