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In der Nähe eines Schwimmbads hat das Starnberger THW seinen Standort in Simbach.
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Erst nach der Freigabe des Gesundheitsamts kann die richtige Produktion beginnen.
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Mit fünf Lkws reiste das Starnberger THW an.

In Simbach

Starnberger THW: Warten auf das Gesundheitsamt

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Starnberg - Das Starnberger THW hat in Simbach begonnen, Trinkwasser aufzubereiten. Für die Produktion fehlt allerdings noch das Grüne Licht des Gesundheitsamts.

Nach dem Hilferuf vom Donnerstag ist das Starnberger THW nun im niederbayerischen Katastrophenort Simbach (Landkreis Rottal-Inn) angekommen. "Die Wasseraufbereitungsanlage läuft seit heute früh", berichtet Ortsgruppenleiter Christian Wodarczyk. "Wir warten auf die Freigabe vom Gesundheitsamt." Erst mit der Freigabe kann das THW weitermachen. Das bisher gereinigte Wasser befindet sich in einem Kreislauf, damit sich keine Keime bilden.

Starnberger THW kann bis zu 15 000 Liter pro Stunde produzieren

Doch schon jetzt ist klar: Die Menschen vor Ort brauchen weitaus mehr Trinkwasser, als es die Starnberger mit ihrer Anlage produzieren können. 12 000 bis 15 000 Liter pro Stunde - je nach Grad der Verunreinigung - seien das, so Wodarczyk. Der Wassermeister vor Ort habe aber den durchschnittlichen Wasserverbrauch der Gemeinde genannt: 60 000 Liter pro Stunde. "Fakt ist, dass es zu wenig ist", sagt Wodarczyk. "Wenn viel Wasser verbraucht wird, sind 12 000 bis 15 000 Liter pro Stunde nicht viel." 

Daher ist eine zweite Wasseraufbereitungsanlage aus einem anderen Bundesland bereits angefordert. "Das Wichtigste ist heute, eine flächendeckende Trinkwasserversorgung und das Straßennetz wiederherzustellen", sagte eine Sprecherin des Landratsamtes Rottal-Inn am Freitag. "Damit die Leute wieder ein vernünftiges Leben haben", sagt auch Wodarczyk. "Wo kein Wasser steht, räumen die Leute auf. Sie sind mit Eigenschutz beschäftigt." Weitere THW-Ortsgruppen helfen, das Wasser wegzupumpen oder bei Räumarbeiten.

Vor der großen Produktion: "Manche Einsatzkräfte schlafen"

"Die Menschen müssen sich reduzieren, es ist eine Not-Situation", sagt Wodarczyk. Das Starnberger THW wartet nun: "Es kommt darauf an, wie schnell das Gesundsheitsamt vor Ort ist." Derweil hat die Ortsgruppe die Einteilung für den Schichtdienst gemacht. "Manche Einsatzkräfte schlafen", berichtet Wodarczyk am Freitag. Die Arbeit und Produktion geht erst so richtig los, wenn es das Grüne Licht vom Gesundheitsamt gibt. 

Vom schlimmen Zustand in der Gemeinde bekommen die THW-Einsatzkräfte nur bedingt etwas mit: "Wir speisen sauberes Wasser in Hochbehälter ein, die oft außerhalb stehen. Daher bekommen wir vom Innenleben wenig mit", erklärt Wodarczyk. In Simbach steht dieser Behälter bei einem Schwimmbad außerhalb der Ortsmitte. 

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