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Benno C. Gantner mit dem Werk über sein Heimatdorf. 
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Percha und der See: Das Foto zeigt die 1883 gegründete Rambeck-Werft um das Jahr 1910. Auf der Würm hatten seinerzeit noch alle Boote Platz. Längst leitet Anton Dreher den Traditionsbetrieb.
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Tunnelblick: Im März 1967 wird die neue Würmbrücke errichtet. Die bereits montierten Metallröhren werden angeliefert und dann an Ort und Stelle zusammengebaut.
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Eindeutig am Fass zu erkennen: Die Mitglieder des Gesangvereins Frohsinn Percha stellen (und legen) sich bei einer Feier fürs Gruppenfoto auf. Das Foto datiert aus der Zeit zwischen 1925 und 1930.
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Skirennen am Klosterberg: Percha gegen Aufkirchen – welche Schule hat die schnellsten Rennläufer? Auch für das Publikum war das eine Riesen-Gaudi. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahr 1959.
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So viel Platz: Der Blick von der Buchhofstraße auf das Dorf – aufgenommen 1905 – zeigt, wie wenige Häuser damals an der Würmstraße standen. Es bestand freier See- und Bergblick über die Wiesen und Felder.
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Leben auf dem „Freibadeplatz“: 1961 hatte die Gemeinde die Freifläche von der Bayerischen Schlösser- und Seenverwaltung übernommen und innerhalb von sechs Jahren für insgesamt 60 000 D-Mark hergerichtet.
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Davongekommen: Das Foto aus dem Februar 1919 zeigt die Soldaten aus Percha, die den Ersten Weltkrieg überlebt haben. Sie stehen vor dem Perchaer Gasthaus, das damals zur Brauerei Starnberg gehörte.

Ortschronik

Vom Dorf zur Vorstadtsiedlung - Neues Buch über die Geschichte Perchas

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Der Historiker Benno C. Gantner hat eine Chronik über „sein“ Percha erstellt. Das Buch beinhaltet 620 Bilder. Am Dienstag wird es offiziell vorgestellt.

Percha – Der Blick schweift über Wiesen und Felder auf die paar Häuser, die sich an der Würmstraße nach Starnberg gruppieren, dahinter liegt ruhig der See. Was für eine Idylle und was für eine Stille. Kein Stau, kein Hupen, kein Lärm, keine Partys, keine Motorboote und auch kein Beach. Percha sieht auf der Ansichtskarte von 1905 beinahe aus wie ein Dorf aus einem Ganghofer-Roman. Für Benno C. Gantner ist dieses Foto ganz besonders interessant. „Es zeigt, welchen Blick die Perchaer damals auf den See und die Berge hatte.“ Und es ist eines von 620 Bildern, die der Kunsthistoriker und Kunsthändler in seinem neuen Buch zeigt.

Wobei Buch eine Untertreibung ist. Es ist eher eine 276 Seiten dicke Liebeserklärung an die Heimat – mit Untertönen, die zum Nachdenken anregen. „Was ist die Identität Perchas?“, fragt der 63-Jährige im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. „Mit der Lage am See kann man sich identifizieren“, antwortet er selbst. „Mit der alten Hofgruppe, die zerfällt, ist es dagegen schwierig.“ Und dann erst der Verkehr – „ein direktes Gesicht hat Percha heute nicht mehr.“

Im Buch heißt es: „Percha entwickelte sich vom Dorf zur Vorstadtsiedlung von Starnberg.“ Und genau diese Entwicklung zeigt Gantner anhand der vielen Fotos aus den vergangenen 130 Jahren: vom Ort, vom See, von den Höfen und Werften, von Werkstätten und Läden, von Menschen und Vereinen.

Der ganz überwiegende Teil der Bilder stammt aus Gantners Archiv. Nachdem Uropa Benno aus Isen über München nach Percha gekommen war, fotografierten die folgenden drei Generationen die Entwicklung des Ortes. 2016 starb der Vater – und Benno C. Gantner machte sich daran, den Nachlass und seine eigenen Fotos zu sichten und eine Auswahl für das Buch zu treffen. „Andere Perchaer haben beigesteuert, was sie konnten“, sagt der Leiter des Arbeitskreises der Ortshistoriker dankend.

Das Buch „Percha – Zeitgeschichte in Bildern“ ist im Buchhandel erhältlich und kostet 39,80 Euro. Am Dienstag, 4. Dezember, um 18 Uhr stellt Gantner es im Pfarrsaal St. Christophorus (Berger Straße) vor.

Bilder in der Fotostrecke: Benno Michael Ganter (2), Familienarchiv Ganter (4), Alois Berberich/Bernhard Konrad, Anton Dreher sen. Karl Dirnberger, Angelo Zannantonio

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