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Ungewöhnliche Bedingungen herrschen bei der WM in der Sierra Nevada. Tagsüber wird es an der spanischen Mittelmeerküste sehr warm, sogar so warm, dass Maximilian Preissinger auch mal „oben ohne“ snowboarden kann.

Snowboard-Weltmeisterschaft

Maxi Preissinger zahlt Lehrgeld

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Der Starnberger Maximilian Preissinger (18) landet bei der Snowboard-WM bei schwierigen Bedingungen im Slopestyle auf Rang 45. Die Hoffnungen liegen nun auf dem Big-Air-Wettbewerb.

Starnberg – Sein Ziel ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang. Großereignisluft kann Maximilian Preissinger derweil schon mal schnuppern. Der 18-jährige Freestyle-Snowboarder aus Starnberg ist zurzeit bei den Weltmeisterschaften in der Sierra Nevada/Spanien am Start.

Maximilian Preissinger ist das einzige Mitglied im Snowboard-Nationalteam, das auf Slopestyle und Big Air spezialisiert ist. Die beiden Freestyle-Disziplinen gelten als Problemsparte der Deutschen. Umso gespannter durfte man sein, wie der junge Starnberger, der im vergangenen Jahr sein Abitur gemacht hat und sich seither ausschließlich seinem Sport widmet, bei der WM abschneidet.

Im Slopestyle, wo die Athleten möglichst trickreich einen Parcour mit verschiedenen Hindernissen meistern müssen, lief es eher suboptimal für Preissinger. Er verpasste das Finale und landete am Ende nur auf Rang 45. „Das ging leider schief“, sagte der 18-Jährige nach dem ersten Wettbewerb. „Es war echt nicht einfach, weil es in der Früh immer super eisig war und der Parcour mit viel Speed zu fahren war“, erzählte er. Auch seien die Schanzen und Rails „echt riesig“ gewesen.

Im ersten Lauf hatte er die Geschwindigkeit nicht so richtig einschätzen können und war bei den ersten zwei Sprüngen zu langsam dran. Noch schwieriger machte das Ganze, dass es im Laufe des Tages immer wärmer und so die Piste immer weicher wurde. „Bei meinem zweiten Lauf bin ich dann leider im weichen Schnee hängen geblieben und wurde beim backside 1080 nicht ganz fertig mit der Drehung.“ Lehrgeld nennt man das.

Nun gilt seine ganze Konzentration dem zweiten Wettbewerb, dem Big Air. Dabei springen die Snowboarder über riesige Schanzen und führen im Flug Tricks mit Drehungen um alle Achsen aus. Am heutigen Donnerstag steht die Qualifikation auf dem Programm. „Über meine Chancen kann ich nicht viel sagen, weil die Schanzen erst gebaut wurden und das erste Training wegen schlechten Wetters abgesagt wurde“, sagte Preissinger am Mittwoch. Um das Finale, das am Freitag ausgetragen wird, zu erreichen, müsste er in der Quali unter die besten 16 kommen. „Ich kann das Level der Konkurrenten nur schwer einschätzen, aber ich hoffe, dass es klappt.“

Wenn nicht, dann hat er zumindest schon mal Erfahrungen bei einem großen, internationalen Wettkampf gesammelt – und einige unvergessliche Eindrücke. „Es ist richtig cool hier. Wir waren in den letzten Tagen sogar am Meer“, sagt Maxi Preissinger und lacht: „Das hat man auch nicht immer beim Snowboarden.“

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