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Mit charmantem Lächeln genießt Klaus Voormann den Applaus des Vernissage-Publikums. 

Der fünfte Beatle

Der „Revolver“-Mann und die Beatles: Ausstellung mit Klaus Voormann

Die neue Ausstellung der Reihe „nah - fern“ in der Schalterhalle des historischen Bahnhof See beschäftigt sich mit Klaus Voormann und seinem legendären Beatles-Plattencover „Revolver“. 

Starnberg Roter Teppich, eine Traube von Menschen vor dem Bahnhofsgebäude, dichtes Gedränge in der ehemaligen Gepäckhalle. Was ist los? Klaus Voormann ist da, der fünfte Beatle. Der 79-jährige Musiker und Grafiker lebt in Tutzing, hat mit der Gestaltung des Covers für die LP „Revolver“, das er 1966 für die Beatles entwarf, Pop-Geschichte geschrieben und er hat seitdem unzählige Revolver-Cover signiert. Wie viele, weiß er nicht. Nach der Eröffnung der 35. Ausstellung im Rahmen der Reihe „nah – fern“ zückt er seinen Federstift, den er in einem großen Lederbeutel aufbewahrt und schreibt in großen Lettern immer wieder seinen Namen auf mitgebrachte Plattenhüllen oder auf das Vorsatzpapier seines jüngst erschienenen Buches „Revolver – 50. birth of an icon“. Die Leute stehen Schlange.

Die Ausstellung ist also schon zur Vernissage ein Hit. Noch dazu, da die Pianistin Masako Ohta mit Beatles-Songs für Stimmung sorgt, die sie neu mit virtuosen Improvisationen interpretiert. Annette Kienzle und die drei Kuratorinnen der Ausstellungsreihe hatten wegen privater Beziehungen Klaus Voormann dafür gewinnen können, erstmals im Landkreis seine als Grafic-Novel konzipierte Entstehungsgeschichte des legendären Beatle-Albums zu zeigen.

Der Startschuss für das Revolver-Cover fiel 1966 am Telefon. Voormann musste wohl oder über aus der Badewanne steigen, weil es geklingelt hatte. „Das war grausam“, erzählte er. Am Apparat war John Lennon, der ihn um einen Cover-Entwurf bat. Er hatte völlig freie Hand. Das Cover sollte zwar schön bunt werden, aber dann waren die Bleistiftzeichnungen, Entwürfe, die er George Harrison zeigte, schon perfekt.

Im Vernissage-Gespräch stellte Voormann klar, dass der Titel Revolver „nichts mit der Waffe zu tun hat, sondern damit, dass sich alles dreht“. Honorar habe es damals nicht viel gegeben. Nur 40 Pfund, schließlich spielten die Beatles noch im Kaiserkeller in Hamburg. Die Erfolgsgeschichte fing 1967 an, als das Cover mit dem Grammy ausgezeichnet wurde. Voormann wurde Grafiker für zahlreiche Pop-Bands.

Mit George und John hat er weiterhin zusammengearbeitet, auch mit Yoko Ono. George wurde ihm ein Freund und Ringo dankte ihm für das nun vorliegende Buch mit den Worten: „Es hat so viele großartige Erinnerungen zurückgebracht.“

„remember revolver“ ist in der Schalterhalle des historischen Bahnhofs See in Starnberg zu sehen – bis 12. November, ab 16 Uhr ist dann Finissage.     Astrid Amelungse-Kurth

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