Eine neue Einheit: die Petersbrunner Kapelle St. Peter und das Habdank-Mahnmal, das an den Todesmarsch der KZ-Häftlinge Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert.

Mehr Würde fürs KZ-Marsch-Denkmal

Starnberg - Das Mahnmal für den Todesmarsch der KZ-Häftlinge durchs Würmtal in Petersbrunn ist umgezogen. Weiter südlich, nahe an der Kapelle St. Peter, erhofft sich die Stadt mehr Ruhe und damit mehr Würde.

Ende vergangenen Jahres war dem damaligen Rathauschef Ferdinand Pfaffinger der Kragen geplatzt. Er schrieb einen harschen Brief an den Eigentümer des Areals, auf dem das Todesmarsch-Mahnmal des Künstlers Walter Habdank (1930-2001) damals stand. Auslöser waren die Holzarbeiten rundherum, die nach Meinung des Rathauses die Würde des Ortes beeinträchtigten. Immer wieder wurde rund um das Mahnmal gearbeitet. Nur: Nachdem das Mahnmal auf Privatgrund stand, konnte die Stadt nicht viel machen.

Das Holz lagert dort immer noch, das Mahnmal ist inzwischen weiter nach Süden auf städtischen Grund gezogen. Wie Stadtsprecher Karl Heinz Springer auf Anfrage sagte, ist das Denkmal in Richtung Kapelle verschoben worden. Wegen einer Fehleinschätzung des Untergrunds sei das nicht früher passiert. „Man war bislang davon ausgegangen, dass unterirdische Einbauten des Wasserwerks viel ausgedehnter sind“, sagte Springer. Dem sei aber nicht so - deshalb habe man den Umzug veranlasst.

Springer zeigte Verständnis für den Eigentümer des benachbarten Walds. „Er braucht einen Platz, wo er das Holz zwischenlagern kann.“ Nicht zuletzt sei die Stadt damals froh gewesen, dass sie das Mahnmal auf der privaten Fläche aufstellen konnte.

Der etwa acht Tonnen schwere Stein mit einer Inschrift aus dem Buch Jesaja wurde mit Einverständnis von Habdanks Witwe verschoben. Noch steht er ein wenig verloren neben der Kapelle. Demnächst soll laut Springer die Flächen rundherum aufgekiest werden, um einen Parkplatz für interessierte Mahnmal- und Kapellenbesucher zu schaffen. Es handelt sich um einen besonderen Ort: Die Kapelle aus dem Jahr 1513 steht über einer Quelle, deren Wasser als heilkräftig galt. Sie ist Sankt Peter geweiht und gehört der Stadt.

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