Viertbestes Ergebnis ihrer Karriere: Am Samstag belegte Kira Weidle in der Abfahrt Platz fünf. Foto: Jeff Pachoud/AFP
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Viertbestes Ergebnis ihrer Karriere: Am Samstag belegte Kira Weidle in der Abfahrt Platz fünf.

Ski-Weltcup

Kira Weidles wilde Achterbahnfahrt

  • Michael Baumgärtner
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Im Training zweimal gestürzt, am Freitag knapp an den Top 10 vorbei, am Samstag noch knapper einen Podestplatz verpasst und am Sonntag wenigstens noch in die Punkteränge gefahren: Das Weltcup-Wochenende für Skirennläuferin Kira Weidle hätte kontrastreicher nicht sein können.

Starnberg – Es ist das bislang viertbeste Ergebnis, das Kira Weidle in ihrer Weltcup-Karriere eingefahren hat. Nachdem die 24-jährige Starnbergerin am Freitag in der ersten Abfahrt des Weltcup-Winters in Val d’Isere nach zuvor zwei Trainingsstürzen auf Rang elf gelandet war, belegte sie am Samstag in der zweiten Abfahrt den fünften Platz. Auf Rang drei und damit ihrer dritten Podestplatzierung fehlten der Rennläuferin vom Ski-Club Starnberg nur 32 Hundertstelsekunden. „Ein cooler Tag“, sagte sie nach ihrem besten Ergebnis seit dem dritten Platz bei der Heim-Abfahrt von Garmisch-Partenkirchen im Januar 2019.

Weidle, die nach dem Rücktritt von Viktoria Rebensburg als große Hoffnungsträgerin der deutschen Skidamen gilt, hatte also nach den beiden Trainingsstürzen zu ihrem Selbstvertrauen zurückgefunden. Alpin-Direktor Wolfgang Maier lobte die Starnbergerin nach ihrem Auftritt von Val d’Isere: „Das war wirklich eine sehr gute Vorstellung von der Kira und sicher noch nicht ihr Limit.“Auch für Bundestrainer Jürgen Galler hat Weidle „definitiv das Zeug dazu“, in dieser Saison noch für so manche Spitzenplatzierung zu sorgen.

Die allerdings blieb beim abschließenden Super-G am Sonntag aus – wieder einmal. Wie schon in der Vergangenheit konnte Weidle ihre starken Trainingsleistungen in dieser Disziplin im Wettkampf nicht abrufen. Sie war stocksauer, nachdem sie mit Startnummer 21 als 18. ins Ziel gefahren war. Später fiel sie noch auf Rang 23 zurück, 2,28 Sekunden hinter Siegerin Ester Ledecka (Tschechien). Dass sie nach ihren Stürzen, bei denen sie sich ein paar kleinere Blessuren zugezogen hatte, etwas gehandicapt war und unter Schmerzen fahren musste, wollte sie nicht als Ausrede gelten lassen: „Wenn ich oben am Start stehe, dann gebe ich auf jeden Fall hundert Prozent“, sagte sie im ARD-Interview.

Nun hat Kira Weidle erst einmal Weihnachtspause. Noch vor Heiligabend wird sie am Daumen operiert, und dann heißt es „Kraft tanken, Körper wieder herstellen und noch mal sauber trainieren vor den Rennen in St. Anton und dann besser machen“.

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