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Wegen ihrer Rückenverletzung musste Kira Weidle einen Monat lang pausieren. Erst seit seit vier Wochen steht die Starnbergerin wieder auf Skiern. Für die kommende Weltcupsaison ist sie dennoch zuversichtlich.  

Ski Alpin

Kira Weidle peilt ersten Weltcup-Sieg an

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Genau einen Monat hat Kira Weidle noch Zeit, um für ihre vierte Weltcup-Saison topfit zu werden. Am 6. Dezember steht für die 23-jährige Starnbergerin in Lake Louise das erste Abfahrtsrennen an. Ihr großes Ziel für diesen Skiwinter: der erste Weltcup-Sieg.

Starnberg – Am Nikolaustag wird es ernst für Kira Weidle. Am 6. Dezember startet die Starnberger Skirennläuferin in die Weltcupsaison – ihre mittlerweile bereits vierte. In Lake Louise (Kanada) steht die erste Abfahrt des Winters auf dem Programm. Dort gelang ihr im vergangenen Jahr auch der Durchbruch, als sie erstmals in ihrer Karriere als Dritte aufs Podest fuhr und damit für eine kleine Sensation sorgte. Dass dies keine Eintagsfliege war, bestätigte sie mit einem weiteren dritten Rang in Garmisch-Partenkirchen und mehreren Top-Ten-Plätzen. Am Ende der Saison landete die 23-jährige Starnbergerin in der Weltcupwertung auf Platz fünf und war damit beste Deutsche Abfahrerin.

Dass Weidle überhaupt in Lake Louise an den Start gehen kann, stand bis vor ein paar Wochen noch in den Sternen. Eine rätselhafte Rückenverletzung setzte sie außer Gefecht. Sie musste Mitte September sogar das Trainingslager in Chile abbrechen und nach Hause fliegen. „Die Schmerzen waren einfach zu groß. Einen Monat lang konnte ich nicht Skifahren“, sagt die Athletin vom Skiclub Starnberg im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Ihr Tagesablauf bestand aus Besuchen bei Ärzten, Osteopathen und Physiotherapeuten. „Was es genau war, kann immer noch niemand sagen. Irgendwas war wohl entzündet“, erzählt Weidle. „Wahrscheinlich ist das Ende Juli beim Krafttraining passiert.“ Mittlerweile ist sie „wieder zu 100 Prozent schmerzfrei“ und steht seit vier Wochen wieder auf Skiern. Am kommenden Montag fliegt sie zum Vorbereitungslehrgang in die USA. Und obwohl ihr durch die Verletzung rund die Hälfte an Trainingstagen auf Schnee fehlen („Ich habe gerade mal 20 Skitage“), sagt sie: „Kein Stress, es läuft schon wieder super, und auch die Trainer sind zufrieden. Bis zum Saisonstart ist noch genug Zeit.“

In den neuen Rennwinter geht Kira Weidle wie immer mit einer großen Portion Lockerheit, aber auch mit gesundem Ehrgeiz. Einerseits hat sich die Stabsunteroffizierin bei der Sportfördergruppe der Bundeswehr zum Ziel gesetzt, die Resultate vom vergangenen Winter zu bestätigen. „Wieder regelmäßig in die Top Ten fahren, das wäre schon mal gut“, sagt die 23-Jährige. Aber andererseits liebäugelt sie damit, auch einmal ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. „Der erste Weltcupsieg steht an“, sagt sie selbstbewusst und lächelt dabei verschmitzt. Und ganz wichtig ist ihr, ihre Resultate im Super-G zu verbessern. „Da will ich auch endlich was reißen.“ Bislang lief es in dieser Disziplin weniger erfolgreich, „obwohl ich das Können dazu ja habe. Aber ich hatte da letztes Jahr auch oft Pech“. Zumindest für das Weltcupfinale (16. bis 22. März in Cortina d’Ampezzo) der besten 25 Super-G-Fahrerinnen will sie sich in dieser Saison, in der kein Großereignis ansteht, qualifizieren.

Weidles Weltcup-Kalender

3. bis 8. Dezember Lake Louise/Kanada (Abfahrt, Super-G); 15./16. Dezember St. Moritz/Schweiz (Super-G); 19. bis 22. Dezember Val d’Isere/Frankreich (Abfahrt, Super-G); 9 bis 12. Januar Altemarkt Zauchensee/Österreich (Abfahrt, Super-G); 23 bis 26. Januar Bansko/Bulgarien (Abfahrt, Super-G); 29. Januar bis 2. Februar Rosa Khutor/Russland (Abfahrt, Super-G); 6. bis 9. Februar Garmisch-Partenkirchen (Abfahrt, Super-G); 20. bis 23. Februar Crans Montana/Schweiz (Abfahrt, Super-G); 29. Februar/1. März La Thuille/Italien (Super-G); 16. bis 22. März Cortina d’Ampezzo/Italien (Weltcupfinale)

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