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Starnberg von oben: Die Gleise am Bahnhof See trennen die Stadt vom Wasser. Diese Trennung zumindest abzumildern, firmiert unter Seeanbindung. Die CSU hat dazu ihre Grundposition neu festgelegt.

Starnberger Seeanbindung

CSU: Gleisverlegung braucht’s nicht

Die CSU hat ihre Grundpositionen zur Seeanbindung neu definiert und sich endgültig von der Gleisverlegung verabschiedet. 

Starnberg – In einer Klausurtagung hat die Starnberger CSU ihre Grundpositionen bei diversen Themen neu formuliert. Im Mittelpunkt: die Seeanbindung. Denn die CSU wartet in den nächsten Monaten „wegweisende Entscheidungen“ zu diesem Thema. Schließlich laufen die Bahnverträge von 1987 am Jahresende aus; das will CSU nicht einfach so passieren lassen.

Die Abkehr von der Gleisverlegung ist nunmehr nicht mehr nur eine vage Aussage, sondern ein konkreter Grundsatz. „Eine Gleisverlegung mit Vergrößerung der Radien – wie bisher im Bahnvertrag vorgesehen – sieht die CSU jedoch als nicht erforderlich an. Die Flächen am See, vor allem bei den Bootshütten und am Undosa, gelte es zu erhalten“, schreibt Ortsvorsitzender Stefan Frey in einer Zusammenfassung.

Der Zündstoff steht ein paar Absätze vorher: Die Rede ist von einem „angepassten Bahnvertrag“, über den man eine Reduzierung der Gleise am Bahnhof See realisieren sollte, um Flächen für die Stadt an der Promenade zu gewinnen. Frey liefert eine Begründung gleich mit: „Für mittel- und langfristige Ziele darf der bestehende Bahnvertrag nicht einfach auslaufen, sondern muss gemeinsam und in Abstimmung mit der Bahn angepasst werden. Ansonsten bestehe das Risiko, dass die Situation am Bahnhof See für die nächsten Jahre so bleibt, wie sie ist.“ Im Falle eines bloßen Auslaufens würde die Stadt Starnberg, die vertragsgemäß den Bahnhof Nord erstellt habe, nach Auffassung der CSU zugesagte Gegenleistungen, wie etwa den kostenfreien Erwerb von Bahngrundstücken am See, verlieren.

Zur Not soll die Stadt selbst bauen

Die Zeit bis Jahresende müsse genutzt werden, um mit der Bahn zu verhandeln. Frey: „Das ist nun die dringendste Aufgabe des Stadtrates und insbesondere der Bürgermeisterin.“ Ein einfaches Auslaufen der Bahnverträge und ein Abwarten würden der Stadt „schweren Schaden“ zufügen. Es gelte, kurzfristig in Abstimmung mit der Bahn die Bahnhofsanlagen und die Dächer des Seebahnhofs in einen sauberen und ordentlichen Zustand zu bringen und barrierefrei zu gestalten, so die CSU.

Im Gespräch mit dem Starnberger Merkur konkretisierte Stefan Frey die Vorstellungen seiner Partei: Statt die alten Verträge einfach so auslaufen zu lassen, sollten sie durch Gespräche mit Bahn abgeändert werden. Priorität 1 hätten der barrierefreie Umbau und die Verbesserung am Bahnhof See. Hierbei, sagte der Ortschef und Stadtrat, könnte die Stadt finanziell in Vorleistung gehen, da beim Warten auf Förderprogramm Jahre vergehen könnten. Die Rede war dabei bereits von der Zeit bis 2025. Priorität 2 sei dann die Flächenfrage. Die Gleisverlegung solle man „herausverhandeln“.

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