Maskenübergabe (v.l.): Landrat Stefan Frey, Michael Padberg (Vorstandsvorsitzender des Starnberger Unternehmerverbandes UWS), Erika Ardelt (Vorsitzende der Starnberger Tafel) und Gerd Zanker (Geschäftsführer Elektro Saegmüller).
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Maskenübergabe (vo.l.): Landrat Stefan Frey, Michael Padberg (Vorstandsvorsitzender des Starnberger Unternehmerverbandes UWS), Erika Ardelt (Vorsitzende der Starnberger Tafel) und Gerd Zanker (Geschäftsführer Elektro Saegmüller).

Starnberger Tafeln

Unternehmer spenden 15 000 FFP2-Masken

  • Michael Baumgärtner
    vonMichael Baumgärtner
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Nicht jeder Bedürftige erhält offiziell Sozialleistungen und damit die vom Staat zur Verfügung gestellten FFP2-Masken. Um auch Bedürftige, die keinen Anspruch auf diese Hilfe haben, mit den mittlerweile obligatorischen Atemschutzmasken zu versorgen, haben Unternehmer aus dem Landkreis den Tafeln 15 000 FFP2-Masken gespendet.

Starnberg – Die bayerische Staatsregierung hat für ganz Bayern 2,5 Millionen FFP2-Masken für Empfänger von Sozialhilfeleistungen zur Verfügung gestellt. „Für den Landkreis sind das etwa 10 500 Stück“, erklärt Landrat Stefan Frey. Aber es gibt auch viele ärmere Menschen, die keine offiziellen Sozialleistungen wie zum Beispiel Hartz IV vom Staat erhalten. „Und die fallen dann durchs Raster“, so Frey.

„Zu uns kommen beispielsweise viele alleinerziehende Mütter oder Rentner und Rentnerinnen, für die FFP2-Masken viel Geld kosten“, sagt Erika Ardelt. Umso glücklicher war die Vorsitzende der Starnberger Tafel am Donnerstag, als Gerd Zanker, Geschäftsführer der Elektro Saegmüller GmbH, und Michael Padberg, Vorstandsvorsitzender des Starnberger Unternehmerverbandes UWS, vor der Essensausgabe ein paar Kartons mit den zertifizierten Atemschutzmasken im Hof der evangelischen Friedenskirche an der Kaiser-Wilhelm-Straße vorbeibrachten. Insgesamt überreichten Padberg 10 000 und Zanker 5000 Masken an Frey. 650 davon erhielt Erika Ardelt, der Rest „wird an die anderen Tafeln im Landkreis über das Landratsamt aufgeteilt“, sagte Frey.

Als Zanker für die 110 Mitarbeiter in seinem Betrieb und deren Familien 2500 Masken bestellt hatte, kam ihm „spontan die Idee, 5000 FFP2-Masken für Bedürftige zu spenden“. Padberg hatte die gleiche Intention und finanzierte „mit Hilfe von Sponsoren“ 10 000 Stück der Gesichtsmasken, für die in Apotheken pro Exemplar zwischen drei und vier Euro zu zahlen sind. „Das ist für manche Menschen schon ganz schön teuer“, weiß Frey.

„Ich bin sehr dankbar“, sagte der Landrat. „Die Solidarität in unserem Landkreis mit bedürftigen Menschen freut mich sehr. Die Spenden sind ein starkes Zeichen.“ UWS-Vorsitzender Padberg begründete die Initiative seines Verbandes so: „Der Schutz aller Mitbürgerinnen und Mitbürger ist uns sehr wichtig, und mit dieser Spende wollen wir ein Zeichen der Solidarität im Landkreis setzen, damit wir gemeinsam erfolgreicher im Kampf gegen das Coronavirus werden.“

Auch für Saegmüller-Geschäftsführer Zanker ist es „ein Anliegen, Menschen zu unterstützen, damit auch sie sich bestmöglich vor dem Virus und seiner Ausbreitung schützen können“. Schließlich sei er „sehr dankbar, dass wir als Handwerksbetrieb bis heute gut durch die Krise gekommen sind“. Erika Ardelt, die mit der Starnberger Tafel rund 350 bedürftige Menschen ernährt, machte sich sogleich ans Werk und packte mit ihren fleißigen Helfern die Schutzmasken in jede Lebensmitteltüte. „Ich werde jedem bei der Ausgabe erklären, wie die Masken funktionieren und dass man sie auch mehrmals verwenden kann, um Müll zu vermeiden“, sagte die Tafel-Chefin.

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