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Wieder ein Baum im Dach - diesmal im Berger Ortsteil Leoni. Am Dienstag mussten die Feuerwehren wegen Sturmschäden an die 20-mal ausrücken.

Orkanböen bis zu 130 km/h

Sturmtief Sabine: Züge fahren wieder

Der nächste Sturm: Nach „Petra“ trifft „Sabine“ am Montag Oberbayern und damit auch den Landkreis Starnberg. Am Dienstag lässt der Sturm nach - und der Unterricht findet wieder statt.

  • Sturmtief Sabine fegt über Deutschland hinweg.
  • Auch für den Landkreis Starnberg gibt es eine Warnung vor Orkanböen.
  • Der Unterricht findet am Dienstag wieder statt.

Update 17.42 Uhr: Die Bahnstrecke Starnberg-Tutzing ist nun auch wieder für S-Bahnen befahrbar - die Oberleitung ist repariert. „Bitte rechnen Sie auf der Linie S 6 vereinzelt noch mit geringen Verzögerungen“, teilte die Bahn mit.

Update 17 Uhr: Die Stadt Starnberg hat mehrere umgestürzte Bäume an der Straße Söcking-Hadorf entfernen lassen. „Morgen zum ersten Bus ist die Strecke wieder frei “, erklärte Bürgermeisterin Eva John. Der fährt um 5.45 Uhr. Die Strecke Wangen-Leutstetten war schon im Tagesverlauf freigegeben worden.

Aufräumarbeiten im Wald: die Strecke zwischen Söcking und Hadorf.

Update 16 Uhr: Der Bahnverkehr kommt langsam wieder ins Rollen. Wie die Bahn mitteilte, wurde der Zugverkehr auf der Strecke München-Garmisch-Partenkirchen wieder aufgenommen - also auch über Starnberg und Tutzing. Bahnverkehr ist auch wieder zwischen Tutzing und Kochel möglich, dort fuhren bis eben noch Busse. Allerdings ist das System noch nicht 100-prozentig stabil: „Es kommt regional teilweise noch zu Verzögerungen. Auch kann es kurzfristig zu Teilausfällen kommen.“ 

Update 13.45 Uhr: Der Zwischenstand von heute: Mehr als ein Dutzend Mal mussten Feuerwehren am Dienstag wegen Sturmschäden ausrücken. In Begr krachte ein Baum auf ein Haus, die Feuerwehr Berg dichtete das Dach ab - den massivem Baum konnte sie nicht entfernen. Das müssen Fachfirmen übernehmen. Die Wehren Berg, Wangen und Starnberg mussten in der Nacht gegen 3.30 Uhr wegen durch Schnee und Sturm umgestürzter Bäume auf die A 95 ausrücken. 

Derzeit und noch bis Mittwoch, 8 Uhr, gelten Unwetterwarnungen vor Sturmböen bis 85 km/h - das reicht, um angeknackste Bäume zum Umstürzen zu bringen. Wälder sollte man also dringend meiden.

Weiterhin sind einige Straßen gesperrt, unter anderem Söcking-Hadorf. Gesperrt ist auch der Spielplatz am Schlosshölzl in Starnberg, auf den ein Baum gestürzt ist. Die Straße von Wangen nach Leutstetten ist seit Dienstag wieder frei.

Update vom 11. Februar 2020, 6.52 Uhr: Auf der Strecke der S-Bahn-Linie S6 ist der Streckenabschnitt zwischen Tutzing und Gauting weiterhin gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr mit Taxis ist für Sie zwischen Tutzing und Gauting eingerichtet.Zudem kommt es aufgrund des anhaltenden Sturmtiefs auch am Dienstag zu weiteren Ausfällen und Verspätungen im gesamten Regionalverkehr.

Sturmtief Sabine: S6 weiter gesperrt, neue Unwetter 

Update 19 Uhr: Noch immer keine Entwarnung auf der Linie S6. „Der Streckenabschnitt ist weiterhin gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen ist für Sie zwischen Tutzing und Starnberg eingerichtet. Ein Schienenersatzverkehr mit Taxis ist für Sie zwischen Starnberg und München Pasing eingerichtet“, teilt die S-Bahn München mit. 

Update 18.30 Uhr: Die Sperrungen auf den Verbindungsstraßen zwischen Leutstetten und Wangen und zwischen Söcking und Hadorf bleiben auf jeden Fall bis Dienstag bestehen. Der Bus wird zwischen Söcking und Hadorf umgeleitet. Das teilte die Polizei auf Anfrage mit.

Update 17 Uhr: Einiges Neues zum Sturm: Der Deutsche Wetterdienst hat eine neue Unwetterwarnung der zweithöchsten Stufe herausgegeben, der zufolge bis Dienstag 5 Uhr Böen bis 110 km/h möglich sind. Der Schulunterricht findet am Dienstag wieder wie gewohnt statt, erklärte eine Landratsamtssprecherin auf Anfrage. 

Update 16.30 Uhr: Die S6 fährt weiter nicht zwischen Tutzing und Starnberg, es fahren Busse, aber nicht unbedingt zu jedermanns Zufriedenheit. Bis Gauting nämlich gibt es beim Ersatzverkehr einige Probleme. Die S6 fährt aber auch nicht zwischen Starnberg und Pasing, da auch dort die Strecke gesperrt ist. 

Update 14.50 Uhr: Zu früh gefreut für die S6: Der Abschnitt Westkreuz bis Gauting ist seit eben aus nicht bekannten Gründen gesperrt. 

Update 14.30 Uhr: Die S-Bahnen legen wieder los, wenn auch nicht auf ganzer Länge. Für die S6 gilt zwischen Grafing Bahnhof und Gauting: „Der Zugverkehr wurde wieder aufgenommen. Bitte rechnen Sie aber weiterhin mit Verspätungen und kurzfristigen Teilausfällen.“ Die S8 zwischen Herrsching und dem Flughafen nimmt ebenfalls in diesen Minuten den Betrieb wieder auf. 

Übrigens: So sah es am Vormittag am Ammersee aus:

Update 14.25 Uhr: Die beiden S-Bahn-Linien im Landkreis fahren immer noch nicht. Denn: Die Gefahr ist noch nicht vorüber. Das gilt auch für Parks und Wälder. Die Schlösserverwaltung sperrte den Feldafinger Park. Das Landwirtschaftsministerium warnte vor dem Betreten von Wäldern. Ministerin Michaela Kaniber: „Bei den aktuellen Windstärken können selbst stabil verwurzelte Bäume unvermittelt umfallen oder große Äste verlieren. Gehen oder fahren Sie nicht durch Wälder und halten Sie sich nicht unter Bäumen auf!“ Man sollte mehrere Tage auf Waldspaziergänge verzichten. 

Update 13.48 Uhr: Die Strecke Machtlfing-Rothenfeld, die einige Zeit gesperrt war, ist wieder frei. Gerade eben gab es einen größeren Alarm wegen eines Brandes in Oberbrunn an einem landwirtschaftlichen Anwesen. Dort brannte ein Anbau. 

Update 13.20 Uhr: So schnell kann es dann doch gehen: Die Bahn nimmt den Zugverkehr auf der Strecke München-Starnberg-Tutzing-Weilheim wieder auf. Regionalzüge nach 14 Uhr sollen wieder fahren, besagt zumindest die Fahrplanauskunft. Nichts Neues gibt es von S6 und S8; beide fahren nicht.

Update 13 Uhr: Einzelne S-Bahnen fahren wieder, nur nicht im Landkreis Starnberg. Derzeit werden auf allen Strecken Erkundungsfahrten vorgenommen, um herauszufinden, ob die Strecken frei sind. Entlang der Linien fahren Busse. Regionalzüge fahren auf Sicht nicht. 

Unterdessen kommen die Wehren dazu, ihre Einsätze aufzuarbeiten. In Berg hätte es beinahe ein Haus abgedeckt, in Herrsching krachte ein Strommast in einen Dachstuhl. Dort läuft der Einsatz noch. 

Update 12.42 Uhr: Die Lage hat sich im Moment deutlich beruhigt. Die Windgeschwindigkeiten sind auf Windstärken 4 bis 6 gefallen - das ist wenig. Allerdings ist „Sabine“ noch nicht weg, denn die Ausläufer des Orkans sind noch bis Dienstag spürbar. Die Feuerwehren im Landkreis Starnberg haben ihre Kreiseinsatzzentrale erst einmal eingemottet, nachdem kaum noch Einsätze anfallen - sie können sie aber sofort wieder hochfahren. Die Einsatzzahl liegt derzeit bei deutlich über 100. 

Update 11.25 Uhr: „Sabine“, sagen Wetterexperten, sei ein Wintersturm, wie er im Schnitt alle zwei Jahre auftritt. Die Orkane „Lothar“ 1999 oder „Vivian“ und „Wiebke“ 1990 waren um einiges stärker. Einer der letzten so starken Orkane im Fünfseenland war „Niklas“ Anfang April 2015, der im Landkreis zu mehr als 400 Feuerwehreinsätzen führte. Damals stürzten Bäume auf Gleise in Starnberg, eine S-Bahn musste geräumt werden. Die Windgeschwindigkeiten damals lagen bei mehr als 100 km/h, wobei solche Angaben immer problematisch sind: Nicht überall, wo eine schwere Böe entlang fegt, steht ein Windmesser. Nach Schätzungen „fällte“ der Orkan im Kreis rund 50 000 Bäume. Sturm „Petra“ vor einer Woche war hingegen eher sanft. Wie die Bilanz von „Sabine“ ausfällt, wird man erst in einigen Tagen wissen. 

Damit jeder weiß, wo der Unterschied zwischen Orkan und orkanartig ist, die Beaufort-Skala mit den Windstärken (rechts oben anklicken für das gesamte Bild): 

Update 11.10 Uhr: Es gibt eine Reihe Neuigkeit vom Orkan - denn die Schäden werden langsam sichtbar. So hat es am Ammersee Teile des Stegs am Seewinkel weggerissen.In Starnberg wehte „Sabine“ ein Schutzhäuschen für Einkaufswagen an einem Supermarkt an der Gautinger Straße um. 

Schaden am Steg: In Herrsching hat „Sabine“ Teile des Steges am Seewinkel weggerissen.

Die Agentur für Arbeit teilte mit, dass sich Personen, die sich am Montag, 10. Februar, oder am Dienstag,  11. Februar, arbeitslos melden müssten oder einen sonstigen Termin bei der Arbeitsvermittlung oder Berufsberatung haben, nicht unnötig in Gefahr begeben müssen. „Wir werden, solange die besondere Wetterlage besteht, großzügig mit verspäteten Meldungen verfahren, das heißt, wir werden die persönlichen Arbeitslosmeldung in diesem Zeitraum auch rückwirkend.akzeptieren“, erklärte Oliver Wackenhut, stellvertretender Vorsitzender der Geschäftsführung und Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Weilheim, in dessen Gebiet auf der Landkreis Starnberg fällt.

Update 10.50 Uhr: Der AWISTA schließt wegen der anhaltenden Unwetterwarnungen auch am Dienstag die Wertstoffhöfe im ganzen Landkreis.  „Wir gehen davon aus, dass wir die Wertstoffhöfe am Mittwoch, 12.02.2020, wieder zu den bekannten Öffnungszeiten geöffnet haben. Das Schadstoffmobil (Giftmobil) fährt im Landkreis erst am Mittwoch wieder“, teilte der Abfallentsorger mit.

Update 10.45 Uhr: Die Zahl der Feuerwehreinsätze hat die 100 erreicht; kaum eine der 44 Feuerwehren im Landkreis ist noch im Gerätehaus. Neben den genannten Strecken (siehe 10.15 Uhr) sind auch die Strecken Hausen-Waldkreuzung und Hausen-Unterbrunn gesperrt. Die Strecke Starnberg-Gauting ist hingegen wieder frei. 

Update 10.35 Uhr: Sie haben es wirklich versucht: Die BRB musste bei Erkundungsfahrten ernüchternde Feststellungen machen. Züge fahren daher frühestens ab 14 Uhr. Die Bahn gibt für S-Bahn München und Regionalzüge derzeit keine Prognosen ab. 

Sturmtief Sabine: Mehrere Straßen gesperrt

Update 10.15 Uhr: Eine akute Warnung vor schweren Gewittern mit Orkanböen gilt seit eben bis gegen 11 Uhr für den östlichen Teil des Landkreises Starnberg - deswegen haben NINA und Katwarn ausgelöst. In diesem Bereich ist mit extremen Böen zu rechnen. Ein Blick aus dem Fenster zeigt - ein bisschen Weltuntergangsstimmung. 

Gesperrt: Mehrere Straßen im Landkreis sind blockiert, weil Bäume umgestürzt sind oder es bald könnten. Wie lange die Sperrungen andauern werden, ist offen.

Nachtrag zu einer gemeldeten Sperrung: „Auf Grund des Sturmtiefs Sabine drohen an der Verbindungsstraße zwischen Söcking und Hadorf Bäume umzustürzen. Die Feuerwehr Starnberg hat die Sperrung der Straße für den heutigen Montag, 10.02.2020 angeordnet“, teilte die Stadt Starnberg mit. Gleiches gilt für die Straße Wangen-Leutstetten. Beide führen durch Waldstücke. Das gilt auch für die Straße von Berg nach Münsing im Abschnitt zwischen Allmannshausen und Weipertshausen sowie bei Ammerland. Diese Strecke war schon vorige Woche bei Sturm „Petra“ gesperrt. 

Update 9.55 Uhr: Anders als die Landeshauptstadt München läuft die Abfallentsorgung im Landkreis derzeit noch planmäßig weiter. Sollte der AWISTA mit den Entsorgungsbetrieben eine andere Entscheidung treffen, wird diese umgehend bekanntgegeben. Noch ein Hinweis des AWISTA zu den Gelben Säcken: „Wir weisen die Bürgerinnen und Bürger darauf hin, die Gelben Säcke gut am Zaun zu befestigen, damit die Säcke nicht durch die Gegend fliegen. Gerne können die vollen Säcke auf unseren Wertstoffhöfen abgeben werden.“ Ob die am Dienstag wieder geöffnet sind, wird erst später entschieden. 

Update 9.50 Uhr: Das mit den Zügen wird sobald nichts. Wie die deutsche Bahn soeben mitteilte, könne erst nach Abflauen des Orkans geprüft werden, auch welchen Strecken Züge fahren können - einige Abschnitte sind von Bäumen blockiert. „Solange der Sturm noch in voller Stärke über Bayern unterwegs ist, wird der Zugverkehr weiterhin nicht rollen können“, so die Bahn. 

Update 9.25 Uhr: Die Kaltfront von „Sabine“ naht und damit der wohl schwerste Orkanteil. Ab sofort gilt eine Warnung für den Landkreis vor schweren gewittern mit schweren Orkanböen - das sind 130 km/h. Die Gewitter ziehen von Westen heran und treffen zuerst die Gemeinden am Ammersee. Danach ziehen sie weiter an den Starnberger See.  

Auch die Autobahnen bleiben nicht verschont. Auf der A 95 kommt es südlich des Starnberger Dreiecks zu Behinderungen - es liegen Bäume auf Fahrspuren.

Update 9.10 Uhr: Inzwischen sind mehrere Straßen im Landkreis gesperrt, darunter Söcking-Hadorf und die Strecke zwischen Gauting und Starnberg. Die Dauer ist unklar, da es für Einsatzkräfte unter Umständen zu gefährlich ist, in Bereiche durch Waldstücke zu fahren, solange der Orkan tobt. Inzwischen liegt die Zahl der Feuerwehreinsätze bei mehr als 50.

Auch bei der Stromversorgung sorgt „Sabine“ für Ausfälle. So mussten Reparaturtrupps der Versorger nach Berg und Herrsching angefordert werden. Wie groß die Ausfälle sind, ist derzeit unklar. 

Update 8.40 Uhr: Wegen des Orkans hat das Kommunalunternehmen AWISTA alle Wertstoffhöfe geschlossen - die meisten haben montags aber sowieso zu. Ob am Dienstag wieder offen sein wird, ist unklar. 

Sturmtief Sabine: Feuerwehren haben alle Hände voll zu tun

Update 8.07 Uhr: Seit 7.15 Uhr hat die Feuerwehr ihre eigene Leitstelle, die Kreiseinsatzzentrale im Landratsamt, in Betrieb. Die Masse an Einsätzen in der Region kann die Leitstelle Fürstenfeldbruck, die mehrere Landkreise betreut, nicht mehr allein bewältigen. Vier Mann koordinieren dort die Einsätze im Landkreis Starnberg. Bisher sind es mehr als zwei Dutzend seit 5 Uhr - da gab es den ersten Alarm für die Feuerwehr Gauting. Die Feuerwehren im ganzen Landkreis haben es nach Angaben von Anton Graf, Sprecher der Kreisbrandinspektion, bisher nur mit umgestürzten Bäumen zu tun. In einem Fall ist ein Strommast betroffen. 

Orkan „Sabine“ hat die 100-km/h-Grenze im Landkreis überschritten. Die Seite zebrafell.de, die Wetterdaten vom Ammersee veröffentlicht, meldet für 8 Uhr Böen von knapp über 100 km/h in Herrsching. 

Update 7.54 Uhr: Nun ist es soweit: Auch die S-Bahn stellt den Betrieb fast komplett ein. „Wir reduzieren aus Sicherheitsgründen den Betrieb. Geplant ist aktuell, zwischen Pasing und München-Ost einen Pendelverkehr aufrecht zu erhalten. Auf den Außenästen der S-Bahn fahren die S-Bahnen an die nächstgelegene Station und enden dort“, teilte die Bahn soeben mit. Die Bahn hat schon den ganzen Morgen keine Regional- und anderen Züge mehr fahren lassen. 

Leere am Bahnsteig (in Feldafing): Der S-Bahnbetrieb ist eingestellt - vorerst.

Update 7.40 Uhr: „Sabine“ dreht auf. Mehrere Straßen, so die Possenhofener Straße in Starnberg oder die Staatsstraße über die Maisinger Schlucht, waren von Bäumen blockiert. Feuerwehren sind im Einsatz. In Starnberg ist laut Polizei die Ampel an der Münchner Straße Höhe Landratsamt ausgefallen. 

Update 7.30 Uhr: S6 und S8 fahren derzeit störungsfrei, die S7 nicht. In seinem Gebiet - die Landkreise Starnberg und Landsberg gehören dazu - hat das Polizeipräsidium Oberbayern Nord bereits mehr als 100 Einsätze verzeichnet.

Update 6.55 Uhr: Die BRB (wie auch Meridian und BOB, die im Fünfseenland aber keine Linien betreiben) hat den Betriebsbeginn auf frühestens 10 Uhr verschoben. Das betrifft auch die Linie zwischen Augsburg, Dießen und Weilheim. „Da der Höhepunkt des Sturmtiefs Sabine erst im Laufe des Vormittags erwartet wird, startet der Fahrgastbetrieb in den Netzen von Meridian, BOB und BRB nicht vor 10:00 Uhr. Vorab werden auf allen Strecken Erkundungsfahrten durchgeführt“, heißt es in einer Mitteilung von 6.51 Uhr.

Update 6.40 Uhr: Mehrere Feuerwehren im Landkreis mussten bereits ausrücken, um umgestürzte Bäume von Straßen zu räumen, so in Perchting und Percha, aber nicht nur dort.

Für S7-Fahrer: Es gibt jetzt einen Schienenersatzverkehr. 

Update 6.25 Uhr: Die Bahn hat eine Lageeinschätzung abgegeben - und die ist nicht gut. Außer der S-Bahn im Großraum München fahren derzeit keine Züge in Bayern, also auch keine Regionalbahnen  über Tutzing und Starnberg. Alle Verbindungen sind momentan gestrichen. Je nach Lage des Orkans werde im Laufe des Vormittags der Verkehr wieder aufgenommen, teilte der Konzern mit.

Update 6.18 Uhr: Wer aus dem östlichen Landkreis Starnberg die S7 nutzen will - die fährt nicht. Bei Schäftlarn liegt ein Baum im Gleis, die Strecke ist gesperrt. Von Süden fahren S-Bahnen nur bis Ebenhausen-Schäftlarn, von Norden bis Baierbrunn. An einem Schienenersatzverkehr wird gearbeitet. 

Update vom 10. Februar, 5.55 Uhr: Die ersten Ausläufer von Orkan „Sabine“ haben den Landkreis erreicht - einzelne Böen mit fast 90 km/h (Windstärke 10) waren schon dabei. Richtig heftig wird es erst am frühen Vormittag, wenn eine Kaltfront mit Regen und teils Gewittern Südbayern erreicht. An der Warnlage hat sich in der Nacht nichts geändert - es gelten nach wie vor die höchsten und zweithöchsten Warnstufen vor Orkanböen bis 120, stellenweise 130 km/h. Störungen im S-Bahn-Verkehr sind bisher nicht bekannt - das kann sich aber minütlich ändern. Der Störmelder empfiehlt: „Bitte informieren Sie sich nochmals vor Reiseantritt über Ihre Verbindung auf www.bahn.de/reiseauskunft, im DB Navigator oder unter der kostenlosen Hotline 08000 99 66 33.“

Sturmtief Sabine erreicht das Fünfseenland: Bahn rechnet mit Behinderungen

Update vom 9. Februar, 23 Uhr: „Sabine“ ist offenbar stärker als zunächst angenommen. Der Wetterdienst Meteomedia hat am Sonntagabend die Unwetterwarnungen für den Landkreis Starnberg und fast den gesamten Freistaat auf Violett erhöht - die höchste Stufe. Zwischen 4 und 16 Uhr sei mit mit Orkanböen von 120 bis 130 km/h zu rechnen, vereinzelt mehr. Der DWD blieb zunächst bei der zweithöchsten Stufe. 

Update vom 9. Februar, 21.50 Uhr: Im Bahnverkehr ist am Montagmorgen mit Behinderungen zu rechnen. Die S-Bahn München ist optimistisch: „Zum Betriebsbeginn am Montag, 10.02.2020 ist geplant, den S-Bahnverkehr regulär aufzunehmen, die S-Bahnen des 10-Minuten-Takts der Linien S 2 Dachau / S 3 Maisach/Deisenhofen und S 8 Germering-Unterpfaffenhofen/Weßling müssen am Montagvormittag jedoch leider entfallen.“

Die BRB, die im Fünfseenland die Strecke am Westufer des Ammersees und nach Weilheim bedient, kündigte am Abend an, erst ab 8 Uhr am Montag den Betrieb aufzunehmen - und das auch nur eingeschränkt, nämlich im Stundentakt.  

Weil möglicherweise weniger oder keine Züge fahren, ist auf den Straßen wohl mehr los. Die Münchner Polizei rät, mehr Zeit einzuplanen, weil es wegen des Verkehrsaufkommens zu Staus kommen kann. 

Update vom 9. Februar, 21.20 Uhr: Der Unterricht an staatlichen Schulen fällt auf Geheiß des Landkreises aus - private Schulen entscheiden selbst, ob sie schließen. Das Landschulheim Kempfenhausen gab am Abend bekannt, dass am Montag kein Unterricht stattfindet. Für eine Betreuung an der Schule, falls erforderlich, sei gesorgt. Auch die Montessori-Schule auf Gut Biberkor schließt: „Auch in Biberkor entfällt der Unterricht. Es fahren keine Schulbusse. Das Kinderhaus bleibt geöffnet“, heißt es auf der Internetseite der Schule.Soweit ersichtlich, schließen sich die meisten Schulen privater Träger an, auch die Benedictus-Realschule in Tutzing. Liegen keine Infos vor, empfiehlt sich eine Nachfrage am Montagmorgen. 

Auch Kindereinrichtungen wollen vorsorglich wegen des Orkans schließen. Der Kindergarten "Arche Noah" in Tutzing beispielsweise bleibt am Montag zu, will am Dienstag voraussichtlich aber wieder öffnen. Informationen anderer Kindereinrichtungen liegen zur Stunde nicht vor. 

Sturmtief Sabine fegt über Starnberger Land: Schule fällt aus - aus Sicherheitsgründen

Update vom 9. Februar, 19.40 Uhr: Der Unterrichtsausfall am Montag im Landkreis Starnberg hat Sicherheitsgründe. „Grundlage für die Entscheidung war, dass insbesondere die Schulwegsicherheit nicht gewährleistet werden kann“, teilte das Landratsamt am Abend mit. Und weiter: „Nach der Meldung des Deutschen Wetterdienstes ist im Landkreis Starnberg ab ca. 5 Uhr morgens, anhaltend bis mindestens 12 Uhr mittags, mit Orkanböen von 100 bis 130 Stundenkilometern zu rechnen. Dies dürfte auch dazu führen, dass nicht alle Straßen, durch entwurzelte Bäume, oder herabgefallende Äste, problemlos befahrbar sein könnten, zudem könnten Menschen durch herumfliegende Gegenstände gefährdet sein.“ 

Update vom 9. Februar, 18.20 Uhr: Auch im Landkreis Starnberg fällt am Montag der Unterricht an allen staatlichen Schulen aus. Das gab das Landratsamt Starnberg soeben bekannt. „Sicherheit geht vor“, sagte ein Sprecherin, da angesichts des angekündigten Orkans Verkehrsverbindung blockiert sein dürften. Nach jetzigem Stand findet der Unterricht am Dienstag statt. 

Schulen im Landkreis Landsberg fallen aus - Entscheidung für Starnberg steht noch aus

Update vom 9. Februar, 17 Uhr: Der Landkreis Landsberg hat für Montag den Unterricht in allen Schulen abgesagt. „Grundlage für die Entscheidung der Koordinierungsgruppe ,Witterungsbedingter Schulausfall‘ im Landratsamt war, dass insbesondere die Schulwegsicherheit nicht gewährleistet werden kann“, teilte das Landsberger Landratsamt am Sonntagnachmittag mit. Die Schulen richteten am morgigen Montag einen Betreuungsdienst für Schülerinnen und Schüler ein, die dennoch zur Schule kommen. Alle Informationen zu den Schulausfällen finden Sie hier.

Im Landkreis Starnberg wird derzeit noch geprüft, ob die Schule ausfallen soll oder nicht. Mit einer Entscheidung wird in nächster Zeit gerechnet. 

Unwetterwarnung für Starnberg: Orkanböen zwischen 100 km/h und 120 km/h

Update vom 9. Februar, 15 Uhr: Die Wetterdienste haben soeben die ersten Unwetterwarnungen herausgegeben. Der DWD veröffentlichte für den Landkreis Starnberg eine amtliche Unwetterwarnung für die Zeit von Montag 4 bis 18 Uhr: „Es treten Orkanböen mit Geschwindigkeiten zwischen 100 km/h (28m/s, 55kn, Bft 10) und 120 km/h (33m/s, 64kn, Bft 12) anfangs aus südwestlicher, später aus westlicher Richtung auf. In Schauernähe sowie in exponierten Lagen muss mit Orkanböen um 130 km/h (36m/s, 70kn, Bft 12) gerechnet werden.“

Bereits ab Sonntag, 20 Uhr, gilt eine Warnung des Wetterdienstes Meteomeida vor Böen bis 90 bis 115 km/h. Beide Dienste haben die zweithöchste Stufe ausgerufen, was zu Auslösungen der Warn-Apps NINA und Katwarn führt. Die schweren Böen erreichen den Landkreis vermutlich am Montag ab 6 bis 7 Uhr und halten bis zum Nachmittag an. 

Sturmtief Sabine rückt näher: DWD warnt vor Orkanböen

Ursprungsmeldung vom 9. Februar, 10.47 Uhr

Starnberg – „Sabine“, soetwas wie die kleine Schwester von „Lothar“ und anderen Orkanen, zieht am Montag über das Fünfseenland hinweg. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt schon jetzt vor Orkanböen.

Seit Samstagvormittag gilt diese Vorwarnung für die Zeit zwischen Montag 2 Uhr und 18 Uhr: „Ab der Nacht zum Montag erfasst das Sturmfeld eines Orkantiefs über der Nordsee Deutschland. Verbreitet werden STURMBÖEN und SCHWERE STURMBÖEN (Bft 9-10, bis 100 km/h) erwartet. Vor allem mit Kaltfrontpassage und in Verbindung mit Gewittern sind ab den Frühstunden bis zum Montagabend ORKANARTIGE BÖEN (Bft 11, um 110 km/h) bis ORKANBÖEN (Bft 12, um 120 km/h) wahrscheinlich. 

Hinweis: Auch nachfolgend, zumindest bis in den Dienstag hinein, sind Sturmböen (Bft 9) wahrscheinlich, vor allem in Verbindung mit Gewittern auch schwere Sturmböen (Bft 10) sowie einzelne orkanartige Böen (Bft 11). Diese Vorabinformation weist auf eine potentielle Unwetterlage hin. Akute Wetter/Unwetterwarnungen werden zeitnah herausgegeben.“ Seit Sonntagvormittag gilt für diese Zeit eine Warnung vor Sturmböen bis 100 km/h. 

Die höchsten Windgeschwindigkeiten im Landkreis werden am Montagvormittag erwartet, es bleibt aber danach bis Mittwoch stürmisch. Wie „Sabine“ genau über Europa hinwegzieht und wie schnell, ist noch nicht ganz klar. Der Orkan kann sich im Kreis auch auf Dienstag ausweiten.

Der MVV und die Bahn warnen bereits vor Störungen am Montag und Dienstag. Mehr zum Wetter in unserem überregionalen Ticker

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