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Neue Regelung am See: Seit Montag ist die Schranke in Betrieb, die die Seepromenade vom Fahrzeugverkehr befreien soll. Auch auf dem Unteren Seeweg gelten neue Regeln, unter anderem ein Halteverbot.

Unterer Seeweg Starnberg

Schranke da, Parkplätze weg

Seit Anfang der Woche ist die neue Verkehrsführung an der Seepromenade und am Unteren Seeweg in Kraft. Die Stadt verspricht sich davon einiges, doch gibt es auch Proteste. Eines allerdings ist sicher: Auf der Promenade wird weniger Verkehr herrschen.

Starnberg– Das vergangene Wochenende soll nach Willen von Starnbergs Bürgermeisterin Eva John das letzte gewesen sein, an dem es ein mittleres Verkehrschaos am Südende der Seepromenade gegeben hat. Seit Montagnachmittag ist die neue Verkehrsregelung in Kraft, die neue Schranke in Betrieb. „Es ist uns sehr wichtig, dass die chaotischen Zustände durch Falschparker und Autofahrer, die die nur für Fußgänger und Radfahrer freigegebene Seepromenade widerrechtlich befahren, beendet werden“, erklärte John per Pressemitteilung. Nicht alle sind glücklich mit der neuen Regelung, vor allem dem Wegfall der Parkplätze am Unteren Seeweg.

Die Fakten: „Die Einfahrt in den Unteren Seeweg und die Seepromenade ist nur noch für Anlieger und Berechtigte (Lieferanten, Rettungsdienst oder ähnliche) sowie Nutzer der Behindertenstellplätze möglich. Dies wird durch eine Schranke am Beginn der Seepromenade sichergestellt“, teilte die Stadt mit. Eine Zufahrt durch die Unterführung von der Possenhofener Straße ist nicht mehr erlaubt, dort kann man vom Unteren Seeweg aber ausfahren. Radfahrer können in beiden Richtungen fahren. Einfahren in den Unteren Seeweg geht nach wie vor von Süden her (direkt hinter der Bahnunterführung). Die neue Schranke steht etwa auf Höhe MRSV und kann nur noch von wenigen Berechtigten geöffnet werden – und von Behinderten mit einem so genannten Euroschlüssel. Die bisherige Schranke auf Höhe „Undosa“ war oft defekt und offen, was zu regem Fahrzeugverkehr auf der Promenade führte (wir berichteten).

Etwas anders als gedacht ist die Regelung auf dem Unteren Seeweg ausgefallen – alle Parkplätze sind weggefallen. Zunächst hatte die Stadt einige erhalten wollen. Zur Begründung heißt es aus dem Rathaus: „Da die erforderlichen Fahrbahnbreiten nicht ausreichen, um eine ungehinderte Durchfahrt von Rettungsfahrzeugen zu ermöglichen, ist der Untere Seeweg nun fast durchgehend als Rettungsweg beschildert.“ Lediglich auf Höhe des Steininger Grundstücks seien drei Behindertenparkplätze ausgewiesen. „Zudem steht dort ein Bereich zum Ein- und Aussteigen zur Verfügung. Halten sowie Be- und Entladen sind dort kurzzeitig möglich“, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus.

Unter den Früh- und anderen Schwimmern kommt der Wegfall der Parkplätze gar nicht gut an. Ein Frühschwimmer beispielsweise, 82 Jahre alt, fährt fast jeden Tag dorthin, parkt, schwimmt und fährt wieder. Er und viele andere stellen ihre Autos nur kurz dort ab. „Wir wurden ausgegrenzt“, findet er. Deswegen sollte es zumindest morgens einige Kurzzeitparkplätze geben, fordert Rauhut in einem Brief an die Stadt – das Halteverbot könne man von 11 bis 18 Uhr gelten lassen. Platz für Stellplätze wäre seiner Ansicht nach zwischen WC-Häuschen und zweitem Eingang.

Die neue Verkehrsregelung ist vom Verkehrsausschuss des Stadtrates so beschlossen worden. Das „vom Stadtrat gebilligte neue Konzept zum Schutz der Fußgänger und zur Entschärfung der gefährlichen verkehrlichen Situationen hat die Stadtverwaltung in Abstimmung mit den betroffenen Anliegern, Vereinen und Unternehmen mit Installation der Schranke und einer neuen Beschilderung und Markierung nun umgesetzt“, teilte das Rathaus mit. Hinweise und Anregungen von Einheimischen und Gästen zu der neuen Regelung sind seitens der Stadt ausdrücklich erwünscht, betont Bürgermeisterin John. Dazu gehören auch die Hinweise der Frühschwimmer.

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