Im Fokus: Kira Weidle vom Ski-Club Starnberg wartet noch immer auf ihren dritten Podiumsplatz im Weltcup. Am Freitag fehlten ihr dazu nur 0,07 Sekunden. Miguel Medina/AFP
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Im Fokus: Kira Weidle vom Ski-Club Starnberg wartet noch immer auf ihren dritten Podiumsplatz im Weltcup. Am Freitag fehlten ihr dazu nur 0,07 Sekunden.

Ski-Weltcup

Kira Weidle fehlen nur sieben Hundertstel zum Podium

  • Michael Baumgärtner
    vonMichael Baumgärtner
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Es hat nicht sollen sein: Denkbar knapp verpasste Kira Weidle am Freitag bei der Weltcup-Abfahrt in Val di Fassa einen Podestplatz. Die 25-jährige Skirennläuferin aus Starnberg landete auf dem undankbaren vierten Platz.

Starnberg – Es wäre nach den beiden dritten Plätzen vor zwei Jahren in Lake Louise und Garmisch-Partenkirchen ihr dritter Podiumsrang in ihrer Weltcup-Karriere gewesen. Doch ein Wimpernschlag verhinderte, dass Kira Weidle bei der Abfahrt am Freitag im Fassatal erneut Platz drei belegte. Mit Startnummer drei war die Starnbergerin, die vor zwei Wochen sensationell Abfahrts-Silber bei der Weltmeisterschaft in Cortina d’Ampezzo geholt hatte, ins Rennen gegangen. 0,31 Sekunden hinter der bis dahin führenden Österreicherin Ramona Siebenhofer kam sie ins Ziel. Dann wurde sie von der Schweizerin Corinne Suter auf Rang drei verdrängt – und ab jetzt begann für Weidle das große Bangen, ob ihre knapp eineinhalb Minuten lange Fahrt für einen Platz auf dem Treppchen reichen würde. Ihre Hoffnungen zerstörte schließlich Lara Gut-Behrami. Die Doppel-Weltmeisterin aus der Schweiz fuhr Bestzeit, holte sich ihren insgesamt 31. Sieg und übernahm damit die Führung im Gesamtweltcup. Weidle musste sich mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben, mit nur 0,07 Sekunden Rückstand auf Sutter – das sind umgerechnet knapp zwei Meter auf der insgesamt 2350 Meter langen Strecke.

Deswegen ärgerte sich die Starnbergerin, die aber nur 0,33 Sekunden Rückstand auf Siegerin Gut-Behrami hatte, auch ein klein wenig. Als „okay, aber ausbaufähig“ beschrieb sie ihren Lauf. Damit meinte sie vor allem die kleinen Fehler, die ihr auf der mit vielen Schlägen versehenen Piste „La Volata“ unterlaufen waren. „Es ist unheimlich schwer, den Grad zu finden, zu attackieren und trotzdem die Schläge zu vermeiden“, berichtete Weidle in der ARD. „Das ist mir manchmal gut gelungen und manchmal nicht so.“ Bei der zweiten Abfahrt am Samstag (11 Uhr/ARD-Stream und Eurosport) will die 25-Jährige vom Ski-Club Starnberg „das Unruhige“ besser meistern. „Da ist auf jeden Fall noch was drin für morgen“, sagte sie.

Zumindest in einem Punkt war Kira Weidle am Freitag die Nummer eins. Auf dem finalen Gleitstück im Schlussteil der Strecke war sie die schnellste Fahrerin des gesamten Starterfeldes. An ihre 128,31 km/h kam keine Konkurrentin heran. Das Material läuft also – wie schon bei ihrem WM-Silbercoup. Und das gibt Weidle Hoffnung auf den dritten Podiumsplatz in ihrer Weltcup-Karriere – oder sogar auf ihren ersten Sieg.

Stand im Weltcup

Abfahrt (nach sechs von acht Rennnen): 1. Sofia Goggia (Italien) 480 Punkte, 2. Corinne Suter (Schweiz) 330, 2. Breezy Johnson (USA) 330, 4. Lara Gut-Behrami (Schweiz) 283, 5. Ester Ledecka (Tschechien) 206, 6. Kira Weidle (Starnberg) 205, 7. Tamara Tippler (Österreich) 187, 8. Elena Curtoni 180, 9. Laura Pirovano (beide Italien) 175, 10. Ramona Siebenhofer (Österreich) 144

Gesamtweltcup (nach 23 von 33 Wettbewerben): 1. Lara Gut-Behrami (Schweiz) 1047 Punkte, 2. Petra Vlhova (Slowakei) 1018, 3. Michelle Gisin (Schweiz) 836, 4. Marta Bassino 743, 5. Sofia Goggia 740, 6. Federica Brignone (alle Italien) 651, 7. Mikaela Shiffrin (USA) 615, 8. Corinne Suter (Schweiz) 595, 9. Katharina Liensberger (Österreich) 497, 10. Ester Ledecka (Tschechien) 453, ... 18. Kira Weidle (Starnberg) 249

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