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Das TU-Segelclubgelände, fotogfrafiert vom Steg des Steininger Grundstücks aus, war ein Ziel der Motorendiebe.

Polizei sucht Zeugen

Schon vier Fälle: Motorendiebe schlagen wieder zu

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Am Starnberger See gibt es eine neue Serie von Außenbordmotor-Diebstählen. Ziel waren diesmal der Universitäts-Sportclub München und der Münchner Yacht-Club. Die Polizei bittet alle Bootsbesitzer, aufmerksam zu sein.

Starnberg – „Sie sind wahrscheinlich schon auf und davon“, bedauert Klaus Sarzio, Abteilungsleiter beim Universitäts-Sportclub München. Dem Sportclub wurden in den der Nacht von Sonntag auf Montag gleich drei Außenbordmotoren gestohlen. Dem Münchner Yacht-Club an der Possenhofener Straße einer.

Sarzio ist Leiter der Abteilung Segeln. Er ärgert sich aufrichtig. Das Schlauchboot seiner Abteilung war gerade in der Herbstwartung und sollte dieser Tage aus dem Wasser geholt werden. Dabei weiß Sarzio ganz genau, wie begehrt Motorbootzubehör ist. „Vor zwei Jahren haben sie in Seeshaupt sogar ein ganzes Motorboot mitgenommen.“ Sobald er die Nachricht von dem Diebstahl hatte, hat er deshalb über den Bayerischen Seglerverband eine Rundmail losschicken lassen. „Damit die anderen gewarnt sind.“

Der Schaden ist nicht unerheblich. Die drei Motoren, die dem Sportclub gestohlen wurden haben jeweils mindestens 40 PS. Sarzio schätzt, dass er für einen neuen Motor etwa 6000 Euor bezahlen muss. Da macht es auch keinen Unterschied, dass der gestohlene Motor des Segelclubs schon ein älteres Modell war. „Weg ist weg“, sagt Sarzio und staunt doch über das Vorgehen der Diebe.

Denn sie haben zwei Schlauchboote des Segelclubs vom Wasser an den Steg gebracht. „Die kann man einigermaße leicht bewegen“, sagt er. Natürlich seien alle Boote versperrt gewesen, aber mit Paddeln seien sie auf dem Wasser trotzdem leicht von A nach B gebracht. Keine große Kunst, umso mehr sei dies aber der Abtransport der Motoren, die 70 Kilo und aufwärts wiegen. „Da braucht man wenigstens zwei kräftige Männer, vielleicht sogar drei“, weiß der Abteilungsleiter. Bei drei dieser großen Motoren muss folglich auch ein größeres Fahrzeug zum Abtransport bereit gestanden sein. Die Polizei vermutet einen Transporter oder sogar einen Lkw. Es musste ja auch noch ein vierter Motor draufpassen, der beim Münchner Yacht-Club entwendet wurde.

Sowohl das eine als auch das andere Gelände ist versperrt. „Aber wenn man frech ist und das Wasser nicht so hoch ist, kann man vom Badegelände nebenan leicht draufspazieren“, sagt Sarzio. Beim Yacht-Club seien die Verhältnisse ähnlich. Der Abteilungsleiter glaubt nicht, dass die Motoren im Umkreis angeboten werden. „Man müsste halt viel schneller reagieren können, dann fällt so eine Ladung vielleicht auf.“ Umso mehr hofft er, dass andere Segelschulen und Bootsbesitzer vorgewarnt sind. Vor einigen Jahren hatte es schon einmal eine Serie von Außenbordmotor-Diebstahlen am Starnberger und Ammersee gegeben.

Allein die vier nun gestohlenen Außenbordmotoren haben einen Wert von insgesamt 21 000 Euro. Der Sachschaden, der darüber hinaus verursacht worden ist, beträgt etwa 3000 Euro. Auch die Polizei warnt und empfiehlt Bootsbesitzern, deren Boote noch im Wasser leigen, die Motoren abzubauen oder sicher zu verwahren. Um Hinweise auf die Diebstähle in der Nacht auf Montag wird unter z (0 81 51) 36 40 gebeten.

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