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Screenshots von Videoaufnahmen vor dem Polizeirevier in Starnberg. Die Szenen schockieren.

Abschlussfeier gerät völlig aus dem Ruder

Starnberg: Schüler-Mob attackiert Polizei - Kripo macht neue Details bekannt

In Starnberg wollten Schüler nach einer Abschlussfeier ein Polizeirevier stürmen. Die Ermittler sichteten nun Video- und Bilddateien. Wir zeigen ein Video von der Tatnacht. Alle Infos im News-Ticker.

  • Etwa 100 Schüler umstellen am späten Donnerstagabend die Polizeiinspektion Starnberg.
  • Offenbar wollen sie die Freilassung eines zuvor festgenommenen Jugendlichen unter dem Einsatz von Gewalt erzwingen.
  • Dieser wurde zuvor bei der Abschlussfeier von der Polizei festgenommen.
  • Die Polizei reagiert mit einem Großeinsatz und zeigt sich erschüttert.
  • Bayerns Innenminister und die Polizei rechtfertigen den Einsatz als verhältnismäßig.
  • Alle aktuellen Entwicklungen in unserem Newsblog: 

+++ Aktualisieren +++

Update vom 10. Oktober 2019: Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat die wesentlichen Teile der Ermittlungen abgeschlossen. Demnach sein die Hälfte der Fälle mittlerweile bei der Staatsanwaltschaft München II. Die aktuellen Ermittlungen haben dabei interessante Details mit sich gebracht.

Mob in Starnberg: Polizei jetzt mit Hubschrauber im Einsatz

Update vom 31. Juli 2019: Die Polizei Starnberg ermittelt weiter wegen der Ausschreitungen vor der Starnberger Polizeiwache Donnerstagnacht. Am späten Mittwochnachmittag kreiste ein Polizeihubschrauber tief über der Innenstadt – nicht wegen einer Fahndung, sondern um Fotos vom Tatort von oben zu machen. Der Hubschrauber drehte einige Runden, bevor er abdrehte.

Update vom 30. Juli: Exklusives Video von der Tatnacht

Update vom 30. Juli 2019: Mehrere Zeugen sind nach der Randale vor einer Polizeidienststelle in Starnberg dem Aufruf der Ermittler gefolgt, Fotos und Videos des Vorfalls in einem Portal der Polizei hochzuladen. „Einige Videos sind uns inzwischen zur Verfügung gestellt worden“, sagte ein Sprecher am Dienstag. Anhand des Materials versuchen die Ermittler, weitere Beteiligte an den Ausschreitungen zu identifizieren.

Krawallnacht in Starnberg: Ermittler sichten Videos

Update vom 29. Juli 2019: Nach Ausschreitungen von Jugendlichen vor einer Polizeidienststelle in Starnberg versuchen die Ermittler, weitere Teilnehmer zu identifizieren. Eine Ermittlungsgruppe sichte private Fotos und Videos, sagte ein Polizeisprecher am Montag.

Lesen Sie auch: In einer S-Bahn bei Grafing hat ein Unbekannter eine junge Frau (23) angegriffen und gewürgt. Eine Kamera zeichnete alles auf - und liefert bestes Fahndungsmaterial.

Rund 50 Jugendliche hatten in der Nacht auf Freitag vor der Wache randaliert. Sie forderten die Freilassung eines 15-Jährigen, den die Beamten am Rande einer Schulfeier in Gewahrsam genommen hatten - er soll sich aggressiv verhalten haben. Der 15-Jährige aus dem Landkreis Starnberg war zunächst in einem Krankenhaus behandelt worden, da er über Kopfschmerzen klagte. Er sei inzwischen entlassen worden. Nach Angaben der Polizei war er betrunken und stand unter Drogeneinfluss.

Nach Krawallnacht in Starnberg: Wochenende verläuft ruhig

Update vom 28. Juli 2019: Nach der Krawallnacht vom Donnerstag ist das Wochenende in Starnberg ruhig verlaufen. Jedenfalls waren dem zuständigen Polizeipräsidium Oberbayern-Nord am Sonntag keine weiteren Straftaten oder Zwischenfälle bekannt, die in Zusammenhang mit den Ereignissen standen. In den Nächten zum Freitag und zum Samstag hatte die Polizei ihre Streifentätigkeit in Starnberg verstärkt und „gewisse Bereiche“ überwacht, wie ein Polizeisprecher dem Starnberger Merkur sagte. Dabei habe die Inspektion auch „Unterstützung von außerhalb“ bekommen, unter anderem von Kräften des Einsatzzuges Fürstenfeldbruck.

Von der am Freitag eingesetzten zwölfköpfigen Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizei war etwa die Hälfte das Wochenende über im Einsatz. Die Beamten hätten Bild- und Videodateien von den Krawallen ausgewertet, sagte der Sprecher. Dadurch erhoffen sich die Ermittler Erkenntnisse darüber, welche jungen Leute gegebenenfalls straffällig geworden sind – und natürlich auch, welche nicht. Dabei geht es um Fragen wie: Wer hat Gegenstände geworfen? Wer hat Beamte beleidigt? Wer hat „nur“ zugeschaut? Gegen wie viele junge Leute insgesamt ermittelt wird, konnte der Polizeisprecher am Sonntag nicht sagen. Die Kripo gehe jedenfalls von einem „langwierigen Ermittlungsverfahren“ aus. Bislang sei lediglich ein Teil der Videoaufnahmen gesichtet.

Update um 16.44 Uhr: Weiter sorgt der Gewaltausbruch von Jugendlichen in Starnberg für Aufsehen. Gegenüber RTL verteidigt Hans-Peter Kammerer, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, das Vorgehen der Beamten: „Hier wurde sehr besonnen eingeschritten, auch in der richtigen Verhältnismäßigkeit. Es wurden Angebote gemacht, erst als die Aggressivität des anderen nicht mehr zu bändigen war, erst dann wurde unmittelbarer Zwang angewendet. Und selbst das wäre dann noch relativ glimpflich für den Betroffenen ausgegangen, wenn sich nicht andere solidarisiert hätten.“ Sprich: Die Schuld an der Eskalation ist allein bei den Jugendlichen zu suchen. 

Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) stellt sich vor seine Polizisten. „Die Vorkommnisse in Starnberg sind absolut indiskutabel“, sagt Herrmann der Bild-Zeitung und kündigt ein hartes Durchgreifen des Rechtsstaates an: „Party und Alkohol sind keine Entschuldigungen für derartige Ausschreitungen! Das sind keine Kavaliersdelikte. Das Verhalten der Jugendlichen muss dementsprechend streng geahndet werden. In Bayern gilt Recht und Ordnung.“  

Der bayerische Innenminister hebt zudem hervor, welchen Belastungen die Polizisten bei der Ausübung ihrer Arbeit ausgesetzt seien: „Unsere Einsatzkräfte haben größten Respekt dafür verdient, dass sie sich 24 Stunden rund um die Uhr für unsere Sicherheit einsetzen. Menschen, die das nicht einsehen wollen, sollten ein mehrwöchiges Praktikum bei unseren Einsatzkräften absolvieren, damit sie sehen, was es heißt, sich tagtäglich der Realität zu stellen und sich für unsere Sicherheit und Ordnung einzusetzen.“

Als Polizisten am Freitag gegen 21.45 Uhr bei der Abschlussfeier des Gymnasiums versucht hatten, den Randalierer mitzunehmen, eskalierte die Situation. Mehrere Freunde versuchten, die Festnahme zu verhindern – erfolglos.

Rund 100 Jugendliche folgten der Polizei mit den Worten: „Er hat nichts gemacht“, „Die nehmen ihn einfach mit“ und „Hurensöhne“. Das ist auf einem Video dokumentiert, das im Internet kursiert. Es ist zu sehen, wie ein Beamter sich mit Handschlägen gegen die rund 50 Angreifer wehrt. Es flogen Flaschen und Steine auf die Wache, eine Scheibe ging zu Bruch. Einzelne versuchten gar, die Eingangstür aufzubrechen und das Polizeischild am Eingang herunterzureißen. Erst mithilfe eines großen Kräfteaufgebots von benachbarten Polizeistellen gelang es, die Lage unter Kontrolle zu bekommen.

Starnberg: 50 Schüler wollen Polizeiwache stürmen

Update um 13.40 Uhr: Dieser Vorfall schockte ganz Deutschland: Ausgerechnet das noble Starnberg geriet deutschlandweit wegen einem Angriff von Jugendlichen auf eine Polizeiwache in die Schlagzeilen. In der sonst so beschaulichen Region um den Starnberger See, die zu den reichsten Gegenden Deutschlands zählt, eskalierte eine Schulparty völlig. Als ein 15-Jähriger festgenommen wurde, versuchten rund 100 alkoholisierte Jugendliche die Polizeidienststelle zu stürmen. Später äußerten sich Polizeibeamte erschüttert über die Gewalt der jungen Randalierer (siehe unsere Meldung unten).

Zahlreiche Medien aus ganz Deutschland schrieben über den Vorfall in dem 20.000 Einwohner-Ort. Teils wurde mit hämischen Kommentaren über den Vorfall berichtet. Denn dass ausgerechnet Jugendliche aus dem vornehmen Starnberg derartig ausrasteten, erschien wohl vielen paradox. Beispielsweise schrieb die Bild am Samstag in ihrer Münchner Stadt-Ausgabe: „Schnösel-Mob greift Polizeiwache an“. Online schrieb Bild von einem „Ausnahmezustand in der sonst so feinen Kreisstadt Starnberg“. Auch andere überregionale Medien wie Spiegel Online und n-tv berichteten über den Vorfall.

Update vom 27. Juli, 08.25 Uhr: Nach den Krawalle nach dem Schulfest in Starnberg, bei denen eine Gruppe Jugendlicher versucht hat, die Polizeiwache zu stürmen, kommen nun neue Details ans Licht. Stadt und Gymnasium bemühen sich nun, ihren Ruf zu wahren.

Nach Abschlussfeier: Schüler wollen Polizeirevier in Starnberg stürmen - Beamte erschüttert von Gewalt

Update Freitag, 15 Uhr: Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat in Absprache mit der Staatsanwaltschaft eine zwölfköpfige Ermittlungsgruppe eingerichtet. Sie soll weitere Verdächtige ermitteln. Das erklärte der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, Hans-Peter Kammerer, dem Starnberger Merkur. Dazu werden auch Videoaufnahmen ausgewertet. 

Zeugen werden gebeten, der Polizei weiteres Material zur Verfügung zu stellen. Die Ermittler gehen davon aus, das mehrere Flaschen und Steine auf die Inspektion geschleudert wurden. Bisher hat die Polizei zwei Verdächtige, einen 19-Jährigen und einen 15-Jährigen, beide aus dem Landkreis Starnberg. Ihnen werden versuchte Gefangenenbefreiung, Angriff auf Vollstreckungsbeamte und versuchte gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. 

Eskalation in Starnberg: Polizei erschüttert von Ausmaß der Gewalt

Beide wurden nach Blutentnahmen wegen Alkohol und/oder Drogen entlassen. Der 15-Jährige, dessen Verhalten zu den Vorfällen geführt hatte, befindet sich weiter im Krankenhaus, weil er in der Nacht über Kopfschmerzen klagte. Die Polizei ist über das Ausmaß der Gewalt erschüttert. 

Polizei zu Starnberg-Eskalation: „Völlig unverständlich“

Der Einsatz der Beamten bei der Ingewahrsamnahme nach einer Sicherheitsstörung sei verhältnismäßig gewesen, sagte Kammerer. Die Solidarisierung sei daher "völlig unverständlich" und in dieser Form bisher noch fast nie vorgekommen.

11.30 Uhr: Das Gymnasium Starnberg und die Stadt Starnberg, Träger der Schule, haben zur den Vorfällen vom Donnerstagabend Stellung genommen. Schulleiter Josef Parsch erklärte bei einer Pressekonferenz, die Vorfälle seien nicht von der Schule ausgegangen. 

Nachwehen einer Abschlussfeier: In Starnberg kam es zu einem Großeinsatz der Polizei.

Vielmehr gebe es jedes Jahr beim Sommerfest des Gymnasiums - wie am Donnerstag - eine Art Privatfeier auf dem Gehweg vor der Schule und damit außerhalb des Schulgeländes. Wer dort feiere, wisse man nicht. Beim Fest der Schule habe es "überhaupt keinen Zwischenfall" gegeben. Der 15-Jährige sei nicht Schüler des Gymnasiums und sei auch kein Gast des Schulfestes gewesen, er habe die Security nach Drogen gefragt. 

Der angetrunkene und unter Drogen stehende Jugendliche - die Test dazu waren positiv - hatte nach Angaben der Polizei randaliert. Wenig später hatten Polizeibeamte den 15-Jährigen offenbar aus der Gruppe auf dem Gehweg geholt - gesehen hat das von den Lehrern und Schüler aber fast niemand. 

Starnberg: Gymnasiasten bedauern Vorfälle - „unreif und inakzeptabel“

Nachwehen einer Abschlussfeier: In Starnberg kam es zu einem Großeinsatz der Polizei.

Die Gruppe vom Gehweg, die laut Polizei auch schon die Gewahrsamnahme des 15-Jährigen verhindern wollte, sei dann zur Polizeiinspektion gezogen. Ob Schüler des Gymnasium dabei waren, könne er nicht sagen, erklärte Parsch. Da aber genau zu dieser Zeit das Schulfest dem Ende zuging, waren auch viele Schüler, Eltern und andere im Umfeld des Gymnasiums unterwegs.

Die Starnberger Gymnasiasten haben der Polizei einen Brief geschrieben, in dem sie die Vorfälle bedauern und die Vorgänge vor der Inspektion als "unreif und inakzeptabel" bezeichnen. Die Schüler hätten deutlich gemacht, gegen jede Form von Gewalt zu sein und hinter der Arbeit der Polizei zu stehen, sagte Starnbergs Bürgermeisterin Eva John. Sie hält es für notwendig, im kommenden Jahr die Gehweg-Party zu unterbinden. Schule und Stadt ist wichtig, dem Eindruck entgegenzutreten, die Vorfälle seien von der Schulfeier ausgegangen.

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„Scheinbare Eskalation des Sommerfest“: Schulleitung nimmt Stellung

Die gemeinsame Presseerklärung von Gymnasium, des Elternbeirats und der Stadt Starnberg im Wortlaut: „Mit großer Betroffenheit verfolgen wir die Presseberichterstattung über die scheinbare Eskalation des Sommerfestes des Gymnasiums. Richtig ist, dass es sich beim Sommerfest des Gymnasiums um ein Schulfest mit geladenen Gästen (Schüler, ehemalige Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Freunde der Schule) handelt. Dieses Fest findet in den Innenhöfen des Gymnasiums statt. 

Zur Sicherstellung, dass nur Berechtigte das Schulgelände betreten, wurde wie in den Vorjahren ein Sicherheitsdienst organisiert. Es ist uns wichtig festzustellen, dass das Schulfest ohne Probleme und harmonisch abgelaufen ist. Schwierigkeiten gab es allerdings bei einer privaten Parallelfeier außerhalb des Schulgeländes im öffentlichen Raum. Nachdem sich ein vom Sicherheitsdienst abgewiesener Jugendlicher dort weiterhin sehr störend benahm, wurde von einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes die benachbarte Polizei um Hilfe gebeten. Nach Zeugenangaben gestaltete sich die Festnahme sehr schwierig, weshalb der Polizeieinsatz ausgedehnt wurde. 

Nach Abschlussfeier an Gymnasium Starnberg: Jugendliche Randalierer halten Polizei in Atem

Die genauen Abläufe werden sicher durch die polizeilichen Ermittlungen konkretisiert werden. Es ist uns wichtig festzustellen, dass weder das Sommerfest des Gymnasiums noch ein Schüler unseres Gymnasiums Anlass für die Eskalation war. Heute Morgen haben bereits viele Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums den Vorfall sehr bedauert und dies in einem Schreiben an die Polizei zum Ausdruck gebracht. Sie sprechen sich in dem Schreiben ganz im Sinne unserer Schulvereinbarung sowie des Schulprojekts „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage“ gegen jede Gewalt gegenüber der Polizei aus und machen klar, dass sie hinter der Arbeit der Polizei stehen und sie unterstützen. 

Um einer Wiederholung solcher Ereignisse präventiv entgegen zu treten, wird das Gymnasium das Zusammenwirken mit der Polizei suchen, um diese problembehafteten Parallelfeiern im öffentlichen Raum direkt in Schulnähe künftig zu verhindern.“

Starnberg: Schüler rasten nach Abschlussfeier völlig aus - und wollen Polizeirevier stürmen

Update von 9.20 Uhr: Wie die Polizei mitteilte, waren bei dem Einsatz am Donnerstagabend rund 70 Beamte im Einsatz. Anlass war eine aus dem Ruder gelaufene Schulparty und ein 15-jähriger randalierender Partygast. Dieser hatte einen Security-Mitarbeiter angesprochen und nach Drogen gefragt. Der Schüler blieb auch gegenüber den Beamten aggressiv. Er wurde schließlich in Gewahrsam genommen, dabei versuchten einige Schüler die Mitnahme zu verhindern. Wie die Polizei berichtet, verfehlte ein Fußtritt den Kopf eines Beamten.

Bis zu 100 Schüler zogen anschließend vor die Polizeidienststelle. Inzwischen hat die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck die Ermittlungen wegen des Verdachts des Landfriedensbruches, der versuchten Gefangenenbefreiung, der versuchten gefährlichen Körperverletzung und des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte übernommen.

Starnberg: 15-Jähriger stand unter Drogeneinfluss

Ein 19-Jähriger wurde vorläufig festgenommen, nach Identitätsfeststellung und Blutentnahme wurde er wieder entlassen. Das gilt auch für einen 15-Jährigen, der seinen Eltern übergeben wurde. Der in Gewahrsam genommene 15-Jährige wurde in eine Klinik gebracht, da er über Kopfschmerzen geklagt hatte. Derzeit wird er stationär behandelt. Ein durchgeführter Alkotest und Drogenschnelltest waren positiv. Die Ermittlungen dauern an.

Erstmeldung, 6.01 Uhr: Schulparty in Starnberg läuft komplett aus dem Ruder

Starnberg - Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord berichtet über eine Schulparty, die am Donnerstagabend gründlich aus dem Ruder gelaufen war: Gegen 21.45 Uhr forderte der Sicherheitsdienst für eine Schulabschlussfeier in Starnberg Unterstützung von der benachbarten Polizeiinspektion an, nachdem ein jugendlicher Gast offensichtlich erheblich alkoholisiert randaliert hatte. 

Starnberg: Schulparty läuft komplett aus dem Ruder - Jugendliche versuchen, Dienststelle zu stürmen

Zuvor waren alle Versuche der Beruhigung gescheitert. Auch im Beisein einer Polizeistreife zeigte sich der Jugendliche völlig uneinsichtig, blieb aggressiv, pöbelte, provozierte und beleidigte die Beamten, die nun einen Platzverweis aussprachen. Nachdem der 15-Jährige mehrfach dieser Aufforderung, die Veranstaltung zu verlassen, nicht nachkam, blieb nur der Polizeigewahrsam. 

Kaum waren die Beamten auf der Dienststelle angekommen, versuchten rund 50 vorwiegend Jugendliche und Teilnehmer der Schulabschlussfeier, gewaltsam in die Dienststelle einzudringen um den Jugendlichen aus dem Gewahrsam zu befreien. Aus dieser Menschenmenge heraus kam es zu Flaschenwürfen gegen Fenster der Dienststelle, wodurch eine Scheibe zu Bruch ging. Gemeinschaftlich wurde vergeblich versucht, die Eingangstür aufzubrechen und das Polizeischild am Eingang herunterzureißen.

Nach Schulparty in Starnberg: Beamte auf Polizeirevier heftig attackiert

Erst durch ein von der Einsatzzentrale alarmiertes massives Kräfteaufgebot konnte die Lage vor Ort zunächst eingefroren und dann beruhigt werden. Von einer Vielzahl von Personen wurden die Personalien festgestellt. 

Drei Personen wurden vorläufig festgenommen. Der Tatvorwurf lautet hier auf versuchte Gefangenenbefreiung und Sachbeschädigung. Derzeit wird geprüft, inwieweit der Tatbestand des Landfriedensbruches verwirklicht wurde. Die Polizeiinspektion Starnberg hat für die kommende Nacht ihre Streifentätigkeit erheblich verstärkt.

mm/tz

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