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Setzen sich für humane Pflege im Alter ein (v.l.): Armin Heil, Helmut Kilian, Christine Offtermatt, Gabriele Glas, Barbara Kieslich und Petra Scheucher.

Ein Haus der Begegnung

Tag der offenen Tür im Ilse-Kubaschewski-Haus

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Zum ersten Mal findet im Ilse-Kubaschewski-Haus in Starnberg ein Tag der offenen Tür statt. Mit einem Weißwurstfrühstück, zünftiger Blasmusik und der Vorstellung der verschiedenen Einrichtungen des Hauses ist für Besucher einiges geboten.

Starnberg– Aktiv sein im Alter ist für viele Starnberger Senioren dank des Ilse-Kubaschewski-Hauses problemlos möglich. Seit 2011 gibt es das Haus an der Hanfelder Straße 10, das längst zu einem wichtigen Dreh- und Angelpunkt vieler Starnberger der Generation 60 plus gewordden ist. Am Samstag, 30. Juni, findet nun zum ersten Mal ein Tag der offenen Tür statt, bei dem sich die Organisationen vorstellen, die im Haus ansässig sind.

Gemeinsam unter einem Dach befinden sich der Starnberger Seniorentreff, die ambulant betreuten Wohngemeinschaften Kochel- und Walchensee für demenzkranke Menschen, eine Tagespflege sowie die Sozialstation Starnberg der ambulanten Krankenpflege Tutzing. Außerdem gehören das Koordinierungszentrum Bürgerschaftliches Engagement für den Landkreis Starnberg (KoBE), der Förderverein der Ambulanten Krankenpflege und Ökumenischen Nachbarschaftshilfe Starnberger See (Seestern) sowie das Netzwerk Palliative Care zum Ilse-Kubaschewski-Haus.

Benannt ist das Gebäude nach Ilse Kubaschewski, Gründerin der gleichnamigen Stiftung. Die „Kuba“ war eine der erfolgreichsten Persönlichkeiten im deutschen Filmgeschäft – und es war ihr immer wichtig, Menschen in schwierigen Lebensphasen zu helfen. Im Jahr 1994 gründete sie die nach ihr benannte Stiftung, um die humane Pflege im Alter zu fördern. Zehn Jahre nach ihrem Tod wurde das nach ihr benannte Haus schließlich erbaut, in dem ein Team aus geschultem Personal Kubaschewskis Engagement fortführt.

„Wir möchten Aktivitäten, die im Alter möglich sind, nach außen tragen“, erklärt Dr. Barbara Kieslich, die den Bereich Fürsorge im Alter leitet. „Außerdem wollen wir den Irrglauben aus der Welt schaffen, dass demenzkranke Menschen keine Lebensqualität hätten.“ So entstand die Idee, demenzkranke Menschen in der Starnberger Innenstadt in Wohngemeinschaften unterzubringen. Jeweils neun Senioren leben heute in den beiden Wohngruppen, ambulant betreut von der Krankenpflege Tutzing unter der Leitung von Armin Heil. Die Mitbewohner der Wohngemeinschaften treffen im Ilse-Kubaschewski-Haus auch immer wieder auf Besucher des Seniorentreffs und der Tagespflege. „Es ist ein Haus der Begegnung“, freut sich Helmut Kilian, Leiter des Seniorentreffs. „Wir bieten den Senioren eine Plattform, um gemeinsam etwas zu unternehmen.“

Wer neugierig geworden ist, kann alle Einrichtungen im Ilse-Kubaschewski-Haus beim Tag der offenen Tür am 30. Juni kennenlernen. Um 10 Uhr gibt es ein Weißwurstfrühstück, danach präsentiert der Seniorentreff bei Kaffee und Kuchen seine Aktivitäten und Projekte. Es folgen eine Besichtigung der Tagespflege und eine Filmvorführung über die Wohngemeinschaften. Außerdem stellt sich die Ambulante Krankenpflege Tutzing vor, und Gabriele Glas von KoBE berät über bürgerliches Engagement. Die Ilse-Kubaschewski-Stiftung gibt zudem Informationen über Angehörigenberatung. Weitere Informationen über die Veranstaltung bekommen Interessierte unter z (0 81 51) 65 05 40.

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