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Besonders bienenfreundlich will Starnberg sein. Die Stadt bewirbt sich für ein Prädikat.

Prädikat

Starnberg will „Bienenfreundlichste Kommune in Oberbayern“ werden

Die Stadt Starnberg wird sich um den Titel „Bienenfreundlichste Kommune in Oberbayern 2020“ bewerben.

Starnberg– Der Umweltausschuss des Stadtrates hat das am Donnerstagabend einstimmig beschlossen und ist damit einem Antrag der SPD-Fraktion gefolgt. Im Rathaus gibt man der Stadt gute Chancen – doch Stadtrat Dr. Franz Sengl (Grüne) brandmarkte die Aktion als scheinheilig.

SPD-Stadtrat Tim Weidner hatte den Antrag formuliert, weil zwar viele beim Volksbegehren „Rettet die Bienen“ unterschrieben hatten, jedoch kaum Gemeinden an Wettbewerben des Freistaates teilnähmen – nach seiner Rechnung weniger als fünf Prozent. Starnberg müsse sein Licht nicht unter den Scheffel stellen, weil „die Stadt handelt“, sagte er. Die Bienen seien ein Symbol für den Artenschutz, der aber mehr umfasse als nur Insekten.

Die Stadtverwaltung unterstütze den Vorstoß, erklärte Bürgermeisterin Eva John. In der Beschlussvorlage listet das Rathaus auf, was bisher schon unternommen werde. Die Liste reicht von der pestizidfreien Bewirtschaftung städtischer Flächen über sechs größere Bienenhotels im Stadtgebiet, sechs so genannte Erdhummelkästen (Nisthilfen für Hummeln) und weitere Maßnahmen bis hin zur Neuschaffung von rund 1000 Quadratmetern Blühflächen in den vergangenen Jahren. John verwies auf die regelmäßige Nachpflanzung von Obstgehölzen und auf das Engagement für Vögel. So habe man in die Fassade des Seebads in Zusammenarbeit mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV) bereits Nistkästen integriert. Weitere Maßnahmen sind für 2020 in Vorbereitung. Bei den bisherigen Wettbewerben lag der Fokus nur auf Bienen.

Franz Sengl stimmte zwar zu, wetterte dennoch: Es sei scheinheilig, für das geplante Gewerbegebiet Schorn 42 Hektar aus dem Landschaftsschutzgebiet zu nehmen und gleichzeitig bienenfreundliche Kommune sein zu wollen. Das zeige, dass „der Artenschutz nicht ernst genommen wird“. Anton Wiesböck (FDP) führte als Vorteil für Bienen und andere Insekten ins Feld, dass es in Starnberg noch viele Landwirte mit Kühen auf Weiden gebe – und deren Kuhfladen eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten seien. Auf Hinweis von Markus Mooser (WPS) sollen die örtlichen Imker einbezogen werden; allein schon, um zu wissen, wie viele Bienenvölker es überhaupt gibt in der Stadt.

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