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Die Bänke am Kirchplatz, hier ein Archivfoto vom Januar 2017, sind schon lange ein Ärgernis.

Haushaltsberatungen

Sorgenkind Kirchplatz: 100 000 Euro für Bänke und Fugen

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Der Haupt- und Finanzausschuss des Starnberger Stadtrats hat sich in seiner jüngsten Sitzung zum zweiten Mal mit dem städtischen Haushalt für das laufende Jahr beschäftigt. Ein Schwerpunkt dabei bildeten Straßenbaumaßnahmen.

Starnberg – Für Anlieger und Verkehrsteilnehmer gehören sie zu den wichtigen Haushaltsposten: die Ausgaben für städtische Straßen. Was heuer unabhängig von den startenden Baumaßnahmen für die Tunnel-Zulaufstraße Nord geplant ist, erklärte Bürgermeisterin Eva John dieser Tage dem Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats, der seine Haushaltsberatungen fortsetzte. Bislang sieht der Haushaltsplan dafür ohne Grunderwerbskosten rund 2,5 Millionen Euro vor. Hinzu kommen knapp 2,2 Millionen Euro an so genannten Haushaltsausgabenresten – Gelder, die im Jahr 2017 eingeplant waren, aber nicht ausgegeben wurden.

Zwar nicht das größte, aber eines der prominentesten Vorhaben: Sanierungen am Kirchplatz. Rund 100 000 Euro stehen für neue Fugen und die Ausbesserung der Bänke zur Verfügung. „Kommen diesmal Bänke, auf die man sich auch setzen kann?“, fragte Thomas Beigel (CSU). „Das waren schwache Leute, die das damals geplant haben“, sagte Anton Wiesböck (FDP). Auch Eva John ist mit der Situation unzufrieden. „Eine sichere Nutzung ist derzeit nicht möglich“, sagte sie und kündigte für das Frühjahr eine Diskussion dazu an.

Größter Einzelposten ist die Straßensanierung in Hanfeld, für die 838 000 Euro zur Verfügung stehen. Dieser Tage sind dort die Kanal- und Leitungsarbeiten wieder aufgenommen worden. Im Anschluss müssen die Straßen hergerichtet werden. Insgesamt 800 000 Euro sind für die Erschließung des Neubaugebiets am Wiesengrund vorgesehen. Dabei wolle sich die Stadt eines „Erschließungsträgers“ bedienen, erklärte John. Dieser solle die Maßnahme im Auftrag der Stadt abwickeln und dann mit den Käufern abrechnen.

Zu einem großen Posten entwickelt sich der Umbau der Petersbrunner Straße im Zuge des Tunnelbaus. 600 000 Euro Planungskosten in diesem und im nächsten Jahr, drei Millionen Euro Baukosten in 2019 – das waren die Zahlen, die John für den Vollausbau mit Radweg, Gehweg, Parkplätzen und Grünflächen von der Kreuzung Gautinger Straße bis zur B 2 präsentierte. „Wir werden das bauen und dann versuchen, möglichst viel vom Staat zurückzubekommen“, sagte sie. Das Staatliche Bauamt hatte vor einiger Zeit für den Ausbau eine hohe Förderung durch den Freistaat zugesagt (wir berichteten).

Zu weiteren Vorhaben zählen der Fußweg im Bereich Josef-Fischhaber-Straße/Lenbachstraße, der heuer hergerichtet werden soll, und die Fertigstellung des Schulwegs im Bereich Hirschanger/Schulstraße. Dort geht es um Zebrastreifen und Beleuchtung. Der Ausbau der Hanfelder Straße zwischen Metzgerei Scholler und Tutzinger-Hof-Platz wird dagegen zurückgestellt. „Es wird keinen Ausbau geben, bis die Westumfahrung für den Verkehr freigegeben ist“, sagte John und hat für die Arbeiten 2019 im Blick.  ps

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