Besichtigung Baustelle Seebad ehemals Wasserpark
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So schaut es derzeit aus im zukünftigen Seebad in Starnberg.  
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So schaut es derzeit aus im zukünftigen Seebad in Starnberg.  

Eröffnung verzögert sich allerdings

Fundamentale Veränderungen: So wird das Starnberger Seebad aussehen

Das Seebad nimmt Gestalt an, wenn auch langsamer als gedacht. Ein Besuch auf der Baustelle. 

Starnberg – „Zug um Zug wird es fertig“, sagt der Betriebsleiter des Starnberger Wasserparks, Christian Herrmann, als er mitten im künftigen Kinderbereich steht zwischen dem Becken, in dem die 45-Meter-Rutsche endet, und dem bereits gefliesten Kanal, in dem Kinder später Schifferl fahren lassen können. Von den Spielfiguren fehlt allerdings noch jede Spur, dafür ist ein halbes Dutzend Arbeiter mit Fliesenlegen beschäftigt. Wie im ganzen Gebäude, insgesamt hat Herrmann 20 Fliesenleger gezählt. Die müsse man heutzutage erst mal auf einer Baustelle zusammenbringen, sagt er. 

Aus April wird Ende Juni - frühestens

Bei Bürgermeisterin Eva John ist die Stimmung etwas gedrückt in der Woche, in der kalendarisch der Frühling beginnt und damit die Jahreszeit, in der das Seebad eröffnen soll. Besser: sollte. Aus diversen Gründen sei der Termin Ende April nicht zu halten, erklärte John nach Gesprächen mit dem Projektsteuerer auf Anfrage des Starnberger Merkur – frühester Eröffnungstermin ist nun Ende Juni.

Insolvenzen und böse Überraschungen 

Es ist eine Mischung aus vielen Ursachen, die der Stadt den Eröffnungstermin des größten Vorhabens der vergangenen Jahre verhagelt. Das Wetter gehört laut John auch dazu: In der Extremfrostphase ging auf der Baustelle wenig voran. Unter den beauftragten Unternehmen – insgesamt an die 80 – habe es Insolvenzen gegeben, was immer zu Verzögerungen führt. Beim großen Schwimmbecken im Hallenbad mussten neue Einlaufdüsen eingebaut werden, was John zufolge aufwendig war. Zusatzarbeit wie diese habe andere blockiert, weil die Gewerke teils aufeinander aufbauten. Heißt: Solange die Düsen nicht eingebaut waren, konnte das Becken nicht abgedichtet werden. Die alten Düsen, erklärt Herrmann, waren aus Sicherheitsgründen nicht mehr verwendbar, da sie unter Umständen Haare einsaugen können – potenziell lebensgefährlich. War das nicht absehbar? Herrmann wehrt ab: Die Becken waren zweieinhalb Jahre geschlossen, erst nach der Öffnung seien die Schäden feststellbar gewesen. Zudem: Die Sicherheitsvorgaben für Hallenbäder würden beinahe jährlich verschärft, wenn es einen Unfall gab. „Wir hatten im alten Bad jährlich einen TÜV-Termin und mussten jedes Mal eine zusätzliche Stange anbringen“, erinnert er sich.

Die Bestandsaufnahmen im Vorfeld des Umbaues seien auch unvollständig gewesen, erklärt Eva John – heißt: Es gab böse Überraschungen, wozu auch die Altlasten auf dem Gelände zählen. Für ein 40 Jahre altes Bad, findet John, hielt es sich im Rahmen.

Freibad soll am 1. Mai öffnet - mit eigenem Eingang

Für weitere Verzögerungen sorge die so genannte Inbetriebnahmephase. Bisher habe man angenommen, diese werde acht bis zwölf Wochen dauern und könne parallel zu den letzten Arbeiten laufen. So war es auch bei Baubeginn angegeben worden, damals gab es gar Überlegungen, während dieser Phase bereits testweise Besucher einzulassen. „Das ist so nicht durchführbar“, sagt die Bürgermeisterin nun. Wahrscheinlicher sei auch, dass es 16 Wochen dauert. Vieles in dieser Phase sind Abnahmen, und die sind nicht ohne, wie Herrmann erklärt: Brandschutz, Gasmelder, Hygienesysteme, Lüftung und dergleichen mehr. „Eine teilweise Freigabe scheidet aus Sicherheitsgründen aus“, ergänzt John. Das Freibad soll ungeachtet dessen am 1. Mai öffnen, wieder in der provisorischen Form mit einem eigenen Eingang. Die Verschiebung der Eröffnung ist für John „ein Grund, ein bisschen traurig zu sein, aber die Freude überwiegt“.

Vom Wasserpark zum Seebad

Wer sich auf der Baustelle umschaut, bekommt ein Gefühl für die fundamentale Änderung vom Wasserpark zum Seebad. Vieles ist zum Schutz vor Staub und Dreck abgedeckt, manches nicht – etwa die blaue Neonschlange an der verspiegelten Wand des Foyers, die die Alpenkette nachbildet. Automaten sucht man vergebens, alles wird Herrmann zufolge im direkten Kontakt des Personals mit den Besuchern abgewickelt. 

Das Foyer wird zentraler Eingang für alle drei auch farblich unterschiedlichen Bereiche: im Hallenbadbereich dominieren Grüntöne, in der Saunalandschaft ist es ein Orange, im Freibad ein helles Blau. Die Einzelumkleiden und Kabinen stehen bereits, an den Becken und dem Kinderbereich wird noch gearbeitet. Fast fertig ist auch die Galerie oberhalb des großen Beckens, die als eine Art Lounge dient. Im Erdgeschoss sind die Sammelumkleiden, die sich klassenweise fürs Schulschwimmen abgrenzen lassen. Dort gibt es Schränke mit Pfandsystem: Münze rein, nutzen, leeren, Münze raus. Dieser Bereich kann auch für Strandbadbesucher geöffnet werden, sollte das Wetter sich einmal plötzlich verschlechtern. Alle Becken, Umkleiden und Sanitäranlagen seien barrierefrei, sagt Herrmann, man habe schon früh in der Planung Betroffene einbezogen. So wird es auch einen Beckenlift im Hallenbad geben.

In der Sauna ist Platz für 100 Gäste

Der Saunabereich besteht im neuen Anbau aus Bar, Lounge, Infrarotkabinen, Warmwasserbecken und vielem mehr. Von dort gelangt man über einen verglasten Gang zu den Saunahütten (60, 70 und 90 Grad). Kapazitätsprobleme erwartet Herrmann nicht: In die Saunen passen mehr Besucher als Schränke vorhanden sind, nämlich um die 100. Saunagarten und ein Becken im Freien gehören dazu, alles abgeschirmt durch einen schilfähnlichen Zaun.

Im Gastronomiebereich laufen bereits die Einbauten, er besteht aus mehreren Teilen: dem Restaurant, das Freiflächen auf dem breiten Treppenvorbau hat, einem größeren Raum für Veranstaltungen, der Bar im Sauna-Bereich und direkt daneben einem Kiosk für das Hallenbad sowie einem Kiosk fürs Freibad. Die Terrasse wird geteilt in einen größeren Bereich fürs Restaurant und einen kleineren fürs Freibad. Von einem Projektteil ist noch gar nichts zu sehen: den Außenanlagen. Wie schon auf den Visualisierungen zu sehen, wird zwischen Saunahütten und Strandbadstraße ein flacher, schilfbewachsener Graben angelegt, in dem Regenwasser vom Dach des Seebades versickert. 

Drei Pseudo-Brücken führen darüber – pseudo, weil sie wie Brücken aussehen, aber technisch betrachtet keine sind. Über eine geht’s zum Haupteingang, über eine erfolgt die Belieferung der Gastronomie und über die dritte führt der Nepomukweg. Am Ufer, erklärt Herrmann, wird es Stufen ähnlich jenen am Georgenbach geben. Die neue Ufermauer ist gerade im Bau.

Über Details des Baufortschritts informiert Eva John heute Abend den Stadtrat (18.30 Uhr, Kleiner Saal der Schlossberghalle). Zur Kostenentwicklung machte sie im Vorfeld keine Angaben.

Eintrittskarten fürs Seebad gibt es erst ab der Eröffnung. Man kann jedoch auf www.seebad-starnberg.de bereits Gutscheine erwerben.

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