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Rosario de Dominicis (links) und Sascha Grießhammer.

Münchner Hof

Waschen, legen, speisen im ehemaligen „Maximilian‘s“

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Das „Maximilan’s“ ist Geschichte. Nach langem Leerstand wird im Münchner Hof in Starnberg bald wieder gegessen und getrunken. Aber auch gewaschen, geschnitten, gelegt und gefönt. Start: 1. März.

Starnberg– Sascha Grießhammer war die Gastronomie im Münchner Hof schon vertraut, als sie noch „Königswasser“ hieß. „Damals war ich dort gerne zu Gast, war mit den Wirten gut bekannt.“ Jetzt, nach dem letzlich gescheiterten Intermezzo mit Günter Grossegger und dann noch mit dem jungen Ukrainer Lion Konovaliuk als Betreiber des Restaurants, lässt der Starnberger Coiffeur die erkaltete Küche wieder anfeuern. Er selbst wird allerdings nicht am Herd oder hinterm Tresen stehen. Dafür hat er sich Rosario de Dominicis an die Seite geholt. Der Kult-Italiener, mittlerweile auch schon seit 29 Jahren in Starnberg, hat nach Stationen an der Oßwaldstraße (gegenüber vom Klinikum) und an der Ludwigstraße dort seine Zelte abgebrochen und wird „Bei Rosario“ an der Maximilianstraße neu einrichten. Die Unterschriften unter die Verträge mit dem Vermieter und dem Nachfolger der Lokalität an der Ludwigstraße sind taufrisch.

Rosario de Dominicis (58) firmiert im Münchner Hof als Untermieter. Hauptmieter der Gewerbeflächen ist Grießhammer. Der 48-Jährige eröffnet dort im früheren Bereich der „Gaststube“ seinen dritten Salon. „Im Gebäude von Delikatessen Schindler gibt es keine Erweiterungsmöglichkeiten, auch nicht nebenan im Gebäude Maximilianstraße 3,“ erklärt der Friseurmeister. Für seine mittlerweile 20 Angestellten, darunter sechs Auszubildende, ist es in den historischen Bauwerken gegenüber vom neuen Münchner Hof zu eng geworden. So folgte er dem Vorschlag eines Bekannten, auf der anderen Straßenseite eine dritte Filiale einzurichten.

In der neuen „sasa“-Dependence entstehen acht Frisierplätze und drei Waschtische. Einen Teil der Einrichtung übernimmt Grießhammer. Das sind die eingebauten Regale und die Deckenelemente aus dem gleichen hochwertigen Holz. „Das hat der Vermieter zur Bedingung gemacht.“ Für Grießhammer ist das kein Problem. Die neue Einrichtung – der Einbau läuft auf Hochtouren – lässt er dem vorhandenen Interieur anpassen.

Die zum Gastronomiebereich im vorderen Teil der Räume erforderliche Abtrennung aus Glas – „das ist wegen der Hygienebestimmungen unerlässlich“ – lässt Grießhammer passend zum vorhandenen Holz einfassen. Die Beleuchtung wird komplett auf die Bedürfnisse eines Frisiersalons abgestimmt.

Den neuen Salon wird der Coiffeur mit Tobias Kabirschke gemeinsam als gleichberechtigte Geschäftsführer leiten. Der 28-Jährige hat bei Grießhammer das Friseurhandwerk gelernt und ist nach Abschluss der Ausbildung bei ihm geblieben. Beide suchen noch weitere Mitarbeiter. Bis zu vier Arbeitsplätze sind zu besetzen. Auch weitere Azubis möchte Grießhammer einstellen – maximal sechs. Apropos Ausbildung: Grießhammer ist deutschlandweiter Markenbotschafter der Firma Schwarzkopf. In dieser Funktion wird er in dem neuen Salon Schulungen für Friseure anbieten, mit den Produkten von Schwarzkopf.

Rosario de Dominicis hat sein Engagement an der Ludwigstraße beendet. Er könnte sofort an der Maximilianstraße weitermachen. Dort findet er ein gemachtes Nest vor. Die Küche ist komplett eingerichtet, frisch aufgemöbelt. Auch die Theke an der Stirnfront des Atriums, das der gebürtige Italiener wie seine Vorgänger ebenfalls wieder bewirten wird, ist sofort einsatzbereit. Rosario lässt es langsam angehen: „Ich eröffne gemeinsam mit Sascha.“ Denn der künftige Frisiersalon ist noch Baustelle. Und Rosario nimmt sich die Zeit, um ein erfolgversprechendes Konzept für den Biergarten im Außenbereich des Münchner Hofs zu entwickeln. Man darf gespannt sein.

Und was erwartet den kulinarischen Gast demnächst im bisherigen „Rosario“ an der Ludwigstraße? Dort wird künftig indische Küche serviert – im „India Garden“. Der damit dritte Inder in Starnberg neben dem „Sur Bollywood“ und dem „Maharaja“, beide an der Achheimstraße.

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