Die 470er-Weltmeisterschaft beginnt am 6. März in Portugal. Simon Diesch und Philipp Autenrieth (v.l.) wollen sich dort für die Olympischen Spiele qualifizieren.
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Die 470er-Weltmeisterschaft beginnt am 6. März in Portugal. Simon Diesch und Philipp Autenrieth (v.l.) wollen sich dort für die Olympischen Spiele qualifizieren.

Segeln

Mit viel Selbstvertrauen zur WM

  • vonChristian Heinrich
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Die 470er-Segler Simon Diesch und Philipp Autenrieth haben auf Lanzarote viel Selbstvertrauen für die anstehende WM getaknt. Bei den drei Regatten der Winter Series landete das Team stets auf dem Podium.

Starnberg – Das Equipment ist verpackt und befindet sich schon mit der Fähre auf der Reise nach Cadiz. Simon Diesch und Philipp Autenrieth haben ihre Zelte auf Lanzarote abgebrochen und siedeln nach Vilamoura um. Anfang Februar treffen sich der Steuermann aus dem Württembergischen Yacht-Club und sein Vorschoter aus dem Bayerischen Yacht-Club an der portugiesischen Atlantikküste wieder mit den Teams, mit denen sie die vergangenen drei Monate auf den Azoren verbracht haben. Ein guter Monat bleibt der internationalen Trainingsgruppe dann noch, um sich auf die 470er-Weltmeisterschaft in Vilamoura vorzubereiten, die am 6. März beginnt.

Auch wenn der Status der Regatta als WM längst noch nicht fix ist, weil zum Beispiel die Mannschaften aus Australien oder Japan Probleme mit den Reisebeschränkungen ihrer Regierungen haben, ist doch klar, dass vor Portugal der letzte europäische Nationenplatz für Tokio vergeben wird. „Den brauchen wir noch für eine Teilnahme an den Olympischen Spielen“, stellt Autenrieth klar. Für die Flotte des Deutschen Segler-Verbands geht zunächst nur darum, das Ticket für Olympia zu ergattern, auch wenn längst noch nicht sicher ist, ob die Spiele angesichts der Corona-Pandemie überhaupt stattfinden.

Die beiden Süddeutschen haben nicht nur ein Vierteljahr mit optimalen Trainingsbedingungen bei Temperaturen um die 25 Grad hinter sich, sie haben auf Lanzarote auch kräftig Selbstvertrauen getankt, das sie bei den kommenden Herausforderungen dringend nötig haben. Bei den drei Regatten der Winter Series standen sie stets auf dem Podium. Vor Weihnachten erkämpften sie sich einen dritten und einen zweiten Platz. Im Januar legten sie einen weiteren dritten Rang nach. Das macht in der Gesamtwertung Position zwei hinter den starken Spaniern Jordi Xammar und Nicolas Rodriguez Garcia Pas.

Der letzte Test vor dem Umzug aufs europäische Festland bot noch einmal alle Bedingungen, die auch bei der WM auf die Crew zukommen können. Zunächst befand sie sich bei tüchtig Wind und Welle in ihrem Element und legte eine anspruchsvolle Serie hin (2/6/3/2). Am zweiten Tag ließ die Brise nach und arbeitete für die Leichtwindspezialisten. Diesch und Autenrieth mussten Einbußen hinnehmen, nutzten aber auch ihre Chance, wenn sie sich bot (9/3/1/7). „Wir ließen punktemäßig zwar ein paar Federn, fanden uns aber sonst gut zurecht“, kommentierte das Team zufrieden seinen Auftritt. An den Voraussetzungen änderte sich am dritten Tag nichts. Das Duo machte das Beste daraus (4/3/6/7) und brachte sich in eine gute Position für den letzten Tag der Regatta. Den begann es mit dem zweiten Laufsieg. Die Platzierung sollte sich vor dem abschließenden Medal Race richtig auszahlen. In einem Rennen, das sich fast ohne Windunterstützung träge dahinschleppte, entschieden sich Diesch und Autenrieth dafür, nichts zu riskieren und ihre Position zu sichern. Der fünfte Rang, der es am Ende wurde, war von großem Wert, weil sie die gesamte Konkurrenz um Platz drei im Gesamtklassement hinter sich ließen.

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