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Mit diesen Zetteln will die Stadt Starnberg davor warnen, Bettlerbanden zu unterstützen.

Aktion

Stadt kämpft gegen Bettler-Banden

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Starnberg – Seit einiger Zeit gibt es offenbar immer mehr organisierte Bettler in Starnberg. Mit einer „Stopp“-Aktion will die Stadt dieser Entwicklung nun entgegenwirken. 

Sie kommen oft mit dem Kleinbus, werden am Bahnhof Nord oder auf einem Supermarkt-Parkplatz regelrecht ausgesetzt – und müssen dann los. Mit oder ohne Pappschilder, meist erbärmlich angezogen, zum Teil mit offensichtlichen Gebrechen, nicht der deutschen Sprache mächtig: organisierte Bettler-Banden. Was in München seit Jahren zunehmend zum Problem wird, ist längst auch in Starnberg angekommen. Dagegen will die Verwaltung nun offensiv vorgehen. 

Polizeichef Matuschek: "Zunahme an Bettler-Banden unbestritten"

Dieser Tage kommt ein achteckiger, roter „Stop“-Zettel in Umlauf. Darauf heißt es unter anderem: „Die Stadt Starnberg warnt vor organisierten Bettlerbanden, die mit immer neuen Methoden und Tricks arbeiten, um das Mitleid der Passanten zu erwecken.“ „Wir wollen damit die Menschen aufklären“, sagt Bürgermeisterin Eva John. Denn hinter den Banden stecke oft genug ein straff organisiertes kriminelles Umfeld, auf deren unterster Stufe die Bettler stehen. Sie würden in Abhängigkeit gebracht und zum Betteln gezwungen. „Bitte helfen Sie, diesen Kreislauf zu durchbrechen und geben Sie kein Geld“, schreibt die Stadt. 

Nur wenn die Hintermänner erfahren, dass es in Starnberg nichts zu holen gebe, lasse sich diese Form des Bettelns eindämmen, hofft John. Polizeichef Bernd Matuschek findet den Vorstoß aus dem Rathaus gut. „Es gibt unbestritten eine Zunahme an Bettler-Banden“, hat er beobachtet. Matuschek erinnert sich an einen Besuch des rumänischen Generalstaatsanwalts vor zwei Jahren. „Er hat uns gesagt, dass die Behörden in Rumänien die Häuser und Autos der Bandenchefs fotografieren und veröffentlichen.“ Damit könne jeder sehen, wer von dem Geschäft mit der Armut profitiere. 

Geschäftsleute sollen bei Flyer mit ins Boot genommen werden

Die Starnberger Polizei selbst wird aktiv, wenn es Hinweise aus der Bevölkerung gibt oder die Beamten selbst etwas mitbekommen. Den „Stop“-Zettel sollen nach Johns Wunsch nun Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes in Umlauf bringen, wenn sie beispielsweise mitbekommen, dass Bettlern Geld gegeben wird. Darüber hinaus sollen die Geschäftsleute mit ins Boot genommen werden. „Wir werden die Flyer an möglichst viele Menschen verteilen“, sagt beispielsweise Victoria Lettl von Raumdekor Lettl, die auch stellvertretende Vorsitzende der City Initiative Starnberg ist. „Die Bettler selbst werden doch nur ausgebeutet“, sagt sie: „Man darf ihnen nichts geben."

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