Asyl: Unterstützer suchen Mitstreiter

Starnberg - Der Unterstützerkreis für die in Starnberg lebenden Asylbewerber ist groß. Aber die Helfer suchen nach weiteren Mitstreitern, um die Unterstützung noch besser organisieren zu können.

Wer helfen will, kann sich am Montag, 1. Dezember, informieren. Um 14.30 Uhr gibt es ein Treffen im Seniorentreff an der Hanfelder Straße. Unter anderem soll ein Unterstützerkreis für Asylbewerber gegründet werden. Das teilt Gabriele Glas vom Koordinierungszentrum für Bürgerschaftliches Engagement (KoBE) mit.

Die rund 150 Asylbewerber in Starnberg sind auf 13 Unterkünfte aufgeteilt. 51 leben allein im Mühltal. Die Unterstützung - Einzelpersonen und organisierte Gruppen - reicht von ehrenamtlich organisierten Sprachkursen über die Begleitung bei Arzt- und Behördenbesuchen bis hin zur Hilfe bei Bewerbungen. „Die meisten möchten möglichst bald arbeiten“, sagt Glas. Die Hilfsbereitschaft in Starnberg sei groß. Bisher war es in Starnberg allerdings schwierig, den passenden Ansprechpartner zu finden, wenn man sich engagieren wollte, oder einen Kreis, in dem man sich austauschen konnte. In enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Gruppe Asyl im Landratsamt, die für die Unterbringung und soziale Betreuung der Asylbewerber zuständig sind, möchten das KoBE und der Seniorentreff die in Starnberg für Asylbewerber engagierten Menschen in einem Unterstützerkreis für Asylbewerber zusammenbringen und die verschiedenen Aktivitäten koordinieren.

Ein erstes Treffen fand Anfang November statt. Vivien Thomas ist seitdem zentrale Ansprechpartnerin. Inzwischen gibt es für einige Unterkünfte Paten, die regelmäßig mit den dort lebenden Asylbewerbern in Kontakt bleiben. Für die Zukunft ist laut Mitteilung des KoBE geplant, den Helferkreis nach Themenschwerpunkte zu strukturieren. So soll sich eine Gruppe um Deutschkurse kümmern. Andere könnten sich um die Integration bemühen und beispielsweise Mütter mit ihren Kindern in bestehende Mutter-Kind-Gruppen integrieren oder die vielen jungen Asylbewerber mit anderen Jugendlichen in Kontakt bringen und nach Freizeitmöglichkeiten für sie suchen. Mitarbeit ist aber auch beim Aufbau einer Webseite und bei der Öffentlichkeitsarbeit denkbar. Gedacht wird auch an die Einrichtung eines regelmäßigen Begegnungstreffs zwischen Asylbewerbern und Starnberger Bürgern, vielleicht mit dem Namen „Cafe Asül“.

Alle Ideen sollen bei dem Treffen am kommenden Montag diskutiert werden. Infos gibt es bei Vivien Thomas unter z (0 81 51) 7 50 22 98, E-Mail info@vivienthomas.de, bei Gabriele Glas unter Telefon (0 81 51) 6 52 08 15, E-Mail: info@engagement-lk-sta.de, oder Helmut Kilian unter Telefon (0 81 51) 6 52 08 10, E-Mail: h.kilian@seniorentreff-starnberg.de.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Wörthsees Sorgenkind ist der Verkehr
Wo drückt die Wörthseer der Schuh? Was bewerten sie am besten? Die CSU hatte die Bürger aufgefordert, im Rahmen einer Umfrage ihre Bewertungen abzugeben. Erste …
Wörthsees Sorgenkind ist der Verkehr
Bewegender Abschied nach 42 Jahren: Bei ihr ging ganz Söcking in den Kindergarten
Sie kennt ganz Söcking und halb Starnberg: 42 Jahre lang hat Sibylle Giuffredi mit den Kindern des Maria-Kempter-Kindergartens in Söcking gespielt, gekuschelt und ihnen …
Bewegender Abschied nach 42 Jahren: Bei ihr ging ganz Söcking in den Kindergarten
Gymnasium Herrsching: Nachbarn fragen, Experten antworten
Viele Fragen hatten die Herrschinger Bürger auch beim jüngsten Info-Abend zum geplanten Gymnasium. Laut Planer Dietmar Narr sind die Planungen noch ganz am Anfang.
Gymnasium Herrsching: Nachbarn fragen, Experten antworten
Tutzinger SPD mit Altersspanne zwischen 24 und 83
Der Tutzinger SPD-Ortsverband hat nun ebenfalls seine Liste für die Kommunalwahl 2020 aufgestellt. Renate Geiger tritt dieses Mal nicht mehr an.
Tutzinger SPD mit Altersspanne zwischen 24 und 83

Kommentare