Platzprobleme an der Kreissparkasse: Mit einem Test vor Ort will die Stadt klären, ob alle Parkplätze an Wittelsbacher- und Ludwigstraße bleiben können. Dort sind eigentlich Flächen für die Feuerwehr (bei einem Einsatz im Juni vorigen Jahres) vorgesehen.  Foto: ike
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Platzprobleme an der Kreissparkasse: Mit einem Test vor Ort will die Stadt klären, ob alle Parkplätze an Wittelsbacher- und Ludwigstraße bleiben können. Dort sind eigentlich Flächen für die Feuerwehr (bei einem Einsatz im Juni vorigen Jahres) vorgesehen.

Wittelsbacher Straße gesperrt

Praxistest soll Parkplatz-Frage klären

Am Freitagvormittag müssen sich Autofahrer in der Innenstadt auf kurzzeitige Sperrungen einstellen. Hintergrund sind Tests im Auftrag der Stadt, ob Parkplätze im Bereich der Kreissparkasse bleiben können oder nicht.

Starnberg – Ein Test größeren Stils findet am kommenden Freitag, 11. Dezember, in der Starnberger Innenstadt statt, genauer: im Umfeld der Kreissparkasse an der Wittelsbacherstraße. Hintergrund ist der seit Jahren bestehende Konflikt um Parkplätze vor dem Gebäude, aber auch an der Ludwigstraße. Zuletzt im Juni hatte sich der Mobilitätsausschuss des Stadtrates mit der Frage befasst, dabei kam die Idee eines Praxisversuchs auf. Der findet nun am Freitag statt.

Die Wittelsbacherstraße zwischen Ludwig- und Zweigstraße sowie die Ludwigstraße im Bereich zwischen der Wittelsbacher- und der Hauptstraße müssen dafür am Freitag zwischen 8.30 und 11.30 Uhr gesperrt werden, teilte das Rathaus gestern mit. Fußgänger könnten die Straßen weiterhin passieren. Auf den Busverkehr habe die Sperrung keine Auswirkung, da die Busse über die Maximilianstraße und die Ludwigstraße umgeleitet würden. Die Sperren sollen so kurz wie möglich sein.

„Hintergrund der Maßnahme ist, dass die Flächen für die Feuerwehr im Bereich der Wittelsbacherstraße und der Ludwigstraße nach den Vorgaben der bestehenden Baugenehmigung gewährleistet werden müssen“, erklärte Rathaussprecherin Lena Choi auf Nachfrage. „Bei dem Fahrversuch soll unter Beteiligung der Fachstellen Polizeiinspektion Starnberg und Feuerwehr Starnberg unter Zuhilfenahme eines Fahrzeugs der Feuerwehr geprüft werden, welche Stellplätze im Bereich Wittelsbacherstraße/Ludwigstraße entfallen oder verlegt werden und welche bestehen bleiben können.“

Geht es nach dem Baurecht, dürften an den Straßen gar keine Parkplätze ausgewiesen werden, weil es Aufstellungsflächen für die Feuerwehr sind. Bisher, so hieß es in der Sitzung im Juni, habe sich dafür aber keine Behörde groß interessiert. Die Frage kam wieder ans Licht, als die Parkplätze an der Ludwigstraße von der linken Seite (in Blickrichtung Hauptstraße) auf die rechte Seite verlegt wurden – seither gibt es Debatten, Anwohner beklagen sich. Bürgermeister Patrick Janik hatte schon im Sommer erklärt, sein Ziel sei der Urzustand – Parkplätze links. Unter Stadträten gibt es Befürworter der Wegnahme der Parkplätze (auch zugunsten eines Radstreifens) ebenso wie für deren Erhalt zur Förderung des Handels – und die Fronten waren zuletzt einigermaßen verhärtet. Der Test mit der Drehleiter auf Geheiß der Stadt soll nun zeigen, wie die Lage in der Praxis aussieht.

Kommandant Markus Grasl erklärte auf Anfrage, die Feuerwehr werde „auf Anweisung des Bürgermeisters“ die entsprechenden Tests ausführen – zum Einsatz kommt dabei die Drehleiter. Ob und welche Parkplätze bleiben können, kommentiert der Kommandant nicht. Parken oder Halten in Feuerwehr-Anfahrtszonen sowie Aufstellungs- und Bewegungsflächen sei generell nicht möglich, erklärte er. Die strittigen Bereiche um den Kreissparkassen-Bau sind genau das – Rettungswege.

Bürgermeister Janik hatte im Sommer angekündigt, nach dem Test eine endgültige Planung vorlegen zu wollen.

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