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Mehr als ein Badeparadies: Ausflugtipps für den Starnberger See

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Von: Laura Wittstruck

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Starnberger See
Vor allem im Sommer zieht es zahlreiche Münchner an den Starnberger See, der südlich der bayerischen Hauptstadt liegt. © Lino Mirgeler/dpa

Wer eine Auszeit von der Großstadt sucht, ist am Starnberger See genau richtig. Wenige Kilometer von München entfernt warten dort Natur, Kultur und Freizeitspaß.

Der Starnberger See entstand vor etwa 20.000 Jahren - und ist der zweitgrößte See in Bayern. Aufgrund seiner außerordentlichen Tiefe gehört er zudem zu den wasserreichsten Seen deutschlandweit. In der Region wird er auch als „Badewanne Münchens“ bezeichnet – schließlich liegt er nur etwa eine halbe Stunde Fahrtzeit von der bayerischen Landeshauptstadt entfernt.

Für Wassersport, zum Wandern oder ein Stück Kuchen an der zauberhaften Uferpromenade ist der Starnberger See das perfekte Ausflugsziel. Das wussten bereits die österreichische Kaiserin Sisi und König Ludwig II zu schätzen.

Fünf Fakten zum Starnberger See

Mit Auto und S-Bahn von München: Anfahrt zum Starnberger See

Anfahrt: Mit dem Auto sind es von München aus nur rund 40 Kilometern bis zum See. Am schnellsten geht es hier über die A95. Parkplätze gibt es in vielen Gemeinden rund um den See verteilt – etwa in Feldafing und Possenhofen.  

Mit der Bahn: Auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Starnberger See von München aus leicht zu erreichen. Die S6 fährt vom Hauptbahnhof über Starnberg direkt nach Tutzing.

Ausflugsziel Starnberger See: Wandern durch die Maisinger Schlucht

Wandern: Rund um den Starnberger See gibt es zahlreiche Wanderwege. Einer von ihnen führt beispielsweise durch die Maisinger Schlucht. Auf einem schmalen Pfad geht es unter beeindruckenden Bäumen hindurch. Am Ende des Weges wartet auf fleißige Wanderer eine Abkühlung im Maisinger See.

Wer eine Vorliebe für die österreichische Kaiserin hat, wandelt auf dem Kaiserin-Elisabeth-Rundweg von Feldafing nach Possenhofen und durch die Wolfsschlucht zurück zum Startpunkt. Mit der Fähre lohnt sich zudem ein Ausflug auf die einzigartige Roseninsel. Um den See führt auch ein 46 Kilometer langer Rundweg, auf dem es sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad viel zu entdecken gibt.  

Baden und Wassersport: An verschiedenen Orten am See können sich Besucher im glasklaren Wasser abkühlen – beispielsweise im Seebad in Starnberg, im Strandbad in Feldafing oder am Badestrand Seeshaupt. Auch das Angebot für Sportbegeisterte ist riesig: Von Windsurfing-Kursen bis zum Yoga auf dem Stand-up–Paddling-Board kommen alle auf ihre Kosten.

Schifffahrt: Schönste Aussichten auf den See und seine Umgebung erleben Besucher vom Wasser aus. Mehrere Fähren verkehren von Frühling bis Herbst und bieten kurze bis lange Rundfahrten an.  Besondere Erlebnisse sind Events wie die Mondscheinfahrten oder ein sonntäglicher Brunch auf dem Wasser.

Sehenswürdigkeiten am Starnberger See: Roseninsel, Schloss Possenhofen und Votivkapelle

Schloss Possenhofen und Roseninsel: Für alle Royal-Fans und Kulturinteressierte ist der Besuch von Schloss Possenhofen ein Muss. Herzog Max von Bayern, der Vater der späteren Kaiserin Sisi, kaufte das Gebäude und verbrachte mit seiner Familie dort zahlreiche Sommer. Als Erwachsene kehrte Elisabeth gerne für mehrere Wochen im Jahr an den Traum-Ort ihrer Kindheit zurück.

Heute befindet sich das Schloss in Privatbesitz, ein Spaziergang über das Schlossgelände ist jedoch möglich und lohnt sich allemal. Auch mit dem Schicksal von Bayerns berühmtem Märchenkönig ist der Starnberger See eng verknüpft. König Ludwig II liebte die Roseninsel und richtete dort gerne seine Empfänge aus. Außerdem war die Insel geheimer Treffpunkt von Ludwig und seiner Großcousine Sisi, die die Insel ebenso als Rückzugsort schätzte.

Votivkapelle: Um den tragischen Tod von König Ludwig II ranken sich bis heute zahlreiche Legenden. War es Selbstmord oder fiel der labile König etwa einem Komplott zum Opfer? Sicher ist: Am 13. Juni 1886 ertrank der Bayernkönig gemeinsam mit seinem Arzt Bernhard von Gudden im Starnberger See. Nahe der Stelle erinnert heute eine Votivkapelle an einen der schillerndsten Charaktere der bayerischen Geschichte.

Auf dem Starnberger See tummeln sich die Wassersportler. Nicht alle von ihnen sind jedoch legal unterwegs: So musste die Polizei etwa einen Mann mit Motorboot stoppen, das eine Schwimminsel mit Kindern hinter sich herzog. Mehr Neuigkeiten aus der Region Starnberg erfahren Sie hier. Alle Geschichten aus der Region gibt es außerdem auch in unserem regelmäßigen Starnberg-Newsletter.*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (lw)

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