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Weiter für die Tafel gewählt: Richard Sterling, Marcela Pechaty, Tanja Unbehaun (stellvertretende Vorsitzende), Martina Klein und Vorsitzende Erika Ardelt (v. l.). 

Ehrenamt

Tafel denkt über Erweiterung nach

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Die Starnberger Tafel versorgt derzeit 450 Menschen – nun könnten weitere Hilfsbedürftige hinzukommen. Die Umwandlung von Tengelmann- in Edeka-Filialen bereitet der Tafel derweil Probleme.

Starnberg – Einige Bürger wundern sich derzeit bei ihren Einkäufen in den Starnberger Tengelmann-Filialen. Die Spendenboxen seitlich der Kassen, in denen Kunden ihre Pfand-Bons für die Starnberger Tafel werfen konnten, sind verschwunden. „Danach werden wir dauernd gefragt“, sagt Tafel-Vorsitzende Erika Ardelt. Hintergrund sei die Übernahme von Tengelmann durch Edeka. „Edeka will zentral spenden – das kommt dann nicht der Tafel zugute. Das ist bitter für uns, das waren eine Menge Spenden.“ Dennoch bleibt dem Verein ein Jahresplus von 19 700 Euro (siehe Kasten), wie auf der Mitgliederversammlung am Montag bekannt wurde.

Auch hinsichtlich der Lebensmittel-Versorgung steht die Tafel gut da. „Wir werden von den Lebensmittelmärkten gut versorgt“, sagt die Vorsitzende. „In der Ferienzeit ist es viel mehr als sonst.“ Derzeit diskutieren die Verantwortlichen, ob sie zu ihren 450 Kunden weitere 20 aufnehmen können. Zwei, drei Wochen wolle man die Situation noch beobachten. „Wir müssen schauen, wie wir mit den Waren auskommen.“

Bedarf gibt es, ist sich Ardelt sicher. „Aber es gibt viele, die sich nicht trauen. Die Hürde ist gerade bei Starnbergern und Deutschen hoch.“ Um sich bei der Tafel versorgen zu können, müssen Bürger zunächst den Bezug von Hartz IV, von Grundeinkommen oder einer niedrigen Rente nachweisen. „Viele schämen sich“, glaubt Ardelt. „Wenn sie aber mal da sind, kriegen wir es zusammen hin.“ Die Mitarbeiter würden den Menschen in vielen Bereichen helfen. „Das geht aber nur, wenn sie kommen.“

Die Stimmung sei gut. Nach der Vereinsgründung Anfang 2016 habe es zunächst Unruhe im Verein gegeben. Nach Gesprächen mit Helfern sagt Ardelt nun: „Mittlerweile ist das ein nettes Miteinander. Es wird viel gelacht. Die Querelen gibt es nicht mehr.“ Die Starnberger Tafel hat ein intensives erstes Jahr als eingetragener Verein hinter sich. „Wir haben ihn auf eigene Füße gestellt. Da war viel Arbeit zu erledigen“, sagt Ardelt. Nun blickt die Tafel voraus – und sucht weitere Helfer. Vor allem beim Einsammeln der Waren montags und dienstags sowie beim Aufbau am Donnerstag kann sie Verstärkung gebrauchen,. Interessenten melden sich bitte bei Erika Ardelt unter Tel. 0179 / 2 92 99 21.

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