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Wird FOS-Standort: der ehemalige Bauhof in Starnberg unweit des Bahnhof Nord.

Ehemaliger Bauhof

Stadtrat beschließt Verkauf für FOS

Die Fachoberschule (FOS) kommt doch nach Starnberg: Der Stadtrat beschloss am Montagabend den Verkauf des ehemaligen Bauhofs an den Landkreis. Es gibt aber noch eine offene Frage.

Starnberg – Die Frage des Fachoberschul-Standort im Landkreis ist endgültig geklärt: Es ist der ehemalige Starnberger Bauhof am Seilerweg unweit des Bahnhof Nord. Nach monatelangem Hin und Her über die Frage „Verkauf oder Erbbaurecht“ hat der Stadtrat mit 19 Stimmen gegen zwölf für einen sofortigen Verkauf gestimmt. Die Modalitäten wurden gestern Abend in nichtöffentlicher Sitzung besprochen. Ein Ergebnis liegt noch nicht vor - die Sache könnte also noch platzen. Ein Ergebnis wird für Dienstag erwartet.

Nachdem seit nunmehr rund zwei Jahren die Positionen von Stadt und Kreis nicht in Einklang zu bringen waren, hatte Landrat Karl Roth der Stadt eine Frist gesetzt: Bis zur Sommerpause muss Klarheit herrschen, sonst lässt der Kreis die Fachoberschule (FOS) woanders bauen. Im Kern ging es um die Modalitäten: Der Kreis wollte kaufen und legte auch ein Angebot vor, konnte sich aber auch einen Erbbaurechtsvertrag vorstellen.  Die Stadt wollte, wie Bürgermeisterin Eva John gestern Abend mehrmals anhand von Beschlüssen aus Hauptausschuss und Stadtrat belegte, lieber Erbbaurecht. Knackpunkte: Die Höhe des Zinses, vereinfacht gesagt der Pacht, und die Übernahme von Abriss und Altlasten. 

Im Stadtrat war schnell absehbar, dass die Mehrheit einen Verkauf akzeptiert. Auf dem Tisch lag ein Grünen-Antrag vom Februar für einen Verkauf nach einem neuen Wertgutachten und eine Abkehr vom Erbbaurecht. Das wollten die Gegner eines Verkaufs nicht hinnehmen. Josef Pfister (BMS): „Wir müssen die Interessen der Stadt wahren.“ Das wollten auch die Verkaufsbefürworter. Patrick Janik (UWG): „Wirtschaftlich macht das keinen Unterschied.“ 

Einig waren sich alle in einem Punkt: Die FOS soll nach Starnberg. Roth: „Ich möchte in der Kreisstadt bleiben, da gehört die FOS hin.“ Ähnliche Aussagen kamen aus allen Fraktionen – und Zweifel an der Aufrichtigkeit des jeweils anderen. So hielt Pfister Stadträten, die auch im Kreistag sitzen, vor, nicht die Interessen der Stadt zu vertreten. Prof. Otto Gaßner (UWG) und andere warfen Eva John und der Verwaltung ein Eigenleben vor und eine Verzögerungstaktik, manche gar Desinteresse an der FOS. Die Bürgermeisterin wies dies deutlich zurück.

Und wie geht’s weiter? Wenn es im nichtöffentlichen Teil einen Beschluss gab, wird die Stadt die Fläche für mehrere Millionen Euro an den Kreis verkaufen. Der baut darauf dann in den kommenden Jahren einen vier- bis fünfstöckigen Neubau für die FOS. Eine weitere Verzögerung wird Roth nicht dulden, da das Kultusministerium langsam Druck macht.

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