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Markierungen mit Verfallsdatum: Die CSU und ein Teil der Stadträte wollen die alte Verkehrsführung auf der Wittelsbacherstraße zurück – die Sperrfläche müsste dann weg und wäre wieder Fahrspur.

Wittelsbacherstraße

Spurenstreit, nächste Runde

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Starnberg - Die Wittelsbacherstraße wird am Montagabend im Stadtrat wieder für Debatten sorgen. Die CSU sieht den Ratsbeschluss nicht umgesetzt und fordert deswegen, die ursprüngliche Verkehrsführung wieder herzustellen. Die Lage derzeit habe keine rechtliche Grundlage.

Zwei Spuren, drei Spuren oder was? Der Streit um die Verkehrsführung auf der Wittelsbacherstraße in Starnberg an der Einmündung zum Tutzinger-Hof-Platz ist noch lange nicht ausgestanden. CSU-Stadtrat Stefan Frey hat am Freitag einen Dringlichkeitsantrag eingereicht, der bei der Ratssitzung am Montagabend (19 Uhr, Schlossberghalle) beraten werden soll.

Der frühere Ratsbeschluss, die Wittelsbacherstraße wieder wie früher zu öffnen, sei von der Verwaltung nicht vollständig umgesetzt worden, poltert Frey. Nach dem baustellen-bedingten Einbahnstraßendasein wollte Bürgermeisterin Eva John mit Blick auf die anstehenden Änderungen durch das Verkehrskonzept für die Innenstadt die Einbahnregelung gleich beibehalten – in den Konzepten ist sie auch vorgesehen. Der Stadtrat ließ das nicht durchgehen und beschloss, die Straße in beiden Richtungen zu öffnen (wir berichteten). 

Allerdings legte die Verwaltung den Beschluss anders aus als viele Stadträte: Bürgermeisterin Eva John ließ nicht drei Spuren wie früher zum Platz markieren, sondern nur zwei. Die dritte ist Sperrfläche und Feuerwehranfahrtszone, ein Teil ist als Parkplatz ausgewiesen. 

Dafür, führt Stefan Frey an, gebe es keine rechtliche Grundlage und keine Anordnung des Landratsamtes. Das ist für die kommunale Wittelsbacherstraße wegen der Anbindung an die überörtliche B 2 (Haupt-, Münchner Straße) zuständig. Eine Duldung habe die Behörde nicht ausgesprochen und die Stadt auf die Lage auch mehrmals hingewiesen. Offenbar mit einem gewissen Erfolg: Die Stadt beantragte am Donnerstag beim Landratsamt genau jene Verkehrsführung, wie sie derzeit markiert ist. Sie soll auch durch einfache Maßnahmen wie Blumentröge festgezurrt werden. Den Eingang des Antrags bestätigte Kreissprecher Stefan Diebl auf Anfrage und auch, dass es für die aktuelle Lage keine Genehmigung gebe. 

Eva John hatte die geänderte Verkehrsführung mit den Erfahrungen aus der Zeit der Baustelle begründet – es gebe bei normalem Verkehr keine längeren Staus. Frey sieht für die Zwei-Spuren-Lösung keine Zukunft: „Die Genehmigungsfähigkeit des bisherigen Zustandes steht aktuell auch nicht zu erwarten, da die Maßnahmen ohne verkehrliches Gesamtkonzept nicht hinnehmbare Eingriffe in einer verkehrssichere Straßenführung darstellen – Abbiegeverhalten, Einordnung, Begegnungsverkehr.“ Der CSU-Stadtrat konkretisierte einen Antrag von Mitte Juni, der auch eine ausführliche Berichterstattung der Verkehrsplaner im Juli vorsieht. 

Frey hat den Vorstoß als Dringlichkeitsantrag deklariert, also muss die Eilbedürftigkeit am Montag erstmal festgestellt werden. Nachdem andere Anträge ähnlichen Inhalts von einer Ratsmehrheit unterzeichnet waren, dürfte das mehr Formsache sein. Mit dem Antrag formuliert die CSU klar die Wiedereinführung der alten Verkehrsregelung und fordert damit zugleich die Öffnung der Abbiegerspur von der Haupt- zur Wittelsbacherstraße, die John ablehnt.

Die Zickzacklinie vor dem Bankneubau übrigens müsste dann weg. Das Zeichen 299 verbietet Halten und Parken, nicht aber das Überfahren. Von daher dürfte man straflos auf der Spur fahren, was man wegen der anderen Spuren besser lässt.

Bürgermeisterin Eva John verweist in einer aktuellen Stellungnahme noch einmal auf den genauen Wortlaut des Stadtratsbeschlusses: ""Die Wittelsbacherstrasse wird bis auf weiteres für den Verkehr in beide Fahrtrichtungen geöffnet."

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