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Der Bau auf der rund 3,5 Kilometer langen Umgehung kommt weiter gut voran.

Westumfahrung

Party an der Grünbrücke

Die Starnberger Westumfahrung wird voraussichtlich ab 2. Dezember befahrbar sein. Vorher wird gefeiert. Eine Explosion hatte für eine Verzögerung gesorgt.

Starnberg– In sechs Wochen beginnt für die Stadt Starnberg eine neue Zeit: Die Westumfahrung wird bis 30. November fertiggestellt und ab Anfang Dezember befahrbar sein. Dann wird sich zeigen, ob die Hoffnungen auf eine Entlastung der Innenstadt berechtigt sind.

Der Bau auf der rund 3,5 Kilometer langen Umgehung und dem etwa 2,4 Kilometer langen Anschlusstück bei Mamhofen bis zur Waldkreuzung kommt weiter gut voran. Das allerdings hat Bauleiter Oliver Schneider und die Firmen einige Mühen gekostet. Nach der Explosion in einer Raffinerie in Vohburg an der Donau (Kreis Pfaffenhofen an der Ilm) Anfang September war es zu Engpässen bei der Asphaltversorgung gekommen. „Wir sind da mit einem blaugen Auge rausgekommen“, stellt Schneider fest. Denn: Die nötigen Materialien für die Starnberger Westumfahrung konnten bis aus Karlsruhe oder gar Bulgarien beschafft werden. So ergab sich nur eine Verzögerung von wenigen Tagen. Seit gestern werden die letzten Schichten auf der Fahrbahn aufgebracht. Einer Fertigstellung zum 30. November steht nichts im Weg.

Im Starnberger Rathaus laufen die Vorbereitungen für die Eröffnungsfeier. Bürgermeisterin Eva John geht davon aus, dass man am Wochenende 1./2. Dezember feiern wird. Geplant sind eine „Tunnelparty“ an der Grünbrücke, die bekanntlich wie ein Tunnel aussieht, formell wegen der Länge aber keiner ist. Ein Familienfest soll es geben, eventuell einen Freiluftgottesdienst samt Weihe. Man wolle Vereine einbinden, Gespräche dazu liefen. Hauptfeiergebiet wird die Grünbrücke unweit der Straße Söcking-Hadorf sein. Allerdings sollen die Starnberger und Besucher die Straße in Ruhe besichtigen können an diesem Wochenende, bevor dann ab Sonntag, spätestens ab Montag der Verkehr rollt. Details wird die Stadt, die Bauherrin der Straße ist, rechtzeitig bekanntgeben.

Die Kosten stehen noch nicht fest. Eva John zufolge sind es etwas mehr als 14 Millionen Euro, die die Stadt zahlt und zu einem erheblichen Teil vom Freistaat zurückbekommt. Bei einigen Posten, etwa der Straßenausstattung, hatte es Kostensteigerungen gegeben. Beim Baubeginn im April 2016 lagen die Schätzungen bei 12,7 Millionen Euro. Der angepeilte Fertigstellungstermin von damals wird um einige Monate verpasst – seinerzeit ging man von der Fertigstellung im Sommer aus.

Mit Freigabe der Westumfahrung werden Staatsstraße wie Hanfelder, Söckinger und Andechser Straße abgestuft, in Teilen sogar automatisch ab Dezember. Die Stadt hat dann die alleinige Verfügungsgewalt über die Straßen und kann sie umgestalten. Wie genau das im Dezember erfolgen soll, wird der Mobilitätsausschuss des Stadtrates am Dienstag beraten. Vorschläge liegen seit einer Ortsbegehung vor wenigen Tagen vor – es geht vor allem erstmal um Markierungen und Beschilderungen. Man wolle, betont John, möglichst viele Autofahrer zur Nutzung der Westumfahrung bewegen.

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