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Da ist das Ding: Claudia Wagner vom Café Luna ist eine der Partnerinnen beim Starnberger-See-Becher.

City-Initiative

Der Starnberger Pfandbecher ist da

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Gegen den zunehmenden Müll der Coffee-to-go-Pappbecher: Seit einigen Tagen ist der Starnberger Pfandbecher im Umlauf. Sechs Partner-Geschäfte machen bislang mit.

Starnberg – Kaffee auf dem Weg zur S-Bahn aus einem Pappbecher trinken – das kann jeder. Kaffee aus einem Mehrwegbecher mit Motiven vom Starnberger See trinken – das können nur umweltbewusste Lokalpatrioten. Seit ein paar Tagen ist genau dieser Becher im Umlauf, aus stabilem Plastik, in trendigem Mint und Hellbraun, mit See, Alpen, Schlössern und Kirchen darauf, auf Wunsch auch mit Mehrweg-Deckel.

„Die ersten 450 Becher sind bestellt“, berichtet die stellvertretende Vorsitzende der City-Initiative, Victoria Lettl, im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Der Zusammenschluss der Starnberger Gewerbetreibenden hat sich das Projekt ausgedacht – auf Anregung von Claudia Wagner und Helge Walter vom Arbeitskreis Natürliche Ressourcen der STAgenda (wir berichteten). Beim Abschlussfest der städtischen Ramadama-Woche am Samstag am Feuerwehrhaus verteilte Bürgermeisterin Eva John die ersten 150 Becher bereits an die ehrenamtlichen Helfer.

Das Prinzip des Pfandbechers, ein Produkt der Münchner Firma Recup, ist reichlich simpel. In den teilnehmenden Geschäften können die Kunden den Becher für einen Euro erwerben – und später in jedem teilnehmenden Geschäft auch wieder zurückgeben und das Pfand dafür kassieren. Der Becher wird dann gereinigt und wiederverwertet – bis zu 500-mal.

Sechs Geschäfte rund um den See sind beim Starnberger-See-Becher bislang mit dabei: die Eiswerkstatt und das Café Luna am Kirchplatz, Coffee Fellows an der Seepromenade, die Allguth/Aral-Tankstelle an der Münchner Straße, das Enjoy am Bahnhofplatz und das Café Max in Feldafing. Darüber hinaus gibt es im ganzen Bundesgebiet Hunderte weiterer Cafés und Geschäfte, die Recup-Becher ausgeben und zurücknehmen. Die komplette Liste kann sich jeder mittels kostenloser App auf sein Smartphone holen.

Rund um den See hoffen Victoria Lettl und ihre Mitstreiter auch noch auf weitere Partner. In Starnberg haben sie etwa 35 Geschäfte angeschrieben, bis nach Seeshaupt und Iffeldorf insgesamt sogar 85. „Die Resonanz war bislang leider gering“, sagt Lettl, ohne jedoch die Hoffnung aufzugeben. Wer Interesse hat, kann sich per E-Mail an vorstand@sta-city.de bei der City-Initiative melden. „Je dichter das Netzwerk, desto besser ist es für die Kunden“, sagt Lettl – und desto besser natürlich auch für die Umwelt.

Öffentlich werben wollen die Starnberger Händler für ihr Projekt auch. „Wir planen ein Event auf dem Kirchplatz“, sagt die stellvertretende Vorsitzende. Und die ersten Teilnehmer bekommen von der City-Initiative ein Starterpaket mit jeweils 30 Bechern mit dem Starnberger-See-Motiv geschenkt.

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