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Jahreshauptversammlung: Jugend als Zugpferd des DAV Starnberg

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Von: Laura Forster

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Das Mure-Problem am Hohenzollernhaus scheint gelöst - vorerst.
Das Mure-Problem am Hohenzollernhaus scheint gelöst - vorerst. © privat

Die DAV-Sektion Starnberg hat harte Jahre hinter sich. Erst der Murenabgang 2019 an einer ihrer Hütten, dann die Pandemie. Mittlerweile kehrt wieder etwas Normalität ins Vereinsleben ein.

Starnberg – Andreas Graser, Vorsitzender der DAV-Sektion Starnberg, ist einfach nur froh, dass heuer eine Jahreshauptversammlung stattfinden und er zumindest einen Teil der Mitglieder wieder persönlich sehen konnte. „Die letzte Versammlung war im Oktober 2019“, sagt Graser. Damals war das durch eine Mure verschüttete Kraftwerk des Hohenzollernhauses in den Ötztaler Alpen, eine der zwei Hütten der Starnberger Sektion, das große Thema. „Das hat uns dieses Jahr Gott sei Dank verschont“, sagt der Vorsitzende im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Die nächste Herausforderung hat jedoch nicht auf sich warten lassen. Nur acht Monate später musste der DAV alle Touren und Veranstaltungen aufgrund der Corona-Pandemie absagen. „Das Vereinsleben lag mehrere Monate brach.“ Die fehlenden Angebote spiegelten sich auch in den Mitgliederzahlen wider. „Normalerweise wachsen wir jedes Jahr zwischen vier und sieben Prozent.“ Zwar sind auch heuer zu den rund 2500 Mitglieder 160 hinzugekommen, aber: „Genauso viele haben uns auch verlassen,“ sagt Graser. Eine Tendenz, die fast alle 358 DAV-Sektionen bemerkt hätten.

Trotz der Pandemie habe der Jugendbereich einen deutlichen Zuwachs gespürt. „Wir mussten zwei neue Jugendgruppen gründen“, sagt der Vorsitzende. Rund 70 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren treffen sich seit Schulbeginn regelmäßig im Vereinsheim. „Es ist wichtig, dass der Gemeinschaftssinn der Kinder und Jugendlichen geprägt wird und sie Verantwortung übernehmen. Das ist für das spätere Klettern im Team das A und O.“ Durch die begeisterten jungen Bergsportler seien auch einige Eltern dem Verein beigetreten. „Man darf die Jugendarbeit als Zugpferd nicht unterschätzen.“

Drei statt 50 Touren - Wenig Übernachtungen in Berghütten

Vor Corona hatte die Sektion rund 50 verschiedene Touren pro Jahr für jedes Niveau angeboten. „Von Klettern über Wandern, es war für jeden was dabei“, sagt der Vorsitzende. Heuer haben erst drei organisierte Touren stattgefunden – das haben auch die Pächter der beiden Hütten der Sektion gemerkt. Die Übernachtungen im Hohenzollernhaus und in der Hörnlehütte bei Bad Kohlgrub sind seit der Pandemie deutlich zurückgegangen. „Vielen haben privat eher kleine Touren gemacht“, sagt Graser. „Außerdem waren die Auflagen sehr streng. Die Belegung wurde stark reduziert.“

Während der Jahreshauptversammlung im Vereinsheim haben die Mitglieder auch einer Erhöhung des Beitrags von 65 auf 69 Euro jährlich zugestimmt. „Das sind Abgaben an den Hauptverband für konkrete Klimaschutzmaßnahmen und den Ausbau digitaler Angebote“, erklärt Graser. Für Familien, Kinder und Jugendliche bleibt der Beitrag gleich.

Auch personell hat sich einiges im DAV Starnberg geändert. Neue Schriftführerin ist Astrid Süßmuth, neuer dritter Vorstand Thomas Criegee, neue Schatzmeisterin Christina Brümmer und neuer Pressereferent Jochen Deutschenbaur. lf

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