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So sieht der Plan eines Kompakttunnels aus.

Idee vom Kompaktbahntunnel

Seenanbindung: Auftritt der Bedenkenträger

Starnberg – Starnberger Bürger und Politiker äußern Bedenken bei der Planvorstellung zum Kompaktbahntunnel.

Bei der neuerlichen Präsentation der Idee vom Kompaktbahntunnel und dessen zur Gegenfinanzierung entworfenen Überbauung sind den Projektvätern Lutz J. Janssen und Sebastian Blum Mittwochabend im Bayerischen Hof von den rund 20 Gästen skeptische Fragen gestellt worden. „Es ist so keine Stadt Starnberg mehr“, meinte CSU-Stadtrat Gerd Weger. Eine ganz andere Haltung vertrat CSU-Ortschef Stefan Frey: „Man muss den Mut haben, aus dieser Stadt etwas machen zu wollen.“ Seiner Ansicht nach könnte die von Blum entworfene Bebauung am See das neue Stadtzentrum werden: „Ich fände das unheimlich attraktiv.“ 

Die Mehrheit der Zuhörer hatte jedoch Bedenken. Die reichten von: „Die neuen Wohnungen kaufen doch eh nur wieder Reiche von irgendwoher. Für Normalbürger ist das nichts.“ Über „Für wen sollen denn die ganzen Cafés und Läden gebaut werden? Da gehen die Starnberger doch sowieso nicht hin.“ Bis zu „Dann haben die Bahnkunden keinen Seeblick mehr.“ Der Chef der City Initiative, dem Zusammenschluss der Starnberger Händler, Gerald Funk, reagierte auf den Widerstand gegen mehr Zuzug und Gäste mit Sarkasmus: „Wir können Starnberg ja nun nicht so hässlich machen, dass keiner mehr kommt.“ 

Noch keine Kostenschätzung für das Gesamtprojekt

Janssen, der den Kompaktbahntunnel entwickelt hat, warb erneut für seine Idee und verteilte Flyer mit den „Kernbotschaften“. Demnach beseitigt nur der Bahntunnel die Trennwirkung zwischen Stadt und See, schafft Aufenthaltsqualität auf der Promenade und wäre auch für die Bahn attraktiv. Seine Botschaft: „Wir schaffen es, wenn wir es gemeinsam wollen.“ Das unterstützt Architekt Blum, der die Gestaltungsmöglichkeiten hervorhob, die sich ergeben, wenn die Bahn unter die Erde gelegt wird.

Eine Kostenschätzung für das Gesamtprojekt liegt noch nicht auf dem Tisch, denn es gibt einen Unsicherheitsfaktor. Bisherige Bodenuntersuchungen sind nicht tief genug durchgeführt worden, was heißt, dass niemand weiß, in welcher Tiefe fester Grund unter der bereits nachgewiesen Schicht nicht tragfähigen Seetons vorkommt. Nur wenn man den Bahntunnel im Untergrund fest verankern kann, könnte man ihn auch überbauen.

Von Barbara Irlbauer

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