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„Starnberg ist unsere Heimat“

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Alle feierten mit: Das Starnberger Elektrounternehmen Saegmüller wurde dieser Tage 75 Jahre alt. Mit der ganzen Belegschaft feierten der heutige Inhaber Gerd Zanker (Mitte, weißes Hemd) und der frühere Inhaber Hans Saegmüller (links daneben).
Alle feierten mit: Das Starnberger Elektrounternehmen Saegmüller wurde dieser Tage 75 Jahre alt. Mit der ganzen Belegschaft feierten der heutige Inhaber Gerd Zanker (Mitte, weißes Hemd) und der frühere Inhaber Hans Saegmüller (links daneben). Foto: Saemüller © Saemüller

Vom Energiemanagement bis zu „Smart Home“ und Sicherheitstechnik stellt sich das Starnberger Elektrohandwerksunternehmen Saegmüller, eines der größten im Raum München, innovativ auf. Wegweisende Arbeiten in der inzwischen 75-jährigen Firmengeschichte bilden eine stabile Basis.

Starnberg – Chefs prägen ihre Unternehmen. Bei Saegmüller ist die Handschrift des Gründers bis heute zu erkennen. Anlässlich einer Jubiläumsfeier zum 75-jährigen Bestehen des Starnberger Elektrohandwerksunternehmens dieser Tage hat Alleininhaber Gerd Zanker Persönliches in ein munteres Gedicht gefasst. Firmengründer Hans Saegmüller senior habe sich stark an München orientiert. Gerade das Unternehmen Knorr-Bremse sei ihm eine „Herzensangelegenheit“ gewesen: „Auch im hohen Alter war er sich im Klaren: Jeden Morgen will ich in die Knorr-Bremse fahren.“

In der nächsten Generation war das Hauptarbeitsfeld von Hans Saegmüller junior der Landkreis Starnberg: „Jede interessante Adresse verfolgst Du mit besonderem Interesse“, rief ihm Zanker zu. Saegmüller, ein wichtiges Stück Starnberger Wirtschaftsgeschichte, ist auch weit übers lokale Umfeld hinaus zum gefragten Spezialisten geworden. Die Umsätze sind entsprechend, auch wenn Zanker keine genauen Zahlen nennen mag. Die Ertragslage beschrieb er so: Das Unternehmen sei „wirtschaftlich erfolgreich und bankenunabhängig“.

Kunden wie Knorr-Bremse, Pro7 und auch der FC Bayern München stehen für langfristige Beziehungen. Gründe für die Treue sieht Zanker in seit jeher regem Interesse an technisch anspruchsvollen Aufgaben und Innovationen sowie hoher Servicequalität. Großprojekte – wie or Jahrzehnten einmal ein Planetarium in Andechs mit höhenverstellbarem Sternenhimmel – haben die Starnberger schon vor langer Zeit bekannt gemacht und den Weg weit übers traditionelle Bild eines handwerklichen Elektrobetriebs hinaus geebnet.

Gerd Zanker, 54 Jahre alt und „seit vielen Jahren glücklich verheiratet“, hat sich nach seiner Ausbildung seit 1987 bis an die Spitze von Saegmüller emporgearbeitet. Auch dazu ließ er im Gedicht Einblicke zu. Hans Saegmüller senior habe ihn jeden Freitag in sein Büro beordert und nachgebohrt: Für was braucht’s das? Wer hat das bestellt? Haben wir überhaupt noch so viel Geld? Aber schließlich war es soweit: 1998 wurde Zanker Geschäftsführer und 2011 Alleininhaber.

Mit seiner Mannschaft von derzeit 108 Mitarbeitenden aus 13 Nationen setzt er wiederum neue Akzente. Eine breite Aufstellung der Belegschaft mit „Jung und Alt im Gleichgewicht“ mache großes Knowhow in der gesamten Elektrotechnik direkt verfügbar. Alle sollen sich auch als Mitunternehmer verantwortlich fühlen, sagt Zanker. Sehr gute Löhne hält er dabei ebenso für wichtig wie soziales Engagement: „Bei uns wird auch bei Schwächeren hingeschaut und bei Bedarf gehandelt.“ Jahresprämien bringen Erfolgsbeteiligung, Jüngere ergänzen immer wieder das Führungsteam.

Mehr als 400 Lehrlinge hat das Unternehmen in der 75-jährigen Firmengeschichte ausgebildet. Zurzeit sind es 24 Auszubildende, viele weitere hat Saegmüller heuer gewonnen, zwei Plätze sind für September 2022 noch frei. „Es bleibt nichts anders übrig“, meint der Chef: „Wenn man von außen niemand bekommt, müssen wir uns um unseren Nachwuchs selbst kümmern.“

Wie es in Zukunft mit dem Standort ausschaut? Da lässt Gerd Zanker keinen Zweifel zu: „Starnberg ist unsere Heimat, der wir treu bleiben.“

Lorenz Goslich

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