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Mit seiner Stiftung will Anton Liebich Bedürftige unterstützen. 

Karl-und-Maria-Liebich-Stiftung

Neue Stiftung will Benachteiligten helfen

Zu Ehren seiner Eltern rief Anton Liebich die Karl-und-Maria-Liebich-Stiftung ins Leben. Der Perchting selbst bleibt aber lieber im Hintergrund. 

Starnberg – Nein, groß in die Öffentlichkeit möchte er nicht. Und auch ein Interview möchte er nicht geben. Anton Liebich (78) aus Perchting hilft lieber im Stillen, das dafür umso kräftiger. So war es, als er der Kirche Mariä Heimsuchung ein Grundstück zum Bau des Kinderhauses überlassen hat. Und so ist es auch jetzt, nachdem er die nach seinen Eltern benannte Karl-und-Maria-Liebich-Stiftung ins Leben gerufen hat. Die Regierung von Oberbayern hat die Stiftung vor kurzem staatlich anerkannt.

Die Stiftung möchte sozial benachteiligte Menschen und Menschen mit Behinderung in den Landkreisen Starnberg und Landsberg unterstützen. Es sei ein nicht unbeträchtliches Vermögen, das ihm dafür zur Verfügung stehe, um im Auftrag Liebichs Gutes zu tun, sagt Stiftungsvorstand Aribert Müller. „Anton Liebich ist ein sehr fleißiger Mensch“, berichtet der Starnberger Rechtsanwalt. „Da er nicht verheiratet ist und keine Kinder hat, möchte er mit seinem Vermögen der Allgemeinheit etwas Gutes tun.“

Sei es eine alleinerziehende Mutter, die sich keinen Nachhilfeunterricht für ihr Kind leisten kann, oder ein Rentner, dessen Krankenkasse den benötigten Rollstuhl nur teilweise bezahlt – in solchen Fällen will die Karl-und-Maria-Liebich-Stiftung helfen. Die genauen Kriterien und Voraussetzungen für die Unterstützung muss Müller zunächst noch mit dem zuständigen Finanzamt in Fürstenfeldbruck festlegen. „Wir stehen noch ganz am Anfang“, sagt er im Gespräch mit dem Starnberger Merkur.

Förderungskandidaten können auf den Stiftungsverwalter zukommen

Um den Kontakt zu möglichen Empfängern herzustellen, will Müller mit Einrichtungen wie der Starnberger Tafel, der Caritas oder auch dem Landratsamt zusammenarbeiten. „Gerne können mögliche Förderungskandidaten auch von sich aus auf mich zukommen“, sagt der Anwalt. Der Stiftungsvorstand ist unter z  (0 81 51) 76 36 oder per E-Mail unter der Adresse info@ra-mueller-starnberg.de zu erreichen.

Den Namen der Mutter des Stifters – Maria Liebich – soll übrigens auch das Kinderhaus in Perchting tragen. Es entsteht an der Jägersbrunner Straße gegenüber vom Sportplatz und soll einmal Platz für 75 Mädchen und Buben haben.

Insgesamt gibt es im Landkreis Starnberg nach einer aktuellen Auflistung des Bayerischen Landesamtes für Statistik 65 Stiftungen. Im Regierungsbezirk Oberbayern sind es etwa 1700. Die Regierung hat allein im vergangenen Jahr 35 neue Stiftungen als rechtsfähig anerkannt. Wer eine Stiftung gründen will, bekommt nähere Informationen im Internet unter der Adresse www.regierung.oberbayern.bayern.de/aufgaben/sicherheit/stiftungen.

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