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Soll für den Artenschutz aufgewertet werden: Die Wiesenfläche am Mausoleum in Söcking. 

Umweltprojekt im Landkreis

Starnberg soll vorbildlich blühen

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Die Artenvielfalt stärken will das Projekt „Starnberger Land blüht auf“. Die Stadt Starnberg wurde nun zur Pilotgemeinde auserkoren. Unter professioneller Anleitung lernen die Bauhofmitarbeiter Ende September, wie man Flächen für Tiere und Pflanzen ideal nutzt.

Starnberg – Starnberg soll vorbildlich blühen. Die Stadt bietet passende Flächen, um auf vielfältige Art und Weise zu demonstrieren, wie man Lebensraum für Tiere und Pflanzen schaffen kann. Deshalb wurde sie zur Pilotgemeinde des Projekts „Starnberger Land blüht auf“ gewählt. Das melden die Initiatoren der Solidargemeinschaft Starnberger Land und des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege in einer Pressemitteilung.

Die Entscheidung habe sich das vierköpfige Bewertungsteam nicht leicht gemacht. Ihm gehören die Naturgartenplaner Dr. Reinhard Witt und Karin Kaltofen sowie Jana Schmaderer, Vorsitzende der Solidargemeinschaft, und Anna Neppel, Vorsitzende des Gartenbau-Kreisverbands, an. Um die Pilotgemeinde zu bestimmen, war das Gremium Ende Mai zwei Tage lang auf einer Besichtigungstour durch den Landkreis unterwegs gewesen. Sie begutachteten Flächen der Gemeinden Andechs und Seefeld, der AWA Ammersee, der VR-Bank Starnberg-Herrsching-Landsberg, des Unternehmens TQ-Systems, des Landkreises und der Stadt Starnberg.

Die Maßnahmen sind abhängig von Bodenbeschaffenheit und Lage

Die Flächen sollen aufgewertet werden, um die Artenvielfalt zu stärken. In der Kreisstadt ließe sich die Bandbreite der Methoden am besten zeigen, sagt Jana Schmaderer auf Nachfrage. „Je nach Bodenbeschaffenheit und Lage arbeitet man individuell. Manchmal geht es nur darum, nicht zu mulchen. Andernorts muss zum Beispiel spezielles Saatgut eingebracht werden.“ Zum Konzept der beiden beauftragten Naturplaner gehören auch Hecken und Stauden, in denen Vögel Schutz finden.

In Söcking sollen eine Blühwiese am Ortseingang vergrößert und die Bereiche zwischen den Bäumen am Mausoleum Söcking aufgewertet werden. Dazu kommen Flächen am Bahnhof Nord sowie an der Possenhofener Straße und ein Randstreifen an der Gautinger Straße.

An diesen ausgewählten Orten werden Ende September Bauhofmitarbeiter aus Starnberg – aber auch aus den Gemeinden Berg, Tutzing, Andechs, Gauting, Krailling und Seefeld – sowie die Zuständigen der beteiligten Firmen geschult. „Aber die stehen nicht alle daneben und schauen zu. Jeder bringt sein Werkzeug mit. Das ist ,learning by doing‘, erklärt Schmaderer. Mit dem Anlegen der Flächen sei es aber nicht getan.

Die Projekt-Teilnehmer treffen sich zu einem Pflegetag

2020 treffen sich die Teilnehmer des Projekts dann zu einem Pflegetag. „Damit die ganze Arbeit nicht umsonst war“, sagt Schmaderer. Die Vorsitzende der Solidargemeinschaft betont, dass die Wildpflanzen, Wiesenblumen und Gräser nicht nur für eines, sondern für mehrere Jahre angelegt werden sollen. Anna Neppel vom Gartenbau-Kreisverband ergänzt: „Manche Pflanzen brauchen drei Jahre, bis sie sich voll entwickeln.“ Sie befürchtet, dass der eine oder andere Bürger „sehr auf bunt getrimmt“ ist und die Flächen nicht schön finden könnte.

Für Schmaderer ist klar: „Das Projekt soll auch die Bevölkerung zum Nachdenken anregen. Je mehr Flächen desto besser.“

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