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Käfer-Filiale öffnet: Starnberg hat wieder Delikatessenladen

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Von: Laura Forster

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Aus Schindler wird Käfer: Zur Eröffnung gestern Vormittag kamen unter anderem (v.l.) Michael Käfer und Brigitte Irmer, die zuvor mehrere Jahrzehnte das Delikatessengeschäft an der Maximilianstraße betrieb, mit dem neuen Filialleiter Ludwig Oefler und der Stellvertreterin Claudia Gilson.
Aus Schindler wird Käfer: Zur Eröffnung gestern Vormittag kamen unter anderem (v.l.) Michael Käfer und Brigitte Irmer, die zuvor mehrere Jahrzehnte das Delikatessengeschäft an der Maximilianstraße betrieb, mit dem neuen Filialleiter Ludwig Oefler und der Stellvertreterin Claudia Gilson. © andrea jaksch

Nach fast drei Monaten Renovierungsarbeiten hat gestern das neue Delikatessengeschäft an der Maximilianstraße eröffnet. Die Käfer-Gruppe ist in das Haus von Schindler Delikatessen gezogen. Zur großen Feier kam Michael Käfer persönlich.

Starnberg – Rot-weiße Luftballons wehen im Wind, Kellner bahnen sich mit Tabletts voller Proseccogläsern ihren Weg durch die Menge an neugierigen Gästen vorbei, vor dem Haus werden gefrorene, mit Schokolade umhüllte Himbeeren angeboten und im Laden gibt es ein Buffet mit kleinen Häppchen. Die Eröffnung der neuesten Filiale der Münchner Feinkostkette Käfer am Donnerstagvormittag zog Dutzende Interessierte in die Starnberger Maximilianstraße 1.

„Starnberg ist ein interessanter Standort. Das Zielklientel ist vorhanden, trotzdem muss das Geschäft natürlich angenommen werden“, sagt Feinkosthändler und Oktoberfestwirt Michael Käfer. „Wir haben jedoch sehr viel Glück, denn vor uns war bereits mehrere Jahrzehnte ein Laden für Delikatessen in dem Haus beheimatet. Wir hoffen, dass sich die Filiale wieder als Treffpunkt für die Bürger entwickelt. Deshalb bieten wir auch weiterhin ein Bistro mit kleinen Gerichten an.“

300.000 Euro für Renovierung- und Sanierung des neuen Käfer-Ladens an Maximilianstraße

Das Konzept ist zwar geblieben, optisch verändert hat sich jedoch einiges. „Wir haben 300 000 Euro in Sanierungs- und Renovierungsarbeiten investiert“, sagt Marc Eckes, der bei Käfer für die Unternehmensentwicklung zuständig ist und selbst seit sieben Jahren in Berg wohnt. Durch ihn kam auch der Kontakt zu Brigitte Irmer, deren Familie seit 1905 den Feinkostladen Schindler Delikatessen betrieben hat, zustande. „Ich bin hier regelmäßig einkaufen gegangen“, sagt Eckes. „Wir haben immer wieder miteinander geredet, bis Käfer ihr ein Angebot gemacht hat.“ Am Anfang konnte sich Irmer nicht vorstellen, den Familienbetrieb, in dem sie mehr als ein halbes Jahrhundert gearbeitet hat, abzugeben. Da ihr Sohn den Laden jedoch nicht übernehmen wollte, entschied sie sich dafür, das Geschäft an die Käfer-Gruppe zu verkaufen. „Es ist wirklich toll geworden“, sagt Irmer am Eröffnungstag. „Es war die richtige Entscheidung, auch wenn es ein ungewohntes Gefühl ist, nun so viel Freizeit zu haben.“

Sechs der Schindler-Mitarbeiter wurden übernommen. Insgesamt arbeiten zwölf Angestellte in der neuen Feinkostfiliale in Starnberg. Das Sortiment auf der rund 150 Quadratmeter großen Fläche ist eine reduzierte Version des Ladens an der Prinzregentenstraße in München. Neben frischem Brot werden verschiedene Weine, Champagner, Kaviar, Käse und Schokolade angeboten. Nur Fisch gibt es keinen. „In Starnberg haben wir ja einen der besten Fischläden Deutschlands, da wollen wir nicht in Konkurrenz stehen“, sagt Eckes.

Öffnungszeiten der neuen Käfer-Filiale in Starnberg samstags nun bis 16 Uhr - wichtiges Zeichen für Stadt

Geöffnet hat der Laden montags bis freitags von 9 bis 19 Uhr. Samstags wurden die Öffnungszeiten bis 16 Uhr ausgeweitet. „Das ist wirklich toll für die Stadt. Wir hoffen, dass auch andere Läden nachziehen“, sagt Annette von Nordeck von der City Initiative. „Das wäre für die Bürger wirklich wichtig und würde die Maximilianstraße wieder mehr beleben.“

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