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Organisieren die erste Starnberger Schul-Olympiade: Peter Lietzenmaier (l.) und Winfried Wobbe.

Hallenwettbewerb

Ring frei zur ersten Schul-Olympiade

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Etwa 650 Schüler sind von dieser Woche an bei der ersten Starnberger Schul-Olympiade dabei. Im Sportunterricht messen sie sich in bis zu sieben verschiedenen Sportarten.

Starnberg – Wer sagt eigentlich, dass es immer Fußball sein muss? Diese Frage treibt Sportreferent Winfried Wobbe und seinen Mitstreiter Peter Lietzenmaier schon seit Monaten um. Seit vergangenem Herbst haben sie an einem Konzept gearbeitet, die Sportarten jenseits des Fußballs mehr in den Fokus zu rücken (wir berichteten). Es scheint, als ob sie Erfolg haben.

Denn am morgigen Donnerstag startet in der FT-Halle die 1. Starnberger Schul-Olympiade. Mit dabei sind sechs Schulen (die Grundschulen Starnberg, Percha und Söcking, die Mittelschule Starnberg, das Gymnasium Starnberg und das Landschulheim Kempfenhausen) sowie vier Vereine (der TSV Starnberg, der SC Percha, der SV Söcking und der Münchener Ruder- und Segel-Verein), die insgesamt sieben Sportarten präsentieren (Tischtennis, Tennis, Tanzen, Rudern, Football, Fechten und die brasilianische Kampfsportart Capoeira).

Übungsleiter der jeweiligen Vereine werden in den Wochen bis zu den Pfingstferien die Schulen besuchen und im Sportunterricht ein Zirkeltraining ausrichten, bei dem mindestens fünf dieser Sportarten geübt werden. Insgesamt 650 Erst- bis Sechstklässler nehmen daran teil.

Anfängliches Bauchgrimmen schnell verflogen

„Das läuft wesentlich besser als gedacht“, gibt Lietzenmaier im Gespräch mit dem Starnberger Merkur zu. „Am Anfang hatte ich schon Bauchgrimmen, aber das ist jetzt weg.“ Ganz im Gegenteil: Bei den Schulen habe man offene Türen entdeckt, und die Vereine seien regelrecht euphorisiert.

Er und Wobbe hoffen, dass die Aktion für alle Beteiligten zu einem Erfolg wird: für die Schüler, weil sie Sportarten entdecken, von denen sie vorher vielleicht noch nie gehört haben. Für die Vereine, weil sie talentierten Nachwuchs für ihre Abteilungen finden können. Und nicht zuletzt für die Schulen, weil der Unterricht durch Sportarten aufgelockert wird, die ansonsten nicht im normalen Lehrplan stehen. „Das ist auch der Grund, warum wir Volleyball und Basketball fürs Erste rausgenommen haben“, erklärt Wobbe, der selbst jahrzehntelang Sportlehrer am Gymnasium in Starnberg war.

Suche nach dem Schulmeister

Bei einem bloßen Schnuppern soll es also nicht bleiben – dafür sorgen die Organisatoren auch mit einem Wettbewerb. Bei jedem Training sollen die Schüler nämlich Punkte erreichen können, über einen Durchschnitt können dann die Besten ermittelt werden. „Am Ende gibt es dann die Schulmeister der einzelnen Altersklassen“, erklärt Lietzenmaier.

Er steckt übrigens schon voller Tatendrang und denkt bereits an Fortsetzungen der Schul-Olympiade. „Ich kann mir gut vorstellen, dass im nächsten Jahr auch Schwimmen oder Eisstockschießen dabei sind.“

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