Nach Flächenverkauft

Bürgermeisterin soll Tennisplätze retten

Starnberg - Der TSV Starnberg fürchtet nach dem Verkauf eines Teils seiner bisher gepachteten Plätze um die Zukunft der Abteilung. Nun soll Bürgermeisterin Eva John die Sache klären.

Eine Resolution, die Vorstand und Tennisabteilung des TSV veröffentlicht hatten, zeigt Wirkung. Der Haupt- und Finanzausschuss des Starnberger Stadtrates hat Bürgermeisterin Eva John beauftragt, Verhandlungen mit dem Investor aufzunehmen, der die Waldflächen nördlich des TSV-Sportgeländes am Riedener Weg für Wohnbauzwecke erworben hat. Durch den Eigentümerwechsel sind fünf von der Tennisabteilung genutzte Spielplätze ab Herbst nicht mehr bespielbar. Ob der Investor dort seine Pläne realisieren kann, steht noch in den Sternen, denn bisher ist die Fläche kein Bauland.

„Man kann nichts versprechen, aber es versuchen“, sagte John. Es gehe darum, zunächst die Verfügungsberechtigung für den TSV zu sichern – es geht auch um die Zufahrt. Darüber hinaus würden bereits Gespräche mit „vielerlei Beteiligten“ geführt, um eine Lösung für die Tennisspieler zu finden. Winfried Wobbe (UWG) und Johannes Bötsch (BMS) plädierten dafür, auch mit Peter Lang, Inhaber der Tennisanlage an der Gautinger Straße, zu reden. Er hatte seine Halle vergeblich dem Landkreis als Asylunterkunft angedient. Tim Weidner (SPD) verlangte ein zukunftsfähiges Gesamtkonzept.

Die Tennisabteilung hatte in der Resolution auf die Folgen des Platzverlustes hingewiesen: „Die Beschränkung des Vereins auf die in seinem Eigentum befindlichen vier Tennisplätze, eine Folge der neuen Eigentumsverhältnisse, hätte das Aus für den Tennisbetrieb als Leistungs- und Freizeitsport in erreichbarer Nähe zur Folge. Betroffen wären über 250 Mitglieder der Tennisabteilung des TSV-Starnberg, davon 40 Prozent Kinder und Jugendliche, so wie viele Gastspieler und Schüler der Berufsschule.“ Der TSV fürchtet zudem, dass eine Wohnbebauung am Riedener Weg wegen der Lärmbelastung den Bestand des Stadions gefährden könnte. Alles solle bleiben, wie es bisher war. 

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