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Auf dieser Wiese am Ende der Ludwig straße sollen die Container für die Spielinsel entstehen. Das Thema ist heute Punkt elf auf der Tagesordnung des Bauausschusses.

Spielinsel

Kindergarten-Umzug wird eine enge Sache

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Die Spielinsel-Eltern hoffen, dass bis Anfang September alles geschafft ist. An diesem Donnerstag ist die Interimslösung Thema im Bauausschuss des Stadtrats.

Starnberg – Es pressiert. In seiner heutigen Sitzung (Beginn: 18 Uhr, Schlossberghalle) beschäftigt sich der Bauausschuss des Stadtrats mit einer Interimslösung für die Kindertagesstätte Spielinsel. Die muss nämlich aus ihren angestammten Räumen an der Dinardstraße raus, weil auf dem Areal insgesamt fünf neue Wohnhäuser entstehen sollen (wir berichteten). Bis die Kita in voraussichtlich zwei Jahren in einen der Neubauten wieder einziehen kann, soll sie mit Ende der Sommerferien in Containern an der Ludwigstraße untergebracht werden. Jetzt sind die Eltern in Sorge, dass der ambitionierte Zeitplan ins Stocken geraten könnte. „Wir haben einen großen Termindruck“, sagt die Vorsitzende des Elternbeirats, Tatjana Schulz, im Gespräch mit dem Starnberger Merkur.

Diesen Termindruck haben die Eltern am Dienstag in einem persönlichen Gespräch mit Bürgermeisterin Eva John und anschließend auch in einer Rundmail an die Stadträte erklärt – und dargelegt, welche Schwierigkeiten eine Verzögerung des Umzugs etwa in die Herbstferien mit sich bringen würde.

Da sind zum Einen die Kinder, die mit Beginn des neuen Kindergartenjahres die Spielinsel besuchen. Sie unmittelbar nach der Eingewöhnung in der Dinardstraße wieder an andere Räume zu gewöhnen, könne für die Zwergerl Stress bedeuten, sagt Schulz. Da sind aber auch die Eltern. Sechs Wochen im Jahr ist die Spielinsel geschlossen – genauso lange also, wie der Urlaubsanspruch vieler Berufstätiger ist. Müsse nun wegen eines späteren Umzugs die Kita erneut schließen, stelle das einige Eltern vor große Probleme. „Das können wir uns gar nicht leisten“, sagt die Elternbeiratsvorsitzende. Und zum Dritten sind da die neuen Hortkinder.

Neben zwei Kindergartengruppen bietet die Spielinsel derzeit auch zwölf Hortplätze an. Im Container – und später auch im Neubau – erhöht sich die Hortkapazitat auf 25 Plätze. „In dem Bereich haben wir großen Bedarf“, sagt auch die Bürgermeisterin und verweist bereits auf die entsprechenden Stellenausschreibungen für Erzieher. Aber: Wie können Eltern Zusagen gemacht werden, wenn noch nicht feststeht, ob diese Plätze mit Beginn des neuen Schuljahres auch tatsächlich zur Verfügung stehen?, fragt sich die 2. Vorsitzende des Elternbeirats, Julia Leitner. Die Schuleinschreibung ist bereits am 11. April.

Eva John hat sich nun die Befürchtungen der Eltern angehört – und hofft, dass der Bauausschuss heute grünes Licht gibt. Die Container müssen ausgeschrieben, der Bauantrag für die Anlage beim Landratsamt eingereicht werden – „und wir brauchen dann vom Landratsamt auch eine schnelle Zusage“, sagt die Bürgermeisterin. Dann könnte es noch klappen, das Grundstück bis Ende August so herzurichten, dass mit dem ersten Tag des neuen Kindergartenjahres am 4. September der Betrieb an der Ludwigstraße anläuft. Wobei auch die Bürgermeisterin im Gespräch mit dem Starnberger Merkur zugibt: „Das ist sehr eng getaktet.“ Umso wichtiger sei es, dass nun alle an einem Strang ziehen. Das hoffen auch die Eltern. „Wir setzen voll auf Kooperation“, sagt Tatjana Schulz. „Und wir bitten um Planungssicherheit.“

Rund um den bisherigen Standort zwischen Dinard- und Bahnhofstraße plant ein Bauträger fünf Wohngebäude samt gemeinsamer Tiefgarage. Für die Spielinsel sind in einem Gebäude 500 Quadratmeter Nutzfläche vorgesehen, die mehr nach Süden und Osten ausgerichtet sind und nicht mehr nach Norden. Die Zusammenarbeit mit dem Bauwerber sei sehr gut, sagt John. Die Spielinsel könne so lange bleiben wie nötig – „und wir dürfen auch als Erste wieder rein.“

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