Wetterfest und ornithologisch top: (v.l.) Wolfgang Spatz, Jan Brinke, Tobias Laure (Team Artennot), Thomas Hafen, Pit Brützel und Sebastian Ludwig (Team ASOnauten) nahmen am „Birdrace“ teil und zählten im Landkreis Starnberg binnen 19 Stunden jeweils rund 100 Vogelarten. Foto: privat

Wettbewerb

Birdrace 2019: Starnberger Ornithologen zählen 111 verschiedene Vögel in 19 Stunden

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Ornithologen vertraten den Landkreis Starnberg beim bundesweitem „Birdrace“ - mit Erfolg.

Landkreis – Pit Brützel, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Starnberger Ornithologen (ASO), war am Montag dann doch ein bisschen erkältet. Aber das nimmt man als eingefleischter Ornithologe gelassen in Kauf, frieren gehört zum Geschäft. Vor allem, wenn man gemeinsam mit fünf Gleichgesinnten den Landkreis Starnberg beim „Birdrace 2019“ vertritt. Zu dieser bundesweiten Veranstaltung hatte der Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) am vergangenen Samstag zum 16. Mal aufgerufen, zum zweiten Mal waren zwei Teams aus dem Landkreis Starnberg dabei.

Ziel des „Birdrace“, für das sich bundesweit mehr als 320 Teams mit Fernglas und Spektiv bewaffnet bei widrigen Wetterverhältnissen ab 5 Uhr morgens auf die Pirsch begaben, war, binnen 24 Stunden möglichst viele Vogelarten zu entdecken. Und es geht um die gute Sache: Denn die Teilnehmer sammeln mit ihrer Aktion auch Spenden.

Im Landkreis gingen die Teams „Artennot“ mit Jan Brinke, Wolfgang Spatz und Tobias Laure und die „ASOnauten“ mit Brützel, Thomas Hafen und Sebastian Ludwig an den Start. „Unser Ziel waren 100 Arten pro Team“, erzählt Brützel. Der Rekord von Teams in Norddeutschland liegt bei 160 Arten.

Tatsächlich sahen oder hörten die drei Spezialisten des Teams Artennot binnen 19 Stunden 111 verschiedene Vögel. Auf Rädern fuhren sie insgesamt 80 Kilometer durch den Landkreis, vom Manthal durch das Leutstettener Moos bis zum Flughafen Oberpfaffenhofen und dann weiter Richtung Süden bis nach Feldafing. Die „ASOnauten“ setzten sich um 5 Uhr ins Auto, lauschten und schauten in den Kiesgruben im westlichen Landkreis und fuhren am Starnberger See entlang bis nach Seeshaupt. Ihre Ausbeute: 93 Arten. Besondere Höhepunkte? Schwarzstorch, Ortolan, Schwarzkehlchen, Prachttaucher, Neuntöter, Bekassine und viele mehr. Zahlreiche Sponsoren spendeten pro Sichtung, am Ende klingelten rund 1200 Euro in der Kasse, die in den Erhalt der Internetplattform ornitho.de fließen. Die Freude darüber kann einem auch ein Schnupfen nicht nehmen. 

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