1. Startseite
  2. Lokales
  3. Starnberg
  4. Starnberg

Fragen zur Pflege? Hier gibt’s Antworten - Neuer Pflegestützpunkt für Landkreisbürger

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Laura Forster

Kommentare

Kostenlose Unterstützung bei Angelegenheiten rund um das Thema Pflege bietet seit Anfang Januar das Team des neuen Pflegestützpunktes in Starnberg: die Mitarbeiterinnen Annette Schubert (l.) und Henrike Pott sowie Leiter Marcus Effertz (2.v.l.) mit Landrat Stefan Frey (2.v.r.) und Fachbereichsleiter Sozialwesen, Friedrich Büttner.
Kostenlose Unterstützung bei Angelegenheiten rund um das Thema Pflege bietet seit Anfang Januar das Team des neuen Pflegestützpunktes in Starnberg: die Mitarbeiterinnen Annette Schubert (l.) und Henrike Pott sowie Leiter Marcus Effertz (2.v.l.) mit Landrat Stefan Frey (2.v.r.) und Fachbereichsleiter Sozialwesen, Friedrich Büttner. © Andrea Jaksch

Der Startschuss für den ersten Pflegestützpunkt im Landkreis ist gefallen. Pflegebedürftige und Angehörige können sich künftig in der Moosstraße 18b professionelle und kostenlose Unterstützung holen.

Landkreis – Der Vater oder die Ehefrau erleidet einen Schlaganfall, ist von heute auf morgen pflegebedürftig, und man selbst weiß nicht, was zu tun ist. „Die meisten beschäftigen sich erst mit dem Thema Pflege, wenn jemand im näheren Umfeld betroffen ist“, sagte Landrat Stefan Frey gestern Vormittag bei einem Pressetermin zur Vorstellung des neuen Pflegestützpunktes. „Oft muss dann alles sehr schnell gehen. Mit dem neuen Beratungsangebot sollen die Bürger aufgefangen und es soll ihnen geholfen werden.“

Ende November hatten die beteiligten Träger den Grundstein für den Stützpunkt gelegt, AOK-Direktor Maximilan Georg, Bezirkstagspräsident Josef Mederer und Landrat Frey unterschrieben den Vertrag im Landratsamt. Das Ziel der neuen Einrichtung: den Fokus stärker auf die Pflege legen. „Rund 14 000 Bürger im Landkreis sind über 80 Jahre alt“, so Frey. „Das Thema wird immer wichtiger.“ Umso mehr freute es den Landrat, dass der Stützpunkt schon rund einen Monat später, Anfang Januar, in der vierten Etage im Gebäude Moosstraße 18b eröffnen konnte. Dort ist seit einigen Wochen der soziale Kern des Landratsamtes mit Rentner- und Schuldnerberatung, der Fachstelle für Senioren und dem Behindertenbeauftragten untergebracht.

Professionelle Mitarbeiter beraten Pflegebedürftige und Angehörige

Leiter des neuen Pflegestützpunktes ist Marcus Effertz (54). „Mit ihm haben wir den richtigen Mann eingestellt. Er hat jahrelange Erfahrung“, sagte Friedrich Büttner, Leiter des Fachbereichs Sozialwesen im Landratsamt. Neben der Arbeit als Krankenpfleger war Effertz auch in der Wirtschaft tätig. Mit seinen Mitarbeiterinnen Annette Schubert (51), Sozialversicherungskauffrau und Pflegeberaterin, und Henrike Pott (31), die ein duales Pflegestudium absolviert hat, hat Effertz professionelle Unterstützung an seiner Seite. „Uns war es wichtig, eine zentrale, umfassende, unabhängige und kostenlose Anlaufstelle im Landkreis zu schaffen“, sagte Effertz. Jeder, der Fragen rund um das Thema Pflege hat, kann sich unter (08151) 148 77 733 oder per E-Mail (pflegestuetzpunkt@lra-starnberg.de) an den Stützpunkt wenden.

„Nach einem ersten telefonischen Gespräch vereinbaren wir entweder einen Termin in den Räumen an der Moosstraße oder wir kommen die Hilfesuchenden besuchen und verschaffen uns einen Überblick“, erklärte Effertz. Die Mitarbeiter der Beratungsstelle unterstützen beim Stellen von Anträgen oder bei der Suche nach Pflegediensten und Einrichtungsplätzen. Je nach Bedarf helfen sie den Bürgern mehr oder weniger. „Wir sind jedoch keine Dienstleister. Wir kommen nicht vorbei und helfen beim waschen oder kochen“, stellte Effertz klar.

Landkreis will Pflegeplatzbörse schaffen

Der Pflegestützpunkt soll die 33 ambulanten Pflegedienste, 14 Pflegeheime und fünf Intensivpflegeeinrichtungen im Landkreis verbinden und den Austausch fördern. „Ziel ist es auch, eine Pflegeplatzbörse zu schaffen“, sagte Büttner. Dafür sei die Mitarbeit der Einrichtungen jedoch dringend notwendig. „Leider werden derzeit nur unzuverlässig freie Plätze gemeldet. Wir hoffen jedoch, dass sich das noch ändert.“

Rund 15 Bürgern konnte der Pflegestützpunkt, der den Landkreis rund 35 000 Euro im Jahr kostet, bereits helfen. „Die meisten haben nach Infos zu Altenheimen, Pflegediensten oder Essen auf Rädern gefragt“, sagte Effertz. „Die Erfahrung anderer Landkreise zeigt, dass der Stützpunkt mit der Zeit immer gefragter wird.“ lf

Auch interessant

Kommentare