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Starnberg aus der Luft: Nach Meinung der Stadtspitze gibt es viel zu tun, um die Lebensqualität zu wahren und zu verbessern.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK)

Der Masterplan für die Innenstadt

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Für die Stadtspitze ist es ein Meilenstein bei der weiteren Entwicklung Starnbergs. Nächsten Monat soll das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) beschlossen werden

Wie entwickelt sich der Einzelhandel in Starnberg? Was geschieht rund um den Bahnhof Nord? Welche Verbesserungen kann man Fußgängern, Radfahrern und Behinderten anbieten? Welche innerstädtischen Straßen sollen zu Sanierungsgebieten werden, in denen aufgeräumt und aufgehübscht wird? Wie lässt sich der Georgenbach als Stadtbach noch besser erlebbar machen? Und was wird aus dem Seeuferbereich?

Es sind Fragen wie diese, die in den vergangenen Jahren in 14 öffentlichen Workshops und mehreren einzelnen Konzepten erörtert wurden und jetzt in dem dicken Papier namens ISEK zusammengefasst sind. „Für jede Gemeinde muss es Ziel sein, den Innenstadtbereich lebendig zu gestalten“, sagte Stadtbaumeister Stephan Weinl am Montagabend im Stadtrat. Dazu diene das ISEK, quasi ein Masterplan für die Innenstadt. Und genau da gebe es auch Bedarf in Starnberg.

Kaufkraftabfluss in der Innenstadt

„Wir erleben einen Kaufkraftabfluss in der Innenstadt“, erklärte Weinl. Um eine daraus im schlimmsten Fall folgende Abwertung des Bereichs und mögliche Leerstände zu verhindern, müsse die Qualität rund um den Kirchplatz angehoben werden. Gleichzeitig biete das Areal rund um den Bahnhof Nord großes Entwicklungspotenzial. In einer Rathausvorlage ist davon die Rede, den Bereich zwischen S- und Busbahnhof als „Stadteingang“ zu gestalten. Weinl: „Das dient auch der Ergänzung und Mobilisierung der Innenstadt.“

Zweiter wichtiger Aspekt des ISEK: Es ist die Voraussetzung dafür, staatliche Fördermittel abzugreifen. „Die sind nur abrufbar für Maßnahmen, die innerhalb der festgelegten Gebiete liegen. Und wir wären ja dumm, wenn wir das nicht machen würden“, sagte Weinl und nannte als Beispiel die Sanierung der Rheinlandstraße.

Dennoch wollten die Stadträte am Montag kein grünes Licht geben. Wie schon im Bauausschuss am vergangenen Donnerstag, so hat auch der Stadtrat keinen Beschluss zum ISEK gefasst. Zu umfangreich seien die Pläne, zu weitreichend mögliche Konsequenzen, hieß es. Einen Monat haben sie jetzt Zeit, den Plan in den Fraktionen zu diskutieren, im November soll über ISEK entschieden werden. CSU-Chef Stefan Frey: „Das Thema ist nicht nur komplex, sondern auch sehr weitreichend.“ Einzelne Maßnahmen würden mit dem ISEK nicht beschlossen, entgegneten Bürgermeisterin Eva John und Stadtbaumeister Weinl unisono.

Stadtrat will künftig mehr mitreden

Ohnehin hat sich der Stadtrat am Montag weitreichende Kompetenzen in Bauangelegenheiten gesichert. Gegen die Stimmen von WPS, BMS und FDP verabschiedete er einen Antrag von Frey, wonach John unter anderem „eine komplette Übersicht über sämtliche derzeit laufenden, in Planung befindlichen und künftig geplanten Bauvorhaben der Stadt“ vorlegen muss. Darüber hinaus darf die Bürgermeisterin keine weiteren Bauvorhaben ohne Zustimmung des zuständigen Gremiums ausführen.

Während Frey und Fraktionskollege Ludwig Jägerhuber davon sprachen, damit „die Entscheidungshoheit des Rates zu wahren“, befürchteten Markus Mooser (WPS) und Iris Ziebart (FDP) weiteren Stillstand: „Die neue Richtung ist: aussitzen und sich Vorteile verschaffen bis zur nächsten Wahl“, sagte Mooser.

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