Alles neu mit neuen Medien und sogar Blumen: Simona Kriest ist Filialleiterin des Starnberger McDonald’s. Die Umbauarbeiten des Schnellrestaurants sind fast abgeschlossen, nur auf der Terrasse herrscht noch Baustelle. Foto: svj

Schiffs-Optik ade!

Starnberg - Die Planungen für den Tunnel beeinflussen in Starnberg sogar McDonald’s. Das Lokal in der Kreisstadt ist mit seinem Umbau zu einem der Vorreiter in der Fast-Food-Kette geworden.

Vorbei ist’s mit der Schiffs-Optik, die ein hiesiger Architekt zu Beginn für McDonald’s in Starnberg gewählt hatte. Das war lange vor der Zeit des heutigen Lizenznehmers Michael E. Heinritzi, der das Restaurant jetzt umgegebaut hat. Statt Wasser-Atmosphäre gibt’s nun Holz und Stein: „Wood & Stone“ heißt das neue Design, von dem sich der Chef Gemütlichkeit verspricht - samt Chesterfield-Sofa.

Heinritzi ist der größte europäische Lizenznehmer von McDonald’s. 43 Restaurants der Kette betreibt er, darunter das in Starnberg. In sieben Jahren hat er praktisch alle seine Lokale renoviert - für annähernd 30 Millionen Euro. Starnberg war spät an der Reihe. Als Grund nennt der Chef langwierige Verhandlungen für die Baugenehmigung, ausgelöst durch notwendige Grundstücksabtretungen für den B-2 Tunnel.

Rund 750 000 Euro hat der Umbau in Starnberg laut Heinritzi gekostet. Trotzdem ist nicht viel mehr Platz als bisher. Auf die Terrasse wollten die Gäste nicht verzichten, sagt Heinritzi, und Obergeschosse seien nicht sehr beliebt. Relativ klein fällt aus Raumgründen auch ein neues McCafé aus.

Dafür gehört das Starnberger Lokal mit seinen 35 Mitarbeitern in mancher Hinsicht zu den Vorreitern. So etwa mit iPads für kostenloses Internetsurfen oder „Orderphones“, die - neben normalen Kassen - Bestellungen elektronisch, bargeldlos und vielleicht sogar ohne Wartezeiten zulassen. Die McDrive-Spur wurde im Radius verbreitert, so dass sie auch für größere Fahrzeuge besser geeignet ist, und mit moderner Kommunikations- und Bestelltechnik ausgestattet. Falls der Tunnel gebaut wird, ist eine weitere Anpassung der Spur vorgesehen, außerdem eine neue Zufahrt. Heinritzi sorgt sich ein wenig, dass das Restaurant dann von der B2 aus nicht mehr so gut zu sehen sein wird. Auf der anderen Seite würde die Neugestaltung der Straßen rund um den Tunnelbau die schwierige Verkehrssituation verbessern.

Heinritzi, der aus Dietramszell (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) stammt, hat vor 32 Jahren mit seinem ersten McDonald’s-Lokal in Rosenheim angefangen. Das Jahr 2014 werde sein erfolgreichstes werden, sagt er. Der Umsatz seiner Gruppe werde voraussichtlich um vier Prozent auf etwa 120 Millionen Euro zunehmen. Diese gute Entwicklung gilt zurzeit nicht für alle Teile von McDonald’s. Deutschland-Chef Holger Beeck wird das mit Interesse verfolgen. Er wohnt am Starnberger See.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Feuerwehr leert Waschmaschine
Wegen einer Waschmaschine rückte die Feuerwehr Traubing am Dienstagabend aus - und barg auch Wäsche.
Feuerwehr leert Waschmaschine
Pakete an der Autobahn abgeben
Pakete auf dem Weg zur Arbeit abgeben - das geht künftig in Höhenrain, und zwar an beiden Raststätten. 
Pakete an der Autobahn abgeben
Tier-Drama in Starnberg: „Rox“ in Kälte und Dunkelheit am Tierheim ausgesetzt
Ein alter Schäferhund wurde nachts vor dem Starnberger Tierheim angebunden. Während es dem bisherigen Frauchen womöglich das Herz zerrissen hat, findet Tierheimleiterin …
Tier-Drama in Starnberg: „Rox“ in Kälte und Dunkelheit am Tierheim ausgesetzt
Das Ringen um die Zukunft des Mühlbergs
Bewahren, verdichten oder entwickeln? Der Bauausschuss des Stadtrats hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit der Zukunft des Mühlbergs beschäftigt. Eine beauftragte …
Das Ringen um die Zukunft des Mühlbergs

Kommentare