Polizisten mit Nebenjobs
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Spektakulärer Unfall in Starnberg

Totalschaden nach illegalem Autorennen?

  • Michael Baumgärtner
    vonMichael Baumgärtner
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War es ein illegales Autorennen oder nur jugendlicher Leichtsinn? In der Nacht von Samstag auf Sonntag ereignete sich in Starnberg ein einigermaßen spektakulärer Unfall

StarnbergIn der Nacht von Samstag auf Sonntag ereignete sich in Starnberg ein einigermaßen spektakulärer Unfall, bei dem das Auto des Verursachers vermutlich einen Totalschaden davongetragen hat und der Fahrer sowie drei weitere Insassen verletzt wurden.

Ein 19 Jahre alter Andechser fuhr mit seinem Mazda 3 um 2 Uhr nachts auf der B2 durch Starnberg in Richtung München. Mit im Auto saß ein 21-jähriger Mann sowie zwei Mädchen im Alter von 17 und 14 Jahren. Begleitet wurde er von einem 20-jährigen Starnberger, der in seinem Pkw eine 15-jährige Beifahrerin sitzen hatte. Während nach Zeugenaussagen beide Fahrzeuge am Tutzinger-Hof-Platz noch nebeneinander standen, wechselte der Andechser ein paar hundert Meter weiter nach der Kreuzung zur Leutstettener Straße auf den rechten Fahrstreifen – direkt vor das Fahrzeug des Starnbergers. Dabei geriet er gegen den Randstein und stieß gegen die Straßenlaterne vor dem dortigen Fastfood-Restaurant. Anschließend schleuderte er auf die Straße zurück und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stehen. Alle Insassen des Mazda mussten mit Prellungen ins Krankenhaus gebracht werden, am Mazda entstand nach Schätzung der Polizei ein Schaden von rund 15 000 Euro. „Es ist also davon auszugehen, dass der 19-Jährige nicht nur mit Schrittgeschwindigkeit gefahren ist“, heißt es im Polizeibericht. Ob sich der Andechser und sein Starnberger Kumpel wegen eines kurzen illegalen Autorennens verantworten müssen, werden die weiteren Ermittlungen zeigen.

Unabhängig davon werden sich die vier jungen Leute, die im Mazda saßen, noch für einen Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz verantworten müssen. Denn: Alle vier Insassen leben in verschiedenen Haushalten, die Kontaktbeschränkung besagt aber, dass sich nur Personen aus einem weiteren Hausstand treffen dürfen. Und das gilt laut Polizeihauptkommissar Oliver Jauch „auch innerhalb von Kraftfahrzeugen. Die entsprechenden Bußgeldbescheide werden folgen“. 

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Der Fall erregte großes Aufsehen: Im Sommer vergangenen Jahres wollten Jugendliche in Starnberg eine Polizeiwache stürmen - nun erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage.

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