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Zwölf Kilometer Ölspur auf A95

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Nach einem Unfall ist ein Lkw auf der A 95 so schwer beschädigt worden, dass er eine zwölf Kilometer lange Ölspur zog. Die Folgen waren gravierend.

Starnberg - Auf der A 952 zwischen dem Autobahndreieck Starnberg und Percha ging es am Dienstagvormittag längere Zeit  nur im Schneckentempo voran. Das hohe Verkehrsaufkommen lag zum einen an Behinderungen auf der A 95 Richtung Süden, da sich am frühen Morgen ein Lkw den Tank aufgerissen hatte und eine kilometerlange Ölspur zog. Die Reinigungsarbeiten dauerten an, der Verkehr kann auf der A 95 aber fließen. Zweiter Grund dürfte der erhöhte Urlauber- und Ausflugsverkehr sein. 

Durch die Staus am Ostufer des Starnberger Sees kam es auch in Starnberg zu Rückstaus. Gegen 10.30 Uhr entspannte sich die Lage wieder.

Nach Angaben der Verkehrspolizei war ein Unfall Auslöser der Ölspur. Gegen 4.20 Uhr hatte ein Autofahrer (51) auf der Fahrt Richtung Süden einem Gegenstand auf der Fahrbahn im Baustellenbereich am Starnberger Dreieck ausweichen müssen. Der Pkw geriet laut Polizei ins Schlingern, fuhr mehrere Warnbaken der Baustelleneinrichtung um und blieb anschließend am rechten Fahrbahnrand stehen, wo er später abgeschleppt werden musste. „Ein unmittelbar darauf folgender Speditions-Lastzug, der von einem 59-jährigen aus dem Rhein-Lahn-Kreis (Rheinl.-Pfalz) gelenkt wurde, überfuhr anschließend ein massives Fußteil eines der auf die Fahrbahn geschleuderten umgefahrenen Warnbaken“, heißt es im Bericht weiter. Dabei wurden Tank und Führerhaus beschädigt, was der Fahrer aber erst zwölf Kilometer weiter an der Rastanlage Höhenrain bemerkte. 

300 Liter Diesel auf Autobahn und Parkplatz

Auf dem Gelände floss der Rest des Diesels aus dem Tank, insgesamt verlor der Lkw rund 300 Liter. „Zur Abbindung des ausgelaufenen Kraftstoffs und Verhinderung von Umweltgefährdungen waren die Feuerwehren aus Münsing (drei Fahrzeuge/18 Einsatzkräfte) und Höhenrain Höhenrain (zwei Fahrzeuge/Einsatzkräfte) sowie mehrere Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Oberdill im Einsatz. Ein Spezialreinigungsfahrzeug ist weiterhin noch mit der Reinigung der Dieselspur beschäftigt, so dass es weiterhin zu Verkehrsbehinderungen im Bereich des Autobahndreiecks Starnberg kommt“, teilte die Polizei weiter mit. Feuerwehren aus Starnberg und Wangen rückten aus, konnten aber wieder abdrehen.

Der Gesamtschaden beträgt nach erster Einschätzung über 60 000 EUR.

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