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Auf der Suche nach einem Weinglas-Set waren Ramona und Bernadette auf dem Antikmarkt.

Verkaufsoffener Sonntag

An jeder Ecke eine neue Überraschung

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Starnberg - Starnbergs Innenstadt präsentiert sich bei schönstem Frühsommerwetter als riesige Fußgängerzone.

Die Faszination für die Feuerwehr ist international. Auch Callum und Finlay aus Schottland können sich ihr nicht entziehen. Mit Feuereifer sind sie beim Schlauchrollen und Leinenbeutelwerfen bei der Sache. Sehr zu Freude von Franz Engelhardt und Oliver Schwab von der Freiwilligen Feuerwehr in Starnberg. Sie präsentieren sich und ihre Arbeit gemeinsam mit ihren Kameraden beim verkaufsoffenen Sonntag in Starnberg. „Wir suchen dringend Nachwuchs – hier haben wir die besten Chancen, Kinder und Jugendliche für das Ehrenamt bei der Feuerwehr zu begeistern“, sagt Schwab.

Die Stadt ist voll an diesem sonnendurchfluteten, sommerlichen Sonntag. Was sicher auch an der Vielzahl der Veranstaltungen liegt, die die Besucher in Scharen anlocken: die Französische Woche auf dem Kirchplatz geht zu Ende, in der Wittelsbacher Straße präsentiert die Feuerwehr ihre Arbeit und die topmoderne Einsatztechnik, in der Maximilianstraße lockt der Antik- und Flohmarkt, viele Geschäfte in der Innenstadt haben geöffnet. Die Rechnung der Organisatoren von der Cityinitiative geht auf. Die Menschen bummeln, kaufen, schlemmen. 

Andrang auf dem Antikmarkt

An jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. In der Josef-Jägerhuber-Straße schwitzt Toppolino der Märchenerzähler alias Hans E. Rohe unter der Samtmütze seines Kostüms. Sein Märchenstand, an dem er Kindern und Erwachsenen mit sonorer Stimme und großer Geste aus seinem Buch „Die kleine Maus Adelchen“ vorliest, liegt in der prallen Sonne. Doch weder Erzähler noch Zuhörer stört das. Derweil lümmeln Henry (8) und sein Papa Michael Kundt aus Berg im Liegestuhl vor dem SMS und nippen genüßlich an ihren alkoholfreien Cocktails. Die beiden Herren sind ermattet vom Bummel in Starnberg und brauchen dringend eine Erfrischung, bevor es mit dem frisch gekauften Kuchen nach Hause zu Mama geht – es ist schließlich Muttertag, da muss man die Dame des Hauses verwöhnen. 

Ein paar Schritte weiter sind Ramona und Bernadette aus Starnberg auf dem Antikmarkt auf der Jagd. Bevorzugte Beute: Ein Weinglas-Set. Irgendwie sind all die Kelche beim Abwaschen kaputt gegangen, da muss schöner Ersatz her – am liebsten natürlich etwas Hübsches aus Großmutters Zeiten. Was beim Bummel durch Starnberg auffällt: Die Stimmung in der Wittelsbacher- und der Maximilianstraße, die an diesem Tag für Autos gesperrt sind, ist eine völlig andere. Die Stadt lebt und atmet. Die Blechlawine, sie staut sich trotzdem. Bis fast zum Kreuz Starnberg stehen die Autos Stoßstange an Stoßstange. Doch an diesem sonnendurchfluteten, sommerlicen Sonntag bekommt man zumindest in der Innenstadt nichts davon mit.

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